Schutz und Sicherheit im Zeichen der Burg
seit 1884
Meta-Navigation
 
Variable Notierung
Bei Handelsaufträgen von mehr als 50 Wertpapieren bildet sich der Kurs des Wertpapiers frei durch Angebot und Nachfrage als fortlaufende oder variable Notierung. Aufträge bis 50 Stück werden dagegen zum sogenannten Kassakurs oder Einheitskurs erledigt.
Verdienstausfall
Wegfall von Einkommen aufgrund von Krankheit oder Unfall. Die sozialrechtlichen Regelungen zum Ausgleich von Verdienstausfall sind sehr komplex und abhängig von vielen Faktoren. Tipp: Prüfen Sie Ihre Einkommenssituation bei Krankheit und Unfall besonders genau und schließen Sie Versorgungslücken rechtzeitig (z. B. durch ein ausreichendes Krankentagegeld oder eine Berufsunfähigkeits-Versicherung).
Verkaufsprospekt
Prospekt, der alle wichtigen Informationen zur gewünschten Kapitalanlage (z. B. geschlossener Immobilienfonds, Investmentfonds) enthält. Die Aushändigung eines Verkaufsprospekts als Teil der Anlageberatung wird durch das Gesetz über Kapitalanlagegesellschaften (KAGG) zwingend vorgeschrieben.
Verkehrsopferhilfe
Gemeinsame Einrichtung der in Deutschland tätigen Kfz-Versicherungsunternehmen zur Schadenregulierung in bestimmten Fällen (z. B. Nichtermittelbarkeit des schädigenden Kfz oder Mittellosigkeit des Schädigers)
Verkehrswert
Der Wert eines Gebäudes oder Grundstücks, zu dem es unter Berücksichtigung der jeweiligen Marktsituation verkauft werden könnte
Vermögensaufstellung
Auflistung der Vermögensgegenstände eines Fonds zu einem bestimmten Stichtag. Die Vermögensaufstellung findet man im Rechenschaftsbericht des Fonds.
Verpfändung
Überlassung von Dingen oder Rechten an einen Dritten zur Sicherung einer Geldforderung. Dies können Grundstücke, Rückkaufswerte von Versicherungen oder Fondsanteile sein.
Verschuldenshaftung
Haftungsart, die sich nur aus schuldhaftem Handeln ergibt (z. B. das Nichträumen von Wegen im Winter). Als Rechtsgrundlage dient § 823 BGB. Im Gegensatz zur Gefährdungshaftung (z. B. dem Halten eines Kraftfahrzeugs oder Hundes) schreibt der Gesetzgeber die Absicherung solcher Risiken nicht zwingend vor. Tipp: Vertrauen Sie nicht Ihrem Glück, sondern einer Haftpflichtversicherung. Das gilt auch dann, wenn kein gesetzlicher Zwang dazu besteht.
Versichererwechsel-Bescheinigung (VWB)
Begriff aus der Kfz-Versicherung: Mitteilung des alten Versicherers an den neuen Versicherer über bestimmte Daten wie Fahrzeugart, Verwendungszweck, Vertragslaufzeit, Anzahl der Schäden usw. Auf dieser Grundlage schätzt der neue Versicherer das Risiko ein.
Versicherte Person
Versicherte Person ist die Person, auf deren Leben die Versicherung abgeschlossen wird. Treten die versicherten Ereignisse (z. B. Tod, Ablauf, Berufsunfähigkeit) ein, werden die vertraglich vereinbarten Leistungen fällig. Sind die versicherte Person und der Versicherungsnehmer nicht identisch, hat die versicherte Person keine Rechte und Ansprüche aus dem Versicherungsvertrag.
Versicherungsarten (Krankenversicherung)
Beim statistischen Erfassen ihrer Bestände sind die Unternehmen der Privaten Krankenversicherung (PKV) an die Vorschriften der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gebunden. Diese sehen eine Aufteilung nach folgenden Versicherungsarten vor: - Krankheitskostenversicherung (ambulante, zahnärztliche, stationäre Leistungen) - Selbstständige Krankenhaustagegeld-Versicherung - Sonstige selbstständige Teilversicherung (z. B. Krankheitskosten-Zusatzversicherungen, Kurtarife, längerfristige Auslandsreiseversicherungen) - Krankentagegeld-Versicherung - Sonstige Versicherung nach Art einer Schadenversicherung - Pflegepflichtversicherung - Pflegezusatzversicherung
Versicherungsaufsicht
Alle privaten und öffentlich-rechtlichen Versicherungsunternehmen, die ihren Sitz in Deutschland haben, stehen entweder unter der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) oder der Länderaufsichtsbehörden. Seit Anfang 2002 unterliegen auch Pensionsfonds und seit Dezember 2004 inländische Rückversicherer der uneingeschränkten Versicherungsaufsicht durch die BaFin. Versicherungsunternehmen mit Sitz in einem anderen EU-Staat oder einem EWR-Vertragsstaat, die Geschäfte in Deutschland betreiben, unterliegen primär der Aufsicht durch ihren Herkunftsstaat. Die BaFin schreitet in Absprache mit der ausländischen Aufsichtsbehörde aber ein, wenn sie Verstöße gegen allgemeine deutsche Rechtsgrundsätze feststellt.
Versicherungsbedingungen
Gesamtheit der Regelungen im Versicherungsvertrag. Für einzelne Sparten gelten weitgehend identische Bedingungswerke wie z. B. die Allgemeinen Hausratbedingungen (AHB) für die Hausratversicherung oder die Allgemeinen Unfallbedingungen (AUB) für die private Unfallversicherung. Die Versicherungsbedingungen werden durch Klauseln ergänzt.
Versicherungsbeginn
Der Beginn des Versicherungsschutzes. Es wird unterschieden nach dem formalen Versicherungsbeginn (Datum auf dem Antrag), dem materiellen Versicherungsbeginn (Zahlung des Erstbeitrags) und dem technischen Versicherungsbeginn (Zusendung des Versicherungsscheins/der Police).
Versicherungsbetrug
Bewusste Täuschung des Versicherungsunternehmens zur vertragswidrigen Erlangung der Versicherungssumme bzw. einer höheren Entschädigungsleistung. Versicherungsbetrug wird nach § 263 StGB als gewöhnlicher Betrug bestraft.
Versicherungsmakler
Person, die gegen eine Vergütung (Courtage) gewerbsmäßig Versicherungsverträge vermittelt. Im Gegensatz zum Versicherungsvertreter ist der Versicherungsmakler nicht vertraglich an eine Versicherungsgesellschaft gebunden, sondern nimmt die Interessen des Kunden durch Maklerauftrag wahr. Die Rechtsgrundlagen für die Tätigkeit des Versicherungsmaklers finden sich in den §§ 93 bis 104 des HGB. Tipp: Eine Ausgabe des BGB, HGB und VVG gehören in jede Hausbibliothek.
Versicherungsnehmer
Der Versicherungsnehmer ist der Vertragspartner des Versicherers und gewöhnlich damit Träger der Rechte und Pflichten aus dem Vertrag, wie z. B. Kündigungsrecht oder Zahlung der fälligen Beiträge. Versicherungsnehmer kann eine natürliche oder juristische Person bzw. eine Personengruppe sein.
Versicherungspflicht
Gesetzlich vorgeschriebener Zwang zur Versicherung. Versicherungspflichten gibt es insbesondere in der Gesetzlichen Sozialversicherung. Sie entstehen aber auch bei Gefährdungshaftung (z. B. Kfz-Versicherung).
Versicherungsschein
Der Versicherungsschein (auch Police – in Österreich Polizze) ist der Nachweis über den zustande gekommenen Versicherungsvertrag. Versicherungsscheine müssen vom Versicherer unterzeichnet sein und gelten als Urkunde. Sie werden i. d. R. nach Annahme des Antrags vom Versicherer erstellt (= policiert) und an den Versicherungsnehmer ausgehändigt.
Versicherungssumme
Geldbetrag, der im Versicherungsfall vom Versicherungsunternehmen zu zahlen ist, sofern die vertraglichen Bedingungen erfüllt sind und keine Unterversicherung vorliegt
Versicherungsteuer
Beiträge für Versicherungsverträge werden besteuert. Die Steuer wird von den Versicherungsunternehmen für den Versicherungsnehmer abgeführt. Ausgenommen von der Steuerpflicht sind Beiträge zu den gesetzlichen und privaten Lebens- und Krankenversicherungen, zur gesetzlichen Arbeitslosenversicherung, zur Berufs- und Erwerbsunfähigkeits-Versicherung, zur Rückversicherung sowie zur Kleinen Viehversicherung (Versicherungssumme bis 4.000 EUR).
Versicherungsträger
Begriff der Gesetzlichen Sozialversicherung. Gemeint sind Institutionen und Stellen, die aufgrund eines Versicherungsverhältnisses Leistungen der sozialen Sicherheit erbringen. Zu ihnen gehören unter anderem die gesetzlichen Krankenkassen, die Deutsche Rentenversicherung Bund sowie die Berufsgenossenschaften. Versicherungsträger sind öffentlich- oder halböffentlich-rechtliche Anstalten.
Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (VVaG)
Auf dem Genossenschaftsgedanken basierende spezielle Rechtsform für Versicherungsunternehmen, bei der die Versicherten (Mitglieder) zugleich Versicherer sind. Große VVaG unterscheiden sich in ihrer Geschäftspraxis allerdings nur geringfügig von Aktiengesellschaften und öffentlich-rechtlichen Anstalten.
Versicherungsvertrag
Übereinstimmende rechtsgeschäftliche Willenserklärungen des Versicherungsunternehmens und des Versicherungsnehmers zur Absicherung eines bestimmten Risikos. Tipp: Eine Ausgabe des BGB, HGB und VVG gehören in jede Hausbibliothek.
Versicherungsvertreter
Person, die gegen eine Vergütung (Provision) gewerbsmäßig Versicherungsverträge vermittelt. Im Gegensatz zum Versicherungsmakler ist der Versicherungsvertreter vertraglich an eine (Ausschließlichkeitsvermittler) oder mehrere Gesellschaften gebunden. Die Rechtsgrundlagen für die Tätigkeit des Versicherungsvertreters finden sich in den §§ 84 bis 92 des HGB. Tipp: Eine Ausgabe des BGB, HGB und VVG gehören in jede Hausbibliothek.
Versicherungswert
Der Wert des versicherten Risikos. Je nach der Situation im Schadenfall kann er dem Neuwert oder dem Zeitwert entsprechen.
Versorgungsausgleich
Gegenseitige Verrechnung der Ansprüche zur Vorsorge für Alter und Erwerbsminderung während der Ehescheidung. Der Versorgungsausgleich gewinnt besondere Bedeutung, wenn ein Ehepartner nicht oder nur teilweise berufstätig war.
Versorgungsempfänger
Nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst, also in der Regel mit der Versetzung in den Ruhestand, wird der Beamte Versorgungsempfänger und erhält eine erhöhte Beihilfe.
Versorgungsphase
Beim Biene Maja Junior Schutz Brief der NÜRNBERGER kann ein Versorger mitversichert werden. Das kann ein Elternteil des versicherten Kindes, aber auch Großeltern oder Paten sein. Verstirbt der Versorger oder wird er berufsunfähig, übernimmt die NÜRNBERGER bis zum Ende der vereinbarten Versorgungsphase die Beitragszahlung.
Vertragsbedingungen des Fonds
Regelungen des Vertragsverhältnisses zwischen den Anteilinhabern eines Fonds und der Kapitalanlagegesellschaft. Die Vertragsbedingungen des Fonds müssen vom Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen genehmigt sein und sind als Inhalt des Verkaufsprospekts zwingend vorgeschrieben.
Vertrauensschaden-Versicherung
Spezielle Versicherungsform, die den Arbeitgeber gegen Schadenersatzansprüche aus Handlungen von Arbeitnehmern (Vertrauenspersonen) wie Betrug, Unterschlagung und Untreue schützt
Vertreter
Siehe unter Versicherungsvertreter
Vertrieb
Sammelbezeichnung für alle Absatzaktivitäten eines Finanzdienstleisters. Im Vertrieb tätig sind z. B. Versicherungsmakler, Versicherungsvertreter usw.
Verursacherprinzip
Wer einen Schaden verursacht, ist generell verpflichtet, die Folgen des Schadens zu beseitigen.
Verwaltungskosten
Bei Finanzdienstleistern: Kosten, die durch die Führung des Unternehmens und die Betreuung der Verträge entstehen
Verweisung, abstrakte
In der Berufsunfähigkeits-Versicherung kann der Versicherer die Leistung ablehnen, wenn er die versicherte Person auf einen anderen Beruf verweisen kann. Dieser Beruf muss ihrer bisherigen Lebensstellung, ihrer Ausbildung und Erfahrung entsprechen. Bei der Comfort-Variante (im Gegensatz zur Standard-Variante) wird auf die abstrakte Verweisung i. d. R. verzichtet, siehe unter Comfort-Variante (BU).
 
Verzinsliche Ansammlung
Art der Überschussverwendung besonders bei Lebensversicherungen. Die Überschüsse werden gesammelt und verzinst und erhöhen somit die Ablaufleistung der Lebensversicherung.
Vollkaskoversicherung
Die Vollkaskoversicherung enthält den vollen Leistungsumfang der Teilkaskoversicherung. Darüber hinaus ersetzt sie Schäden am Fahrzeug, zahlt bei Zerstörung oder Beschädigung des Fahrzeugs durch Unfall, leistet auch bei selbst verschuldeten Schäden und Vandalismusschäden. Sie ist wahlweise mit oder ohne Selbstbeteiligung vereinbar.
Vollmachten über Depots
Verfügungsberechtigungen für Dritte im Fall des Todes des Depotinhabers, die bei einigen Investmentgesellschaften möglich sind
Vorauszahlung
Teilauszahlung der Versicherungssumme vor Eintritt des Versicherungsfalls. Siehe dazu auch Policendarlehen.
Vorläufige Deckung
Sofortiger Versicherungsschutz nach Beantragung und noch vor der Einlösung (= Zahlung des Erstbeitrags). Von besonderer Bedeutung ist die vorläufige Deckung im Sachgeschäft, speziell bei Kfz-Versicherungen. Hier beginnt der Versicherungsschutz mit Zusendung der elektronischen Versicherungsbestätigung (eVB).
Vorsätzliche Herbeiführung des Versicherungsfalls
Eintritt eines Versicherungsfalls durch eine vorsätzlich schuldhafte Handlung. Vorsätzlich verursachte Schäden sind grundsätzlich nicht versichert (Ausnahmen: Schäden durch Notwehr, Nothilfe, Notstand).
Vorsatz
Bewusste Herbeiführung oder Verhinderung eines Ereignisses. Es wird unterschieden zwischen direktem Vorsatz (willentliche Herbeiführung oder Verhinderung) und bedingtem Vorsatz (bewusste Inkaufnahme der Herbeiführung oder Verhinderung). Tipp: Vorsätzlich verursachte Schäden sind grundsätzlich nicht versichert (Ausnahmen: Schäden durch Notwehr, Nothilfe, Notstand).
Vorsorgepauschale
Beim Berechnen der Lohnsteuer berücksichtigter Freibetrag für Vorsorgeaufwendungen. Im Rahmen der Einkommensteuererklärung kann ein Steuerpflichtiger tatsächliche Vorsorgeausgaben nachweisen, die zu einer höheren Rückerstattung führen.
Vorstand
Gesetzlich vorgeschriebenes Leitungsgremium bei Aktiengesellschaften, Genossenschaften, Stiftungen und Vereinen
Vorvertragliche Anzeigepflicht
Pflicht (Obliegenheit) des Versicherten, alle ihm bekannten Umstände zur Risikoeinschätzung dem Versicherungsunternehmen mitzuteilen. Bei Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht droht unter Umständen das Zurücktreten des Versicherungsunternehmens vom Versicherungsvertrag.
Vorzugsaktien
Aktien, die gegenüber Stammaktien mit bestimmten Vorrechten (z. B. bei der Gewinnbeteiligung) ausgestattet sind. Diesen Vorrechten können auch Nachteile gegenüberstehen, z. B. der Verlust des Stimmrechts.
Vermögenswirksame Leistungen
 

 
Drucken  
Zurück  |  Top
 
Impressum  Datenschutz  Nutzungshinweise  Übersicht  Newsletter