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Referat? Kein Problem! Vor der ganzen Klasse ein Referat vortragen - da ist Lampenfieber inbegriffen. Manche Schüler sind erleichtert, wenn die schriftlichen Formulierungen einmal wegfallen. Bei den meisten wird jedoch die Angst hinzukommen, sich beim Reden zu verhaspeln oder vor der ganzen Klasse zu blamieren. Worauf solltest Du achten, wenn Du ein Referat vorbereitest und vor der Klasse hältst? Wir geben Dir Tipps für einen gelungenen Vortrag.

Das "A und O" für Deinen Vortrag vor den Klassenkameraden ist eine gute Vorbereitung. Nur wenn Du überzeugt davon bist, dass Dein Referat gut ist und Du über dein Thema Bescheid weißt, kannst Du es auch gut und sicher vortragen. Bei frei wählbaren Referaten hast Du die große Chance, Dich endlich einmal mit etwas zu beschäftigen, das Dich wirklich interessiert. Auch bei Buchbesprechungen kannst Du Dir oft selbst aussuchen, über welches Werk Du referieren möchtest.

Wenn bei den Vorschlägen des Lehrers nicht das Richtige für dich dabei ist, überlege doch einmal selbst, worüber Du gerne berichten würdest. Du kannst mit Deinem Lehrer sicher ein Thema festlegen, das Du ganz besonders interessant oder spannend findest. Es ist wichtig, das Thema von Beginn an einzugrenzen - also möglichst genau aufzuschreiben, worauf Du im Referat eingehen willst, damit Du eine ungefähre Vorstellung vom Aufbau hast.

Es ist ratsam, dabei folgende Fragen zu beachten: Wie fängst Du an? Was sind zentrale Fragen zum Thema? Welche Bereiche willst Du behandeln? Was kann oder sollte diskutiert werden? Hältst Du etwa ein Referat zur "Abstammung des Hundes", dann überlege genau: Wo soll Dein Referat anfangen? Zum Beispiel: "Wann wurde der Hund zum Haustier?" Welche Informationen sind interessant zu diesem Thema? Beispiel: "Wie kam der Mensch auf den Hund?"

Wie sammelst Du am besten Informationen?

Manchmal gibt es vom Lehrer eine Materialsammlung. Aber auch hier gilt: Es ist immer gut, zusätzlich eigene Informationsquellen aufzutun. Es ist dazu eine gute Gelegenheit, dem verstaubten Schulalltag mal zu entkommen und selbst zu forschen! Einen ersten Überblick bietet ein Lexikon. Wenn Du kein eigenes hast, findest Du eines in Deiner Schulbücherei oder der Stadtbibliothek. Zudem solltest Du nach verschiedenen Fachbüchern zu Deinem speziellen Thema suchen.

Eine zusätzliche Informationsquelle ist natürlich das Internet. Zu fast keinem Thema fehlen hier Informationen. Das Problem ist es eher, aus der Flut der Informationen die richtigen und brauchbaren herauszufiltern. Hier hilft eine verfeinerte Suche, zum Beispiel, indem Du in eine Suchmaschine eine größere Auswahl von Begriffen eingibst, die in der Antwort behandelt werden sollen.

Gut ist es, wenn Du die Informationen zu unterschiedlichen Bereichen Deines Referats jeweils auf einem DIN-A-4-Blatt notierst. Für den Vortrag über die Abstammung des Hundes würdest Du zum Beispiel ein Blatt zum Thema "der erste Hund", ein Blatt zum "Verhältnis von Hund und Menschen" und ein Blatt zum "Wesen des Hundes" anlegen.

Struktur: den Überblick behalten

Nun hast Du sicher eine Menge interessanter Informationen zu Deinem Thema gefunden. Vielleicht zu viele? Gut, dass Du Dir vorher schon einmal überlegt hast, wie Dein Thema ungefähr aussehen soll. Jetzt, wo Du einen Überblick hast, kannst Du noch einmal überprüfen, ob die ursprünglich vorgesehene Struktur stimmt. Wenn nicht, dann ist jetzt die Zeit, sie zu verbessern. Lege in Stichworten fest, wie Dein Thema aufgebaut werden soll. Dann ist filtern und sortieren angesagt. Was ist das Wesentliche? Was ist überflüssig? Was kannst Du streichen?

Formuliere die Sätze zu jedem der Themenbereiche schriftlich aus. Hervorgehobene Zwischenüberschriften erleichtern Dir, die Orientierung zu behalten. Du kannst sie auch später als Stichworthilfe für Deinen mündlichen Vortrag verwenden. Informationen, die Du nicht verwendest, sind nicht verloren! Du hast sie immer noch in der Hinterhand, wenn Nachfragen kommen. Auf einem Thesenpapier kannst Du die Struktur Deines Themas und die wichtigsten Inhalte kurz und knapp vermerken. Interesse weckst Du, wenn Du eine witzige Karikatur, ein Sprichwort oder einen Merksatz hast, der Dein Thema auf den Punkt bringt. Aber Achtung! Das sollte unbedingt zum Thema passen und nicht allzu weit hergeholt sein. Wenn Du nichts Passendes findest, dann verzichte lieber darauf.

Auch Folien, Videoausschnitte, Karten oder Fotos kannst Du einsetzen, wenn sie etwas verdeutlichen. Du kannst Deinen Vortrag damit spannend gestalten. Sprich vorher mit Deinem Lehrer, damit Du zum Beispiel einen Fernseher mit Video-/DVD-Rekorder oder einen Projektor verwenden kannst. Du solltest Dich auf jeden Fall rechtzeitig mit der Technik der Geräte vertraut machen. Bei einer Buchbesprechung solltest Du eine passende Stelle aus der Geschichte heraussuchen, die Du während Deines Vortrags der Klasse vorliest. Überlege Dir, wann Du das Lesen am besten in Dein Referat einbaust. Der Anfang ist besonders wichtig. Sag Deinen Mitschülern, worüber Du referierst und wie Dein Vortrag ablaufen wird. Sie können sich dann darauf einstellen, was sie erwartet. Oft ist es sinnvoll und weckt das Interesse, seinen Vortrag mit Fragen zu beginnen, die man an die Klasse richtet.

Frei sprechen ist eine Sache der Übung

Jetzt hast Du Deinen Vortrag aufs Papier gebracht. Es fehlt nur noch eine gute Vortragstechnik. Schreibe Dir Stichworte auf - und je nachdem, wie sicher Du Dich fühlst, dazwischen ausformulierte Sätze. Ein guter Vortrag wird frei gesprochen und nicht abgelesen. Das Blatt mit Deinen Notizen hilft Dir während des Referats aber, nicht den Faden zu verlieren und gibt Dir Sicherheit. Du kannst es also ruhig ab und zu einmal zu Hilfe nehmen. Um Deinen Mitschülern etwas zu verdeutlichen, kannst Du bei Deinem Referat auch Zeichnungen und Schaubilder an die Tafel malen oder Stichpunkte aufschreiben.

Zum freien Reden bedarf es einiger Übung. Sprich das Referat zunächst Dir selbst und dann auch anderen Personen - wie Deinen Freunden oder Deinen Eltern - laut vor. So prägen sich die Formulierungen gut ein, und Du wirst Dich nicht so leicht verhaspeln. Vor einer Gruppe zu stehen, ist zunächst ungewohnt. Eine gute Übung ist es, sich bei seinem Probevortrag vor die Bekannten zu stellen. Bei dieser Gelegenheit kannst Du Dir auch ihre Meinung einholen und die Länge Deines Referats abschätzen. Ein guter Vortrag sollte Informationen liefern und nicht allzu knapp sein, sich aber auch nicht zu lange hinziehen, denn sonst schalten die Mitschüler irgendwann ab. Die Länge Deines Referats sollte ungefähr zwischen 15 und 30 Minuten liegen, wenn Dein Lehrer nichts anderes festgelegt hat. Danach sollte immer noch Zeit für Fragen und eine Diskussion bleiben.

Das Problem für den Vortragenden ist meistens, dass er nicht weiß, wo er hinblicken soll. Am besten schaust Du Deine Klassenkameraden an. Vielleicht kannst Du mit einem Freund oder einer Freundin abmachen, dass Du ihn/sie beim Vortrag ansiehst. Du solltest deinen Blick aber nicht während des gesamten Referates nur auf eine Stelle richten, sondern ab und zu durch den Raum wandern lassen. Gut ist es, wenn du eher in den hinteren Teil des Klassenzimmers schaust, denn dann fühlen sich alle Mitschüler angesprochen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass einige Zuhörer unaufmerksam werden und aussteigen.

Lampenfieber? Keine Panik!

Bammel vor dem Vortrag? Keine Panik, das ist nur natürlich. Du solltest vor lauter Aufregung nicht vergessen, vor der Schule richtig zu frühstücken und Dir etwas zu essen für die Pause mitnehmen, damit Du Dich gut konzentrieren kannst. Die Wenigsten sind überhaupt nicht aufgeregt, wenn sie vor einer Gruppe sprechen sollen. Wenn Du Dir die ersten Sätze genau zurechtgelegt hast, verschwindet das Lampenfieber schnell.

Lockere vor Deinem Referat Deine Stimmung etwas auf, anstatt Dich panisch noch mal in den Ablauf Deines Vortrags zu vertiefen. Für eine gute Vorbereitung hast Du bereits gesorgt. Vielleicht hilft es Dir, vor der Stunde mit Deinen Klassenkameraden zu sprechen. Erzähle ihnen ruhig, dass Du aufgeregt bist. Die anderen werden Dich gut verstehen können, denn diese Situation kennt fast jeder.

Solltest Du während Deines Vortrags doch den Faden verlieren: Keine Sorge, das kann dem besten Redner passieren. Wenn Du gut vorbereitet bist, findest Du auch ganz schnell wieder den Anschluss - und wenn Du erst einmal richtig ins Vortragen vertieft bist, wirst Du sehen, wie leicht es Dir auf einmal fällt! Bitte einen Freund oder eine Freundin danach um ein Feedback. Er oder sie kann Dir später sagen, ob man Dir Deine Aufregung angesehen hat und wie Dein Vortrag auf sie gewirkt hat. Sie können Dir Tipps und Anregungen für Dein nächstes Referat geben.

 
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