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NÜRNBERGER Wertkonto
Der demografische Wandel stellt Deutschland vor große Herausforderungen. Als Reaktion darauf hob der Gesetzgeber bereits das Renteneintrittsalter auf 67 Jahre an. Die wenigsten Arbeitnehmer möchten jedoch bis zum 67. Lebensjahr arbeiten.

Auf einen Blick

Deshalb müssen die Unternehmen schon heute aktiv werden, um einer Überalterung ihrer Belegschaft und einem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Die NÜRNBERGER unterstützt sie dabei mit Wertkonten zu attraktiven Rahmenbedingungen.

Was ist das Wertkonto?

Bei Wertkonten handelt es sich um Arbeitszeitkonten, die Mitarbeiter dabei unterstützen, während ihrer aktiven Dienstzeit eine individuelle Lebensarbeitszeit zu gestalten. Zu diesem Zweck können Arbeitnehmer einzelne Bestandteile ihres Entgelts (z. B. Überstunden, Urlaub oder Sonderzahlungen, Entgeltumwandlung aus Lohn und Gehalt) flexibel auf ein Wertguthaben wie auf eine Art Sparbuch ansammeln. Dieses Guthaben kann der Mitarbeiter dann beispielsweise zur Finanzierung seines Vorruhestandes verwenden. Der Arbeitgeber entnimmt hierzu das laufende Gehalt aus dem Wertguthaben.
 
Der Gesetzgeber unterstützt den Arbeitnehmer bei der Ansammlung von Wertguthaben, indem er alle Einzahlungen in das Wertguthaben zunächst steuer- und sozialversicherungsfrei stellt. Erst während der Auszahlung in der Freistellung werden Steuern und Abgaben fällig.
 
Zusammenfassend: Wertkonten sind verzinsliche und insolvenzgesicherte Geldkonten, und auf diesen Konten können Mitarbeiter Gehaltsteile und Zeitguthaben, das in Geld bewertet wird, ansammeln.

Welchen kostengünstigen Ersatz gibt es für die gesetzliche Altersteilzeit?

Zum 31. Dezember 2009 ist die staatliche Förderung der gesetzlichen Altersteilzeit ausgelaufen. Für nach diesem Zeitpunkt vereinbarte Altersteilzeitmodelle werden die gesetzlich vorgeschriebenen Aufstockungsbeträge nicht mehr durch die Bundesagentur für Arbeit erstattet. Diese Art des Vorruhestandes kommt dem Arbeitgeber also künftig teuer zu stehen.
 
Während der Arbeitgeber in einem Beispiel 28.448,64 EUR für Aufstockungsbeträge im Altersteilzeitmodell aufzuwenden hat, ist über ein Wertkonto eine arbeitnehmerfinanzierte Vorruhestandsregelung gestaltbar.
 
Bereits ab einem jährlichen Umwandlungsbetrag zugunsten des Wertkontos von 1.000 EUR (z. B. durch die Einbringung von Urlaubstagen und Überstunden) ergeben sich identische Freistellungsphasen ohne Kostenbelastung für den Arbeitgeber.

Im Detail


 

Bedeutung des Demografiewandels

Unter dem Begriff "Demografiewandel" ist die jüngere Tendenz der deutschen Bevölkerungsentwicklung zu verstehen. Diese ist gekennzeichnet durch den Rückgang der Geburten (Schrumpfung) sowie die gleichzeitig steigende Lebenserwartung (Vergreisung).
 
Die Altersstruktur der deutschen Erwerbsbevölkerung verändert sich daraus folgend dramatisch. Während derzeit die Gruppe der 35- bis 49-Jährigen den größten Anteil an der Erwerbsbevölkerung stellt, wird dies bereits in naher Zukunft die Gruppe der 50- bis 67-Jährigen sein.
 
Kostenbelastung durch den Demografiewandel
 
Diese Entwicklung birgt für Unternehmen erhebliche Risiken. Insbesondere bei Berufen mit hoher körperlicher Belastung steigt die Wahrscheinlichkeit für eine langfristige Erkrankung mit zunehmendem Alter an. Während heute nur etwa 27 Prozent der Fach- und Führungskräfte älter als 50 Jahre sind, wird bereits im Jahr 2015 jeder Dritte dieser Alterskategorie angehören.
 
Für Unternehmen ergeben sich hierdurch hohe Kostenbelastungen. Von besonderem Gewicht sind die Aufwendungen für die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall, Kosten für anfallende Mehrarbeit und Vertretungspersonal sowie Kosten aufgrund ungenügender Auslastung des Produktionsapparates, Qualitätsmängel und Lieferschwierigkeiten.
 
Darüber hinaus führt der Demografiewandel zu einer spürbaren Verschärfung des Konkurrenzkampfes um knapper werdende Fach- und Führungskräfte. Es gilt, diese zu gewinnen und langfristig an das Unternehmen zu binden.
 
Demografiewandel gestalten heißt jetzt zu handeln
 
Die Studie "Pro 50 - Arbeit mit Zukunft" der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) zeigt nachdrücklich, dass die Unternehmen in Deutschland nur unzureichend auf den demografischen Wandel vorbereitet sind. Im Rahmen der Studie wurden 53 Unternehmen aus verschiedenen Branchen über ihre Maßnahmen zur Zukunftssicherung befragt. Danach hält sich nicht einmal jedes vierte Unternehmen für gut gerüstet. Zwar geben rund 96 % der Befragten an, dass sie die Beschäftigung mit dem Thema für wichtig halten, fast 40 % stufen es sogar als sehr wichtig ein. Doch gerade mal 34 % der Befragten sagen, ihr Unternehmen sei gut oder sehr gut auf den demografischen Wandel vorbereitet.
 
Der demografische Wandel ist keine theoretische Problemstellung. Er hat längst in den deutschen Unternehmen Einzug gehalten. Unternehmer, die den demografischen Wandel aktiv gestalten möchten um Risiken zu vermeiden und Potentiale zu nutzen, müssen bereits heute handeln. Die Einführung von Lebensarbeitszeitkonten ist ein erster Schritt, den unausweichlichen Entwicklungen entgegenzutreten und positive Signale zu setzen.
 

Fragen und Antworten rund um das Wertkonto (FAQ)

Was ist ein Störfall?
 
Gemäß § 23b Abs. 2 SGB IV liegt ein Störfall vor, wenn angesammelte Wertguthaben nicht gemäß einer Vereinbarung nach § 7 Abs. 1a SGB IV (vorzeitigen Ruhestand bzw. Sabbatical) verwendet werden.
 
Wann liegt ein Störfall vor?
 
  • Kündigung
  • Insolvenz
  • Rente wegen Erwerbsminderung ohne Wiedereinstellungsgarantie
  • Auszahlung des Wertguthabens nicht für die Freistellungsphase
  • Übertragung auf andere Person
  • Tod

 
Wann muss ein Wertguthaben vor Insolvenz geschützt werden?
 
Gemäß § 7e SGB IV muss der Arbeitgeber das Wertguthaben gegen Insolvenz schützen, sobald dieses einen Betrag in Höhe der monatlichen Bezugsgröße (2016: 2.905 EUR (West) und 2.520 EUR (Ost) ) übersteigt. Der Arbeitgeber hat gegenüber dem Arbeitnehmer eine Informationspflicht über den getroffenen Insolvenzschutz. Die Einhaltung wird durch die Deutsche Rentenversicherung Bund geprüft, gegebenenfalls ist der Arbeitgeber schadenersatzpflichtig.
 
Was passiert beim Arbeitgeberwechsel mit dem Wertguthaben?
 
Möglichkeit der Portabilität gemäß § 7f SGB IV: Eine Übertragung des Wertguthabens auf einen neuen Arbeitgeber ist ohne Zustimmung des alten Arbeitgebers möglich.
 
Was passiert wenn kein neuer Arbeitgeber vorhanden ist?
 
Sofern das Wertguthaben das Sechsfache der monatlichen Bezugsgröße (2016: 17.430 EUR (West) bzw. 15.120 EUR (Ost)) übersteigt, kann das Guthaben auf die Deutsche Rentenversicherung Bund übertragen werden. Eine Rückübertragung ist nicht möglich.
 
Kann das Wertguthaben auf die bAV übertragen werden?
 
Die Übertragung von Wertguthaben in eine bAV ist seit 1. Januar 2009 sozialversicherungsrechtlich nicht mehr flankiert, eine steuerfreie Übertragung ist weiterhin möglich.
 
Wo liegt der Unterschied zur bAV?
 
  • Über Wertkonten ist unbegrenztes steuer- und sozialversicherungsrechtliches Ansparen möglich
  • bei Tod kann Wertguthaben frei vererbt werden
  • Inanspruchnahme des Wertguthabens bereits vor dem 60. Lebensjahr für die Freistellungsphase
  • ABER: Wertkonten stellen keinen Ersatz sondern eine Ergänzung zur bAV dar

 
Kann ich jederzeit über mein Wertguthaben verfügen?
 
Eine Auszahlung ist neben den zugelassenen Verwendungsmöglichkeiten nur in schwerwiegenden Notfallsituationen, wie Naturkatastrophen (z. B. Hochwasser), möglich.
 
Was passiert mit meinem Wertguthaben, wenn mein Arbeitgeber Kurzarbeit anmeldet?
 
Das Wertguthaben ist in Zeiten von Kurzarbeit grundsätzlich aufzulösen. Allerdings gelten Beschränkungen zum Schutz von langfristigen Anlagemodellen, d. h. es erfolgt keine Auflösung von:
 
  • zweckgebundenen Guthaben,
  • Guthaben, die 10 % der geschuldeten Jahresarbeitszeit übersteigen
  • Guthaben, das mindestens ein Jahr alt ist

 
Welcher Verwaltungsaufwand entsteht bei der Einrichtung von Wertguthaben?
 
Der Verwaltungsaufwand ist mit dem in der bAV vergleichbar, zusätzlich kommen bestimmte Aufzeichnungspflichten hinzu, welche die NÜRNBERGER für Sie übernimmt, zum Beispiel die Übermittlung der Gehaltsdaten
 
Muss ich für die Wertguthaben meiner Arbeitnehmer eine Werterhaltungsgarantie abgeben?
 
Gemäß § 7d SGB IV muss im Zeitpunkt der geplanten Inanspruchnahme mindestens das eingezahlte Kapital zur Verfügung stehen. Die ausgewählten Produkte garantieren dies.

Was kann in das Wertkonto eingezahlt werden?

Je nach Tarifvertrag, Betriebs- oder Einzelvereinbarung überträgt der Mitarbeiter zum Beispiel:
 
  • Guthaben aus Mehrarbeit und Überstunden
  • Resturlaubstage
  • Sonderzahlungen wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld
  • Erfolgsbeteiligungen
  • Bonifikationen
  • Reguläre Gehaltsteile

 
Für alle eingezahlten Entgeltbestandteile werden auch die darauf entfallenden Beiträge zur Sozialversicherung des Arbeitgebers auf dem Wertkonto gutgeschrieben.

Einführung in das Unternehmen: Drei-Stufen-Modell

Für die Einführung von Wertkonten hat sich in der Praxis ein Drei-Stufen-Modell bewährt.
 
Eigenvorsorge durch Entgeltumwandlung (1. Stufe)
 
Die Mitarbeiter können mittels einer Entgeltumwandlung bestimmte Anteile ihrer festen und flexiblen Vergütung (z. B. Sonderzahlungen) in das Wertguthaben einstellen. Diese erste Stufe ist für den Arbeitgeber liquiditätsneutral. Die umgewandelten Beträge hätte der Arbeitgeber ansonsten als Lohn ausbezahlen müssen.
 
Ampelsystem zur Steuerung weiterer Entgeltbestandteile (2. Stufe)
 
Durch die Einführung eines Ampelsystems für Kurz-/Gleitzeitkonten werden die Mitarbeiter über den Stand ihrer Überstunden informiert. Wird ein bestimmter Wert erreicht, muss der Mitarbeiter die Überstunden abbauen oder kann diese wahlweise in ein Wertkonto einstellen. Für den Arbeitgeber besteht durch die Festlegung dieser Verwendungsmöglichkeiten die Chance, Überstundenzuschläge einzusparen.
 
Strategische Ergänzung durch Arbeitgeberzuschüsse (3. Stufe)
 
Durch strategische Arbeitgeberzuschüsse kann die allgemeine Bereitschaft zur Nutzung von Wertkonten durch Entgeltumwandlung nachweislich gesteigert werden. Durch diese Investition können in der Folge krankheitsbedingte Fehlzeiten bei älteren Mitarbeitern durch die gezielte Steuerung der innerbetrieblichen Altersstruktur vermindert werden.
 
Die Chemie-Industrie zeigt, dass ein solches Konzept durchaus Erfolg verspricht. Mit ihrem aktuellen Tarifvertrag verpflichten sich ihre Mitgliedsunternehmen zur Zahlung eines Demografiebeitrags in Höhe von 300 EUR pro Jahr und Mitarbeiter. Diese Mittel sollen vorrangig in Wertkonten eingezahlt werden, um einen attraktiven Ersatz zur Altersteilzeit zu schaffen.

Für wen ist das Wertkonto geeignet?

Unternehmen:
 
Kapitalgesellschaften (nur für die Mitarbeiter) Personengesellschaften (nur für die Mitarbeiter) Einzelunternehmen (nicht für den Selbstständigen bzw. Freiberufler, aber für die Mitarbeiter)
 
Mitarbeiter:
 
alle unbefristet beschäftigten Arbeiter und Angestellten, leitende Angestellte sowie geringfügig Beschäftigte ("Mini-Jobs")
 
Vorteile für den Arbeitgeber
 
Arbeitgeber profitieren doppelt. Durch die Einrichtung von Wertkonten können Unternehmer finanzielle Einsparungen erreichen und gleichzeitig ihre innerbetriebliche Altersstruktur optimieren.

Wertkonten bieten zahlreiche Vorteile für den Arbeitgeber:
  • Minimierung krankheitsbedingter Fehlzeiten bei älteren Mitarbeitern durch Steuerung der innerbetrieblichen Altersstruktur
  • Einsparung von Überstundenzuschlägen
  • Erhöhung der Attraktivität als Arbeitgeber (Imageverbesserung)
  • Langfristige Bindung von Fach- und Führungskräften (Senkung der Fluktuationskosten)
  • Da Wertguthaben ausschließlich in Geld geführt werden dürfen (d. h. Urlaub und Überstunden werden mit dem zur Einbringung gültigen Stundensatz umgerechnet), ergeben sich keine systematischen Mehrbelastungen des Arbeitgebers durch Karrieresprünge bzw. (tarif-)vertragliche Gehaltsanpassungen.
  • Ein weiterer Vorteil ist der kostengünstige Ersatz für die gesetzliche Altersteilzeit. Am 31. Dezember 2009 ist die staatliche Förderung der gesetzlichen Altersteilzeit ausgelaufen. Für nach diesem Zeitpunkt vereinbarte Altersteilzeitmodelle werden die gesetzlich vorgeschriebenen Aufstockungsbeträge nicht mehr durch die Bundesagentur für Arbeit erstattet. Diese Art des Vorruhestandes kommt dem Arbeitgeber also künftig teuer zu stehen.
  • Während der Arbeitgeber in einem Beispiel 28.448,64 EUR für Aufstockungsbeträge im Altersteilzeitmodell aufzuwenden hat, ist über ein Wertkonto eine arbeitnehmerfinanzierte Vorruhestandsregelung gestaltbar.
  • Bereits ab einem jährlichen Umwandlungsbetrag zugunsten des Wertkontos von 1.000 EUR (z. B. durch die Einbringung von Urlaubstagen und Überstunden) ergeben sich identische Freistellungsphasen ohne Kostenbelastung für den Arbeitgeber.

 
Vorteile für die Arbeitnehmer
 
Die überwiegende Mehrzahl der Arbeitnehmer möchte nicht bis zum Alter 67 im Berufsleben stehen. Wertkonten geben ihnen deshalb die nötige Flexibilität um ihre eigene Lebensarbeitszeit und den Vorruhestand individuell zu gestalten.

Wertkonten schaffen für den Arbeitnehmer Freiräume und bieten ihm zahlreiche Möglichkeiten:
  • Aufbau eines vorzeitigen Ruhestandes
  • Finanzierung einer Auszeit, beispielsweise für eine Weiterbildung, Kindeserziehung oder Urlaub
  • unbegrenzte Steuer- und Sozialversicherungsfreiheit der eingezahlten Beträge, d. h. laufende Verzinsung mit dem Bruttobetrag
  • vollständiger Verbleib in den Sozialversicherungen während der Freistellung, d. h. keine Einbußen in der gesetzlichen Rente
  • gesetzlicher Anspruch auf Erhalt der Wertguthaben beim Arbeitgeberwechsel
  • vollständiger Insolvenzschutz
  • freie Vererbbarkeit der Wertguthaben
  • flexible Einzahlungsmöglichkeiten

 

Wie funktioniert das NÜRNBERGER Wertkonto?

Der Arbeitgeber schließt mit seinem Mitarbeiter eine Vereinbarung zum Wertkonto ab. Darin legt er fest, welche Gehalts- und Zeitbestandteile seine Mitarbeiter in das Wertkonto einbringen dürfen und wie die Guthaben wieder entnommen werden.
 
Zwischen dem Arbeitgeber und der NÜRNBERGER Beratungs- und Betreuungsgesellschaft für betriebliche Altersversorgung und Personaldienstleistungen mbH (NBB) wird ein Treuhandvertrag geschlossen. In diesem Vertrag werden die Serviceleistungen der NBB und die Insolvenzabwicklung seitens der NBB festgehalten.
 
Die Insolvenzsicherung erfolgt über einen Tarif bei der NÜRNBERGER Lebensversicherung AG.
 
Wertkonten als modernes Personalinstrument
 
Um den demografischen Entwicklungen gerecht zu werden, sind moderne Vergütungs- und Versorgungssysteme gefragt. Wertkonten eröffnen den Arbeitnehmern die Chance, ihren persönlichen Renteneintritt selbst zu bestimmen.
 
Diese Möglichkeit ist für Arbeitnehmer von großer Bedeutung, denn einer repräsentativen Umfrage des Forschungsinstituts zufolge lehnen 80 % der Bevölkerung die Rente mit 67 ab.
 
Wertkonten: Das Modell
 
Bei Wertkonten handelt es sich um Arbeitszeitkonten, die Mitarbeiter dabei unterstützen, während ihrer aktiven Dienstzeit eine individuelle Lebensarbeitszeit zu gestalten. Zu diesem Zweck können Arbeitnehmer einzelne Bestandteile ihres Entgelts (z. B. Überstunden, Urlaub oder Sonderzahlungen) flexibel auf einem Wertkonto wie auf einer Art Sparbuch ansammeln.
 
Dieses Guthaben kann der Mitarbeiter dann beispielsweise zur Finanzierung seines Vorruhestandes nutzen. Der Arbeitgeber entnimmt hierzu das laufende Gehalt aus dem Wertkonto.
 
Der Gesetzgeber unterstützt den Arbeitnehmer bei der Ansammlung von Wertguthaben, indem er alle Einzahlungen auf das Wertkonto zunächst steuer- und sozialabgabenfrei stellt. Erst während der Auszahlung in der Freistellung werden Steuern und Sozialabgaben fällig.
 
Das Modell eröffnet nicht nur Arbeitnehmern interessante Gestaltungsmöglichkeiten, sondern bietet insbesondere den Arbeitgebern viele Chancen.
 
Da Wertkonten nach neuem Recht ausschließlich in Geld geführt werden dürfen (d. h. Urlaub bzw. Überstunden werden mit dem zur Einbringung gültigen Stundensatz umgerechnet), ergeben sich keine systematischen Mehrbelastungen des Arbeitgebers durch Karriere­sprünge bzw. (tarif-) vertragliche Gehaltsanpassungen.
 
Darüber hinaus kann der Arbeitgeber ungewollte Verwendungsmöglichkeiten generell ausschließen (z. B. Sabbaticals) oder ihre Inanspruchnahme an bestimmte Bedingungen knüpfen. Der Arbeitgeber muss also nicht befürchten, dass seine Mitarbeiter jederzeit, auch ohne sein Einverständnis, in eine Freistellung gehen können.

Dienstleistungen im Rahmen des Wertkontos

Dienstleistungen der NÜRNBERGER Beratungs- und Betreuungsgesellschaft für betriebliche Altersversorgung und Personaldienstleistungen mbH (NBB) im Rahmen des Wertkontos:
 
  • Schulungsangebot vor Ort

  • Umfangreiches Präsentationsmaterial für die Vorstellung des Wertkontos

  • Demografieanalyse

  • Angebotserstellung und Unterstützung vor Ort

  • Durchführung von Betriebsversammlungen

  • Beratung der Mitarbeiter

  • Mustervereinbarungen sowie Vertragsunterlagen (Betriebsvereinbarung, Ergänzung des Arbeitsvertrages, Umwandlungsvereinbarung, Verwendungsantrag, Treuhandvertrag)

Rechtliche Rahmenbedingungen

Gesetzliche Grundlagen:

Wertguthaben, Begriff: § 7b SGB IV i. V. m. Rundschreiben der Sozialversicherungsträger (Punkt 4 Wertguthaben)

Anlage von Wertguthaben: § 7d Abs. 3 SGB IV i. V. m. Rundschreiben der Sozialversicherungsträger (Punkt 4.3. Anlage und Werterhaltungsgarantie)

Verwendung der Wertguthaben: § 7c SGB IV i. V. m. Rundschreiben der Sozialversicherungsträger (Punkt 4.2. Verwendung)

Portabilität: § 7f SGB IV

Insolvenzsicherung: § 7e SGB IV i. V. m. Rundschreiben der Sozialversicherungsträger (Punkt 4.5. Insolvenzsicherung)

Begünstigter Personenkreis: Punkt A IV B: Begünstigter Personenkreis BMF-Schreiben vom 17.06.2009 - IV C 5 - S 2332/07/0004

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Ausgezeichnete Produkte und bedarfsgerechte Beratung zeichnen die NÜRNBERGER aus. Unsere Spezialisten unterstützen Sie bei allen Fragen zum Produkt und zu Ihrer Bedarfssituation. Bestimmen Sie den Weg, wie Sie mit uns sprechen wollen. Was auch immer Sie wählen: wir beraten Sie gern, kompetent und so, wie Sie es wünschen.

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