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Laserbehandlungen am Auge werden immer beliebter. Doch übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung bei LASEK oder LASIK die Kosten?

Seit ihrer Einführung in Deutschland Anfang der 90er Jahre erfreut sich die Augenlaserbehandlung wachsender Beliebtheit. Im Gegensatz zu Sehhilfen wie Brillen oder Kontaktlinsen korrigieren Laser-OPs eine Fehlsichtigkeit dauerhaft. Die 3 häufigsten Methoden zur Behebung von Weitsichtigkeit, Kurzsichtigkeit und Astigmatismus (Hornhautverkrümmung) sind die LASIK-, die Femto-LASIK- sowie die LASEK-Methode.

LASIK: Bei dieser Methode wird mithilfe eines feinen Skalpells ein dünnes Scheibchen, der sogenannte Flap, auf der obersten Hornhautschicht zur Seite geklappt. Mit einem Kaltlichtlaser korrigiert der Arzt dann die darunterliegende Hornhaut. Anschließend wird der Flap wieder zugeklappt, saugt sich an und ist nach wenigen Tagen wieder angewachsen.

Femto-LASIK: Hier wird im Unterschied zur LASIK bei der Ablösung der obersten Hornhautschicht ein Femtolaser eingesetzt. Wie auch die LASIK ist diese Methode schmerzfrei und dauert nur einige Sekunden.

LASEK: Dieses Verfahren unterscheidet sich von den beiden anderen, da hier mit dem Kaltlichtlaser direkt auf der äußersten, sehr empfindlichen Schicht der Hornhaut gearbeitet wird. Dabei kommt es zu einer Verletzung, die auch noch Tage nach dem Eingriff stark schmerzen kann. Diese Behandlungsweise kommt nur dann zum Einsatz, wenn die Hornhaut für einen Lamellenschnitt (Flap) aus medizinischen Gründen nicht in Frage kommt.

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PKV Augenoperation Kosten
Viele Leute ziehen inzwischen eine Augenlaser-OP einer Brille oder Kontaktlinsen vor.

Da sich Patienten einer Laser-OP in einigen Fällen aus ästhetischen Gründen unterziehen, steuert die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) nichts zu den Kosten bei. Augenlasern ist teuer und kann bis zu 5.000 EUR kosten. Mitunter versuchen Patienten, die hohen Ausgaben zu umgehen, indem sie sich für eine Behandlung im Ausland entscheiden, etwa in Ungarn, Tschechien oder der Türkei, wo eine Augenlaser-OP bereits ab 1.000 EUR durchgeführt wird. Allerdings hat die Sache einen Haken: Nicht alle Kliniken dieser Länder weisen die gleichen Hygiene-Standards auf, wie sie in Deutschland gelten. Hinzu kommt, dass die Auslandskliniken zwar eine kostenfreie Nachbehandlung anbieten, die Anreise und eine eventuelle Übernachtung müssen jedoch selbst bezahlt werden. Das kann die Ausgaben am Ende deutlich in die Höhe treiben.

Die GKV erstattet nur Geld zurück, wenn Sie als Patient belegen können, dass eine Augenlaser-Behandlung aus medizinischer Sicht notwendig ist. Private Zusatzversicherungen hingegen kommen ganz oder teilweise für Eingriffe auf, die auch aus ästhetischen Gründen gemacht werden. Die meisten privaten Krankenversicherer bieten Tarife an, die eine LASIK- beziehungsweise LASEK-Behandlung abdecken.

Fragen und Antworten rund ums Augenlasern:

  • Worauf muss ich bei einer Laserbehandlung achten?

    Unabhängig davon, ob Sie eine private Zusatzversicherung haben oder für die Kosten einer LASEK oder LASIK selbst aufkommen wollen: Achten Sie bei der gewählten Klinik auf Zertifikate. Seriöse Augenlaserkliniken in Deutschland werden regelmäßig vom TÜV geprüft.

  • Worauf sollte ich vor dem Abschluss einer Zusatzversicherung achten?

    Informieren Sie sich genau darüber, welche Leistungen mit der Zusatzversicherung erbracht werden. Einige Versicherer bieten eigene Tarifpakete für Augen, beziehungsweise Augen und Ohren, an. Bei welchen Behandlungen leistet der Tarif? Welche Behandlungen werden teilweise oder sogar vollständig erstattet? Diese Fragen sollten Sie vor Abschluss einer Zusatzversicherung klären.

  • In welchen Fällen werden Teilkosten einer Laser-OP erstattet?

    Eine Faustregel gibt es hier nicht. Sie müssen vorab immer mit Ihrer privaten Krankenversicherung über die Behandlungskosten sprechen. Die NÜRNBERGER bietet mit dem Tarif "Sehen und Hören" (SuH) bei LASEK oder LASIK 100 % Erstattung bis 750 EUR pro Auge, mit einem erneuten Anspruch nach 60 Monaten.

  • Wann ist es zu spät für den Abschluss einer Zusatzversicherung?

    Generell gilt bei den meisten Zusatzversicherungen: Hat der Arzt bereits eine Behandlung empfohlen, beziehungsweise sind Sie bereits in Behandlung, zahlt der Versicherer für diese Kosten nicht. Die Leistungen werden lediglich für Behandlungen erbracht, die nach dem Vertragsabschluss erfolgen. Bei den meisten Versicherern, wie auch bei der NÜRNBERGER, gilt der Versicherungsschutz sofort, aber nicht rückwirkend.

  • Für welche Patienten eignet sich ein Eingriff?

    Laut der Kommission "Refraktive Chirurgie" lässt sich Kurzsichtigkeit bis -8 Dioptrien, Weitsichtigkeit bis +4 Dioptrien und Astigmatismus (Hornhautverkrümmung) bis -3 Dioptrien korrigieren.

Immer mehr Menschen entscheiden sich für eine Korrektur ihrer Fehlsichtigkeit durch eine Laserbehandlung. Die Kosten dafür sind hoch und werden von der gesetzlichen Krankenversicherung nicht getragen. Wenn Sie eine private Zusatzversicherung abgeschlossen haben, können Sie nicht nur mit einer Teilkosten-Erstattung rechnen, sondern bekommen auch Zuschüsse auf andere Sehhilfen.

Augenlaser-OP von der Steuer absetzen.

Jedes Jahr im Mai steht die Steuererklärung an. Dann suchen etliche Bürger nach Rechnungen und Ausgaben, die sie in ihrer Erklärung anführen können, um die Steuerlast zu mindern. Darunter fallen auch Augenlaserbehandlungen! Bewahren Sie also Ihre Belege gut auf. Sie können den Eingriff als außergewöhnliche Belastung von der Steuer absetzen.