Schutz und Sicherheit im Zeichen der Burg
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Variable Notierung
Siehe auch unter dem Stichwort fortlaufende Notierung.
Verdienstausfall
Wegfall von Einkommen aufgrund von Krankheit oder Unfall. Die sozialrechtlichen Regelungen zum Ausgleich von Verdienstausfall sind sehr komplex und abhängig von vielen Faktoren bei der betreffenden Person. Tipp: Prüfen Sie die Einkommenssituation bei Krankheit und Unfall besonders genau und schließen Sie festgestellte Versorgungslücken rechtzeitig (z. B. durch Abschluss eines ausreichenden Krankentagegeldes oder einer Berufsunfähigkeitsversicherung).
Verkaufsprospekt
Prospekt, der alle wichtigen Informationen zur gewünschten Kapitalanlage (z. B. geschlossener Immobilienfond, Investmentfond) enthält. Die Aushändigung eines Verkaufsprospektes als Teil der Anlageberatung wird durch das Gesetz über Kapitalanlagegesellschaften KAGG zwingend vorgeschrieben.
Verkehrsopferhilfe
Gemeinsame Einrichtung der in Deutschland tätigen Kfz-Versicherungsunternehmen zur Schadenregulierung in bestimmten Fällen (z. B. Nichtermittelbarkeit des schädigenden Kfz oder Mittellosigkeit des Schädigers).
Verkehrswert
Der Wert eines Gebäudes oder Grundstücks, der sich unter Berücksichtigung der jeweiligen Marktsituation realisieren lässt. Siehe auch Versicherungswert von 1914.
Vermögensaufstellung
Auflistung der Vermögensgegenstände des Fonds zu einem bestimmten Stichtag. Eine solche Vermögensaufstellung enthält der Rechenschaftsbericht des Fonds.
Verpfändung
Überlassung von Dingen oder Rechten an einen Dritten zur Sicherung einer Geldforderung. Dies können Grundstücke, Rückkaufswerte von Versicherungen oder Fondsanteile sein.
Verschuldenshaftung
Haftungsart, die sich nur aus schuldhaftem Handeln ergibt (z. B. das Nichträumen von Wegen im Winter). Als Rechtsgrundlage dient § 823 BGB. Im Gegensatz zur Gefährdungshaftung (z. B. dem Halten eines Kraftfahrzeuges oder Hundes) schreibt der Gesetzgeber die Absicherung solcher Risiken nicht zwingend vor. Tipp: Vertrauen Sie nicht Ihrem Glück, sondern einer Haftpflichtversicherung. Das gilt auch dann, wenn kein gesetzlicher Zwang zum Abschluss besteht.
Versichererwechsel-Bescheinigung (VWB)
Begriff aus der Kfz-Versicherung: Mitteilung des alten Versicherers an den neuen Versicherer über bestimmte Daten wie Fahrzeugart, Verwendungszweck, Vertragslaufzeit, Anzahl der Schäden usw. zur Einschätzung des Risikos.
Versicherte Person
Versicherte Person ist die Person, auf deren Leben die Versicherung abgeschlossen wird. Treten die versicherten Ereignisse (z. B. Tod, Ablauf, Berufsunfähigkeit) ein, werden die vertraglich vereinbarten Leistungen fällig. Sind die versicherte Person und der Versicherungsnehmer nicht identisch, hat die versicherte Person keine Rechte und Ansprüche aus dem Versicherungsvertrag.
Versicherungsarten
Beim statistischen Erfassen ihrer Bestände sind die Unternehmen der Privaten Krankenversicherung (PKV) an die Vorschriften der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gebunden. Diese sehen eine Aufteilung nach folgenden Versicherungsarten vor: - Krankheitskosten-Versicherung (ambulante, zahnärztliche, stationäre Leistungen) - Selbstständige Krankenhaustagegeld-Versicherung - Sonstige selbstständige Teilversicherung (z. B. Krankheitskosten-Zusatzversicherungen, Kurtarife, längerfristige Auslandsreise-Versicherungen) - Krankentagegeld-Versicherung - Sonstige Versicherung nach Art einer Schadenversicherung - Pflege-Pflichtversicherung - Pflege-Zusatzversicherung
Versicherungsaufsicht
System der staatlichen Aufsicht der Versicherungswirtschaft, insbesondere umgesetzt durch das Bundesaufsichtsamt für das Versicherungswesen. Seit 1994 beschränkt sich die Versicherungsaufsicht im Wesentlichen auf die Kontrolle der Geschäftspläne sowie Weisungen zur Geschäftspolitik bei erkennbaren geschäftlichen Problemen des Versicherungsunternehmens.
Versicherungsbedingungen
Gesamtheit der Regelungen im Versicherungsvertrag. Für einzelne Sparten gelten weitgehend identische Bedingungswerke wie z. B. die Allgemeinen Hausratbedingungen (AHB) für die Hausratversicherung oder die Allgemeinen Unfallbedingungen (AUB) für die private Unfallversicherung. Die Versicherungsbedingungen werden durch Klauseln ergänzt.
Versicherungsbeginn
Der Beginn des Versicherungsschutzes. Es wird unterschieden nach dem formalen Versicherungsbeginn (Datum auf dem Antrag), dem materiellen Versicherungsbeginn (Zahlung der Erstprämie) und dem technischen Versicherungsbeginn (Zusendung des Versicherungsscheins / der Police). Siehe auch unter dem Stichwort Versicherungsdauer.
Versicherungsbetrug
Bewusste Täuschung des Versicherungsunternehmens zur vertragswidrigen Erlangung der Versicherungssumme bzw. einer höheren Entschädigungsleistung. Versicherungsbetrug wird nach § 263 StGB als gewöhnlicher Betrug bestraft.
Versicherungsmakler
Person, die gegen eine Vergütung (Courtage) gewerbsmäßig Versicherungsverträge vermittelt. Im Gegensatz zum Versicherungsvertreter gilt der Versicherungsmakler als Interessenwahrer des Kunden, der dessen Interessen durch Maklerauftrag wahrnimmt. Die Rechtsgrundlagen für die Tätigkeit des Versicherungsmaklers finden sich in den §§ 93 bis 104 des HGB. Tipp: Eine Ausgabe des BGB, HGB und VVG gehören in jede Hausbibliothek.
Versicherungsnehmer
Der Versicherungsnehmer ist der Vertragspartner des Versicherungsunternehmens und damit Träger der sich aus dem Vertrag ergebenden Rechte und Pflichten, wie z. B. Kündigungsrecht oder Zahlung der fälligen Beiträge. Versicherungsnehmer kann eine natürliche oder juristische Person bzw. eine Personengesamtheit sein.
Versicherungspflicht
Gesetzlich vorgeschriebener Zwang zur Versicherung. Versicherungspflichten bestehen insbesondere in der Gesetzlichen Sozialversicherung, entstehen aber auch bei Gefährdungshaftung. In der Privaten Krankenversicherung besteht auch Pflicht zur Versicherung.
Versicherungsschein
Nachweis des bestehenden Versicherungsvertrages. Versicherungsscheine müssen deshalb vom Versicherungsunternehmen unterzeichnet sein (Police) und gelten als Urkunde. Versicherungsscheine werden i.d.R. vom Versicherungsunternehmen nach Policierung des Antrages an den Versicherungnehmer ausgehändigt.
Versicherungssteuer
Im Gegensatz zu den übrigen Versicherungszweigen unterliegen die Beiträge in der Kranken- und Lebensversicherung nicht der Versicherungssteuer.
Versicherungssumme
Geldbetrag, der im Versicherungsfall vom Versicherungsunternehmen zu leisten ist, sofern keine Unterversicherung gegeben ist. Besonders im Sachgeschäft kommen zur Versicherungssumme noch Nebenleistungen. Achten Sie bei der Wahl einer Sachversicherung auch auf die Nebenleistungen (z.B. Lagerungs- und Hotelkosten in der Hausratversicherung)
Versicherungssumme
In der Lebens- und Rentenversicherung vereinbarter, garantierter Betrag, der nach Eintritt eines Versicherungsfalls vom Versicherer gezahlt wird.
Versicherungsträger
Begriff der Gesetzlichen Sozialversicherung, der dem Versicherungsunternehmen in der privaten Versicherungswirtschaft entspricht. Versicherungsträger sind dagegen öffentlich- oder halböffentlich-rechtliche Anstalten.
Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (VVaG)
Auf dem Genossenschaftsgedanken basierende spezielle Rechtsform für Versicherungsunternehmen, bei dem die Versicherten (Kunden) zugleich Versicherer sind. Große VVaG unterscheiden sich in der Geschäftspraxis allerdings nur geringfügig von Aktiengesellschaften und öffentlich-rechtlichen Anstalten.
Versicherungsvertrag
Übereinstimmende rechtsgeschäftliche Willenserklärungen des Versicherungsunternehmens und des Versicherungsnehmers zur Absicherung eines bestimmten Risikos. Tipp: Eine Ausgabe des BGB, HGB und VVG gehören in jede Hausbibliothek.
Versicherungsvertreter
Person, die gegen eine Vergütung (Provision) gewerbsmäßig Versicherungsverträge vermittelt. Im Gegensatz zum Versicherungsmakler gilt der Versicherungsvertreter als verlängerter Arm des Versicherungsunternehmens, welches er vertritt. Die Rechtsgrundlagen für die Tätigkeit des Versicherungsvertreters finden sich in den §§ 84 bis 92 des HGB. Tipp: Eine Ausgabe des BGB, HGB und VVG gehören in jede Hausbibliothek.
Versicherungswert
Der Wert des versicherten Risikos, der je nach der Situation im Schadenfall dem Neuwert oder dem Zeitwert entsprechen kann.
Versorgungsausgleich
Gegenseitige Verrechnung der Ansprüche zur Alters- und Invalidenvorsorge während der Ehescheidung. Der Versorgungsausgleich gewinnt besondere Bedeutung in den Fällen, in denen ein Ehepartner nicht oder nur teilweise berufstätig war.
Versorgungsempfänger
Nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst, also in der Regel mit der Versetzung in den Ruhestand, wird der Beamte Versorgungsempfänger und erhält eine erhöhte Beihilfe.
Versorgungsphase
Vertragsbedingungen des Fonds
Regelungen des Vertragsverhältnisses zwischen den Anteilsinhabern eines Fonds und der Kapitalanlagegesellschaft. Vertragsbedingungen der Fonds müssen vom Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen genehmigt sein und sind als Inhalt des Verkaufsprospektes zwingend vorgeschrieben.
Vertrauensschaden-Versicherung
Spezielle Versicherungsform, die den Arbeitgeber gegen Schadenersatzansprüche aus Handlungen von Arbeitnehmern (Vertrauenspersonen) wie Betrug, Unterschlagung und Untreue schützt.
Vertreter
siehe Versicherungsvertreter
Vertrieb
Sammelbezeichnung für alle Absatzaktivitäten eines Finanzdienstleisters. Im Vertrieb tätig sind z. B. Versicherungsmakler, Versicherungsvertreter usw.
Verursacherprinzip
Generelle Pflicht des Verursachers von Schäden zur Beseitigung der Folgen.
Verwaltungskosten
Kosten, die durch die Führung des Finanzdienstleistungsunternehmens und die Betreuung der Verträge entstehen.
Verweisung, abstrakte
In der Berufsunfähigkeits-Versicherung kann der Versicherer die Leistung ablehnen, wenn er die versicherte Person auf einen anderen Beruf verweisen kann, der ihrer bisherigen Lebensstellung sowie Ausbildung und Erfahrung entspricht. Bei der Comfort-Variante (im Gegensatz zur Standard-Variante) wird auf die abstrakte Verweisung komplett verzichtet, d. h. es erfolgt keine Verweisung auf einen anderen Beruf, es sei denn, dieser wird von der versicherten Person auch tatsächlich ausgeübt. Vgl. Comfort-Variante
 
Verzinsliche Ansammlung
System der Verwendung von erwirtschafteten Überschüssen besonders im Lebensgeschäft. Bei der verzinslichen Ansammlung werden die Überschüsse gesammelt und verzinst und erhöhen somit die Ablaufleistung einer Lebensversicherung. Siehe auch Beitragsverrechnung.
Vollkasko-Versicherung
Die Vollkasko-Versicherung enthält den vollen Leistungsumfang der Teilkasko-Versicherung. Darüber hinaus ersetzt sie Schäden am Fahrzeug, zahlt bei Zerstörung oder Beschädigung des Fahrzeuges durch Unfall, zahlt auch bei selbst verschuldeten Schäden, schließt Vandalismusschäden ein, ist wahlweise mit oder ohne Selbstbeteiligung.
Vollmachten über Depots
Verfügungsberechtigungen für Dritte im Falle des Todes des Fondsinhabers, die bei einigen Investmentgesellschaften möglich sind.
Vorauszahlung
Teilauszahlung der Versicherungssumme vor Eintritt des Versicherungsfalles. Siehe auch Policendarlehen.
Vorläufige Deckung
Sofortiger Versicherungsschutz nach Beantragung bis zur Zahlung der Erstprämie (Einlösung, siehe auch Versicherungsbeginn). Von besonderer Bedeutung ist die vorläufige Deckung im Sachgeschäft, speziell bei Kfz-Versicherungen (Doppelkarte). Sie endet mit Ablauf der vereinbarten Frist oder mit Einlösung des Versicherungsscheins.
Vorsätzliche Herbeiführung des Versicherungsfalls
Eintritt eines Versicherungsfalles durch eine vorsätzlich schuldhafte Handlung. Vorsätzlich verursachte Schäden sind grundsätzlich nicht versichert (Ausnahmen: Schäden durch Notwehr, Nothilfe, Notstand).
Vorsatz
Bewusste Herbeiführung oder Verhinderung eines Erfolges. Es wird unterschieden zwischen direktem Vorsatz (willentliche Herbeiführung oder Verhinderung) und bedingtem Vorsatz (bewusste Inkaufnahme der Herbeiführung oder Verhinderung). Siehe auch Fahrlässigkeit Tipp: Vorsätzlich verursachte Schäden sind grundsätzlich nicht versichert. (Ausnahmen: Schäden durch Notwehr, Nothilfe, Notstand).
Vorsorgepauschale
Für bestimmte Zwecke festgeschriebene Beträge, die ohne gesonderten Nachweis (pauschal) gewährt werden.
Vorstand
Gesetzlich vorgeschriebenes Leitungsgremium bei Aktiengesellschaften, Genossenschaften, Stiftungen und Vereinen.
Vorvertragliche Anzeigepflicht
Pflicht (Obliegenheit) des Versicherten, alle ihm bekannten Umstände zur Risikoeinschätzung dem Versicherungsunternehmen mitzuteilen. Bei Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht droht unter Umständen das Zurücktreten des Versicherungsunternehmens vom Versicherungsvertrag.
Vorzugsaktien
Aktien, die gegenüber Stammaktien mit bestimmten Vorrechten (z. B. bei der Gewinnbeteiligung) ausgestattet sind. Diesen Vorrechten können auch Nachteile gegenüberstehen, von denen der Verlust des Stimmrrechts am bekanntesten ist.
Vermögenswirksame Leistungen
 

 
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