Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen das bestmögliche Erlebnis zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.   Details ansehen

Sicherer Laternenumzug.

Begangen wird der Sankt-Martins-Tag ist immer am 11. November des Jahres. Als Gedenktag ist er dem Leben und Wirken des heiligen Martin von Tours gewidmet, der besonders durch seine Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe aufgefallen ist. Die bekannteste überlieferte Geschichte beschreibt, wie er seinen Mantel in zwei Hälften schnitt, um einem frierenden Bettler eine Hälfte zu geben und vor der Kälte zu bewahren. Heute wird der Martinstag-Brauch mit einem Laternenumzug gefeiert - ob singend von Haus zu Haus, mit einem öffentlich organisierten Umzug durch die Straßen oder über Felder laufend. Ganze Familien und Vereine zünden Anfang November in großen Gruppen ihre Laternen an.

Sicherer Laternenumzug

Damit die schönen Laternen beim Laternenlauf nicht in Flammen aufgehen und die Gefahr sich zu verbrennen, minimiert werden kann, sollte man besser auf elektrische Kerzen anstatt richtigem Feuer setzen - vor allem bei Kindern unter drei Jahren. Besonders gut geeignet für sie sind elektrische Teelichter oder Laternenstäbe aus Kunststoff, an deren Ende eine kleine elektrische Lampe mit Batteriestrom versorgt wird. Ältere Kinder können oftmals deutlich besser mit brennenden Kerzen und offenem Feuer umgehen, allerdings sorgt stürmisches Wetter oft dafür, dass man die Kerzen neu anzünden muss.

Aber nicht nur elektrische Kerzen können Licht verbreiten - selbstleuchtende LED-Stäbe werden immer mehr zum Trend. Diese halten die Laterne mithilfe eines gerundeten Hakens am Ende und leuchten stundenlang hell. Das passt natürlich sehr gut zur hellen Laterne und macht den Stab in der Dunkelheit sichtbar – so kann die Laterne sowie ihr Träger auf keinen Fall übersehen werden. Das sorgt auch für mehr Sicherheit im Straßenverkehr!

Vorbereitung zahlt sich aus:

  • Die richtige Kleidung für den Laternenumzug.

    Kinder sollten beim Laternenumzug warm angezogen sein, da es im Herbst bereits richtig kalt werden kann. Jacke, Schal und Handschuhe sind ein Muss, wobei gerade Handschuhe besonders wichtig sind – schließlich verhindern sie, dass die kleinen Kinderhände beim Halten der Laternen nicht kalt werden. Auch empfiehlt es sich, auf den Zwiebellook zu setzen: Gerade, wenn man längere Zeit unterwegs ist und sich bewegt, kann einem doch recht schnell ziemlich warm werden und ausgezogen ist besser als gefroren. Außerdem sollte man darauf achten, nicht zu dunkle Kleidung auszuwählen – oder gleich auf Jacken und Hosen mit Reflektorstreifen zu setzen. So können die kleinen Umzugsteilnehmer auch ohne leuchtende Laternen in der Dunkelheit nicht von anderen Verkehrsteilnehmern übersehen werden.

  • Ersatzkerze für die Laterne nicht vergessen.

    Launisches Herbstwetter und offenes Licht - bei einem Laternenumzug sind viele Probleme vorprogrammiert. Laternen mit echten Kerzen werden bei stürmischem Herbstwetter schnell gelöscht und müssen neu angezündet werden. Deshalb immer Streichhölzer oder Feuerzeuge mitnehmen. Auch eine Kerze hält nicht ewig – ist man länger unterwegs, können die Kerzen ganz abbrennen. Deshalb lohnt es sich, an Ersatzkerzen zu denken.

  • Taschenlampe mitnehmen.

    Es kann nie genug Licht geben – deshalb sollte man sich mit einer Taschenlampe ausrüsten. Denn der Laternenumzug sorgt dort, wo man den größten Lichteffekt erhält, für die meiste Stimmung: in der Dunkelheit ohne viel Streulicht von nahen Häusern oder Straßenlaternen. Damit die Truppe aber auch den Weg erkennt und nicht vom Pfad abkommt, sollte man mindestens eine starke Taschenlampe pro Umzugsgruppe dabei haben. Und für den Fall der Fälle auch Ersatzbatterien gleich dazu einpacken.

  • Stimmungsvolle Lieber einstudieren.

    Was natürlich bei keinem Laternenumzug fehlen darf, sind stimmungsvolle Lieder! Bekannte Liedtexte wie „Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne“ oder „Ich geh mit meiner Laterne“ sind auch heute noch sehr beliebt bei Kindergartenkindern und Grundschülern. Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, kann sich einfach vorab Liedtexte notieren und beim Laternenlauf viele Lieder einbringen.

Für Laternenumzüge mit relativ kleinen Gruppen bietet es sich an, außerhalb der Stadt zu laufen. Denn auf einer Strecke in der Natur unter einem funkelnden Sternenhimmel kommt der Lichteffekt der Laternen so richtig gut zur Geltung. Übrigens: Auf dem Weg ins Grüne gilt es besonders an den Straßen gut aufzupassen! Die Kinder sollten auf dem Bürgersteig immer innen laufen, so dass sich immer ein Erwachsener zwischen den Kindern und den Autos befindet.

Trotz leuchtenden Laternen und den empfohlenen Taschenlampen kann es in der Natur natürlich auch zu dunkel werden. Damit gerade kleine Kinder nicht übersehen werden, kann man Ihnen Knicklichter als Armbänder an den Handgelenken anbringen. Die Knicklichter leuchten zwar nicht permanent, sorgen aber als bunte Accessoires für stundenlangen Spaß und verwandeln die Kinder in menschliche Glühwürmchen.

Wer zudem gleich mit einer größeren Gruppe an Vorschul- und Grundschulkindern unterwegs ist, sollte am besten eine Route aussuchen, auf der eine Sitzgelegenheit verfügbar ist. Hier kann ein nächtliches Picknick eingenommen, oder alle mit warmem Tee gestärkt werden. Noch besser eignet sich natürlich ein Lagerfeuer zum Abschluss, um alle Läufer aufzuwärmen. Über den prasselnden Flammen kann zudem Stockbrot gebacken werden, was den Kindern viel Spaß bereitet, und Kinderpunsch erwärmt werden.

Wer allerdings keine Lust auf einen eigen organisierten Umzug hat und lieber mit seinen Kindern an einem großen Sankt-Martins-Umzug teilnimmt, kann sich vorher über bevorstehende Ereignisse in seiner Stadt informieren. Viele Städte bieten einen klassischen Laternenumzug an, bei dem ein Laienschauspieler den heiligen Martin in seiner Unform als römischer Soldat verkörpert und hoch zu Ross in einem roten Mantel den Zug anführt.