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FOTO_001404_03Obwohl Winterreifen seit 2010 praktisch Pflicht sind, werden Autofahrer Jahr für Jahr von plötzlichem Schneefall und spiegelglatten Fahrbahnen "eiskalt erwischt". Dabei ist ein frühzeitiger Wechsel von Sommer- auf Winterreifen sinnvoll:

Was sind Winterreifen?
Die Straßenverkehrsordnung schreibt vor, dass Autofahrer bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifeglätte mit sogenannten Matsch und Schneereifen (M+S Reifen) unterwegs sein müssen. Das können sowohl Winter- als auch Ganzjahresreifen mit dem M+S Symbol sein. Dabei werden Winterreifen aus einer weicheren Gummimischung produziert. Dadurch verfügen sie über größere Spurrillen und demnach bessere Bremseigenschaften.

Wann ist ein Reifenwechsel sinnvoll?
Der Einsatz von Winterreifen ist bereits ab einer Temperatur von 7 Grad zu empfehlen. Als bewährte Faustregel gilt die sogenannte O-bis-O-Regel: Winterreifen sollte man von Oktober bis Ostern fahren. Denn bereits im Herbst benötigen Autos aufgrund schlechter Sicht durch Nebel, Aquaplaning und starkem Wind mehr Stabilität. "Winterreifen" sollten also keinesfalls erst im "Winter" gewechselt werden. Da trotzdem viele Autofahrer das Wechseln der Reifen möglichst lange nach hinten verschieben, empfiehlt es sich bereits Anfang Oktober einen Termin in einer Werkstatt zu vereinbaren. Denn im schlimmsten Fall kommt es zu einem verfrühten Wintereinbruch und zu langen Wartezeiten und das Auto muss stehen bleiben.

Sind die alten Reifen noch in Ordnung?
Bei Winter- und Sommerreifen gilt die vorgeschriebene Mindest-Profiltiefe von 1,6 mm. Experten empfehlen jedoch aus Sicherheitsgründen mindestens vier Millimeter. Zusätzlich sollten Winterreifen nach spätestens 6 Jahren ausgetauscht werden, denn dann verhärtet sich die Gummimischung und der "Grip" lässt bei tieferen Temperaturen nach.

Zahlt die Kfz-Versicherung, wenn man im Winter einen Unfall mit Sommerreifen verursacht?
Die Kfz-Haftpflichtversicherung bezahlt grundsätzlich berechtigte Schadenersatzansprüche des Unfallgegners, auch wenn man im Winter mit Sommerreifen unterwegs ist. Wenn aber der geschädigte Unfallgegner selbst Sommerreifen aufgezogen hat, dann wird ihm unter Umständen eine Teilschuld angelastet und er haftet mit.

Die Vollkaskoversicherung reguliert die Schäden am eigenen Fahrzeug. Diesen Schutz kann verlieren, wer bei winterlichen Straßenverhältnissen mit der falschen Bereifung unterwegs ist. Denn spielen bei einem Unfall ungeeignete Reifen eine Rolle, könnte dem Fahrer grob fahrlässiges Handeln vorgeworfen werden. Der Kaskoversicherer ist dann gegebenenfalls berechtigt, seine Leistung in einem der Schwere des Verschuldens entsprechenden Verhältnis zu kürzen (nach § 81 Absatz 2 Versicherungsvertragsgesetz).


 
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