Schutz und Sicherheit im Zeichen der Burg
seit 1884
Meta-Navigation
 

ImpfschutzKinderkrankheiten sind kein ‚Kinderkram‘: Immer mehr Menschen lehnen das Impfen ihrer Kinder bewusst ab – mit manchmal gravierenden Folgen. Doch Masern & Co. sind alles andere als harmlos, sondern schwere Erkrankungen, die im schlimmsten Fall zu lebenslangen Schäden führen können! Eine wichtige Gesundheitsvorsorge – ob zu Hause oder auf Reisen – ist deshalb ein ausreichender Impfschutz.

Babys sollten frühzeitig, möglichst ab dem vollendeten zweiten Lebensmonat geimpft werden. Diese Empfehlungen sind jedoch nur Hinweise und können die umfassende Beratung durch den jeweiligen Kinderarzt nicht ersetzen. Denn je nach individuellem Entwicklungsstand kann sich der optimale Zeitpunkt für die Impfung auch verschieben.

Die ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut Berlin empfiehlt für Säuglinge und Kleinkinder den Schutz vor folgenden sechs Erkrankungen durch Grundimmunisierung in den ersten 14 Lebensmonaten: Diphtherie, Tetanus (Wundstarrkrampf), Kinderlähmung (Poliomyelitis), Keuchhusten (Pertussis), Haemophilus influenzae Typ b (Hib) und Hepatitis B.

Kombinationsimpfstoffe, die Schutz vor diesen sechs Infektionskrankheiten im Säuglings- und Kindesalter bieten, verringern die Zahl der Injektionen. Der komplette Impfschutz wird dabei mit nur vier „Pieksern“ aufgebaut – Impfzeitpunkte dafür sind: 2. Lebensmonat, 3. Lebensmonat, 4. Lebensmonat und zwischen dem 11. – 14. Lebensmonat für die letzte Impfung.

Daran anschließend sollte die Grundimmunisierung gegen Masern, Mumps, Röteln und ggf. Windpocken (MMR) erfolgen. Auch hier kann mit Kombinationsimpfstoffen die Anzahl der „Piekser“ reduziert werden. Die Immunisierung passiert dabei in zwei Schritten: Eine erste Impfung sollte im 11. –  14. Lebensmonat erfolgen, die zweite im 15. – 23. Lebensmonat.

Mit einer Einzelimpfung sollte zudem im zweiten Lebensjahr der Schutz vor Meningokokken C hergestellt werden, einer bakteriellen Hirnhautentzündung, für die besonders Kinder unter fünf Jahren sowie Jugendliche anfällig sind.

Für einen lang anhaltenden, sicheren Schutz sollten die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten im Alter zwischen 5 und 6 Jahren noch einmal aufgefrischt werden. Auch hierfür gibt es Kombinationsimpfstoffe. Weitere Auffrischungen sollten danach im Alter zwischen 9 und 17 sowie ab 18 Jahren nochmals erfolgen. Auch die Impfung gegen Kinderlähmung sollte zwischen 9 und 18 Jahren aufgefrischt werden.

Wer zudem mit seinen Kindern in ferne Länder reisen möchte, muss darauf achten, dass je nach Reiseziel und -art weitere Impfungen notwendig sein können. Am besten vereinbart man dafür rechtzeitig (6 bis 8 Wochen vorher) einen Termin beim Kinderarzt für eine ausgiebige Beratung. Auch zu beachten ist, dass nicht gegen jede Krankheit in jedem Alter geimpft werden kann – hier gelten folgende Mindestalter:

  • Cholera zur Injektion: 2 Jahre
  • FSME-Kinderimpfstoff: 1 Jahr
  • Gelbfieber: 9 Monate
  • Hepatitis A: 12 Monate
  • Influenza: 6 Monate
  • Japanische Enzephalitis: 2 Monate
  • Meningokokken-Meningitis: 1 Jahr
  • Tollwut: 0 Monate
  • Typhus oral: 12 Monate
  • Typhus parenteral/zur Injektion: 2 Jahre


Gut geplant und vorsorglich geimpft steht dann dem erholsamen und gesunden Familienurlaub nichts mehr im Wege!

Eine telefonische Beratung zu Impfungen für jedes Alter und auf Reisen bietet der Service Impfen Aktuell (SIA) montags zwischen 14 und 17 Uhr unter 06151 13699-25. Auch die Internetseiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung helfen bei Unsicherheit schnell weiter: http://www.impfen-info.de/

Übrigens erstattet die NÜRNBERGER Krankenversicherung in der Vollkostenversicherung alle von der STIKO im Impfkalender empfohlenen Impfungen.
Gesetzlich Krankenversicherte mit einer Zusatz-Krankenversicherung der NÜRNBERGER, zum Beispiel im Tarif VORS, bekommen, über die Empfehlungen im Impfkalender hinaus, sogar die Kosten für die Malaria-Prophylaxe, Reiseschutzimpfungen und Schutzimpfungen gegen FSME, Gelbfieber, Hepatitis, Tollwut und Typhus erstattet. Weitere Informationen zur NKV finden Sie hier.

 
Drucken  
Zurück  |  Top
 
Impressum  Datenschutz  Nutzungshinweise  Übersicht  Newsletter