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Endlich ist der Sommer da - und viele Menschen zieht es zur Abkühlung ins Wasser. Doch das kühle Nass kann auch schnell zur ernsten Gefahr werden. Erfahren Sie hier, wie Sie im Ernstfall richtig erste Hilfe leisten.

Befindet sich ein Schwimmer in einer misslichen Lage, gilt als erstes, Ruhe zu bewahren und dann zügig zu handeln. In den ersten Minuten ist rasche Hilfe am wichtigsten, da ein einsetzender Sauerstoffmangel gravierende Folgen haben kann. Versuchen Sie jedoch nicht, den Ertrinkenden selbst aus dem Wasser zu ziehen - dieser wird panisch versuchen, sich an Ihnen festzuhalten und könnte Sie ebenfalls mit in die Tiefe ziehen.

Denken Sie daher auch an Ihren Eigenschutz! Holen Sie stattdessen zuerst Hilfe und alarmieren Sie die dafür ausgebildeten Helfer. Bis zu deren Ankunft können Sie der hilflosen Person ein Seil oder eine Schwimmhilfe zuwerfen - gerade ausgewiesene Badeseen haben oftmals Rettungsringe in regelmäßigen Abständen an der Wasserlinie aufgestellt. Dabei ist darauf zu achten, dass Sie stets von einem sicheren Standort mit festem Untergrund aus helfen, etwa von einem Bootssteg aus.

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Erste Hilfe im Schwimmbad
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Erste Hilfe an Land: Die ersten Minuten zählen!

  • Spätestens wenn der verunglückte Schwimmer sicher an Land ist, muss der Krankenwagen gerufen sein.

    Spätestens wenn der verunglückte Schwimmer sicher an Land ist, muss der Krankenwagen gerufen sein - besser noch in dem Moment, in dem Sie auf dessen Notlage aufmerksam werden. Hat die Person kein Gefühl mehr in den Beinen, bewegen Sie sie an Land unter keinen Umständen: Wirbelsäulenverletzungen bei Sprüngen ins vermeintlich tiefe Wasser sind nicht selten.

  • Beginnen Sie bei einem Atemstillstand sofort mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung.

    Kontrollieren Sie sofort danach die Atmung. Ist diese nicht normal oder die Person bereits bewusstlos, besteht akute Lebensgefahr! Beginnen Sie bei einem Atemstillstand sofort mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung. Führen Sie zunächst 30 Herzdruckmassagen durch. Dazu pressen Sie mit übereinander gelegten Handballen auf die Mitte des Brustkorbs - drücken Sie hierbei das Brustbein 4 bis 5 Zentimeter tief senkrecht Richtung Wirbelsäule. Um zu wissen, wie schnell man auf den Brustkorb pressen sollte, ist es hilfreich sich einen Song zu merken, der etwa 100 Beats per Minute, also Schläge pro Minute hat, wie beispielsweise das Lied „Stayin' Alive“ von den Bee Jees. Anschließend geben Sie der Person zwei Atemspenden. Die Abfolge wird so lange wiederholt, bis der Rettungsdienst eingetroffen ist.

  • Wärmen Sie den Verunfallten zusätzlich mit Decken.

    Da die Person sehr wahrscheinlich unterkühlt ist, müssen ihre nassen Kleidungsstücke vorsichtig ausgezogen und, falls möglich, gegen trockene getauscht werden. Wärmen Sie den Verunfallten zusätzlich mit Decken.

  • Bringen Sie die Person in die stabile Seitenlage.

    Hat sich die Atmung wieder normalisiert, bringen Sie die Person in die stabile Seitenlage, bis die Rettungskräfte eintreffen.

Unfallvermeidung durch Baderegeln:

  • Behalten Sie kleine Kinder in unmittelbarer Sicht- und Reichweite.
  • Schwimmen Sie nicht alkoholisiert, mit vollem (Trägheit) oder mit komplett leerem Magen (Kraftlosigkeit).
  • Springen Sie nicht überhitzt ins Wasser! Gerade bei schwacher Konstitution kann der plötzliche Temperaturunterschied Kreislaufversagen und sogar Schlaganfälle sowie Herzinfarkte auslösen.
  • Nutzen Sie Luftmatratzen und andere Badespielzeuge nicht in tiefen Gewässern, denn sie bieten im Ernstfall keinen Schutz.
  • Legen Sie als ungeübter Schwimmer niemals lange Strecken allein zurück! Plötzlich auftretende Krämpfe können einem schnell zum Verhängnis werden.
  • Sprünge in unbekanntes Gewässer stellen ebenfalls eine große Gefahr dar. Ist das Wasser nicht tief genug, kann dies zu schweren Prellungen und Quetschungen bis hin zu Wirbelsäulenverletzungen führen.

Sekundäres Ertrinken bedeutet, dass die betroffene Person zwar aus dem Wasser gerettet wurde, jedoch noch innerhalb der nächsten 48 Stunden ertrinken kann, etwa aufgrund eines Lungenödems. Das Einatmen von Flüssigkeit kann nämlich auch noch viele Stunden danach schwerwiegende Folgen nach sich ziehen. Aus diesem Grund muss der Gerettete im Anschluss auf jeden Fall 48 Stunden lang beobachtet werden. Besonders aufmerksam beobachten muss man vor allem Kinder, die im Wasser verunfallt sind. Bei diesen ist oftmals nicht ganz klar, ob sie Wasser eingeatmet haben.

Weitere Badeunfall-Tipps:

Noch mehr Tipps zum richtigen Handeln bei Badeunfällen finden Sie auf der Johanniter-Seite.