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Ein Todesfall bedeutet für die Hinter­bliebenen immer eine besondere seelische Belastung. Zusätzlich zur Trauer muss auch noch viel Organisa­torisches bewältigt werden. Wir haben die wichtigsten Schritte aufgelistet, die Ihnen helfen, den Überblick zu bewahren.

Das Unvorstellbare regeln: Was tun im Todesfall?

Wer vom Tod eines nahen Verwandten oder engen Freundes erfährt, fühlt sich sicher erst einmal wie gelähmt - und kann sich wahrscheinlich nur schwer vorstellen, etwas anderes zu tun als zu trauern. Leider warten nach einem Todesfall auch viele Aufgaben und Formalitäten auf die Hinter­bliebenen. Behördengänge, Beerdigung oder Kündigungen - vieles davon muss innerhalb kurzer Zeit erledigt werden, damit Rechte und Ansprüche in vollem Umfang gewahrt bleiben. Bringen Sie deshalb am besten frühzeitig in Erfahrung, welche Unterlagen Sie benötigen, wo welche Dokumente liegen und wohin Sie sich überall wenden müssen. Eine Liste kann Sie dabei unterstützen, an alles Wichtige zu denken.

Checkliste Todesfall Sterbegeldversicherung

Für einen würdigen Abschied.

Mit der NÜRNBERGER Sterbegeldversicherung können Sie Ihre Angehörigen im Todesfall finanziell entlasten. Damit hohe Bestattungskosten nicht zu einer zusätzlichen Belastung werden.

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Checkliste für Hinterbliebene: Die wichtigsten Schritte nach einem Todesfall.

  • Arzt verständigen

    Der Arzt - im besten Fall der Hausarzt des Verstorbenen - muss unbedingt gerufen werden, um den Tod bzw. die Ursache festzustellen und einen Totenschein auszustellen. Den Totenschein brauchen Sie später, um die Sterbeurkunde beim Standesamt zu beantragen.

    Wichtig: Bei Tod durch einen Arbeits- oder Wegeunfall muss die Polizei sowie die Berufs­genossenschaft verständigt werden. Der Arbeitgeber muss ebenfalls seiner Meldepflicht nachkommen.

  • Standesamt benachrichtigen

    Neben dem Totenschein müssen Sie folgende Unterlagen spätestens am folgenden Werktag zum Standesamt bringen:

    • Geburtsurkunde des Verstorbenen
    • Heiratsurkunde oder das Familienstammbuch bzw. eine beglaubigte Abschrift
    • Personalausweis oder Reisepass des Verstorbenen
    • Ggf. Sterbeurkunde des verstorbenen Ehepartners bzw. das Scheidungsurteil
    • Letzter Rentenbescheid bei Bezug einer Kriegsrente
    • Ggf. vorhandenen Grabbrief
    • Ihren Personalausweis oder Reisepass

    Das Standesamt stellt dann eine Sterbeurkunde aus. Es ist sinnvoll, sich 7 - 8 Sterbeurkunden ausstellen zu lassen, da Sie diese z. B. für Versicherungen, Krankenkassen, Banken, Finanzamt, Arbeitgeber und Rentenversicherung brauchen.

    Das Standesamt stellt zudem die Beerdigungserlaubnis aus. Bei einer Feuerbestattung muss das Gesund­heitsamt eine Genehmigung für das Krematorium erteilen.

  • Angehörige informieren

    Geben Sie nahen Verwandten und engen Freunden möglichst schnell Bescheid. Im engsten Familienkreis können Sie dann besprechen, was erledigt werden muss, und sich die Aufgaben aufteilen.

    Informieren Sie auch Ihren eigenen Arbeitgeber. Ist ein naher Angehö­riger gestorben, können Sie in der Regel einige Tage Sonderurlaub nehmen.

  • Beerdigung organisieren

    Zunächst sollten Sie in den Unterlagen des Verstorbenen nachsehen, ob er irgendwelche Wünsche bezüglich seiner Beerdigung geäußert hat. Außerdem sollten Sie prüfen, ob der Verstorbene eine sogenannte Sterbe­geld­ver­sicherung abgeschlossen hat, mit der die Bestattung bezahlt werden kann. Hat der Verstorbene kein Geld für die Beerdigung hinterlegt, trägt der Erbe die Kosten.

    Nehmen Sie dann Kontakt mit dem gewünschten Bestattungsinstitut auf, mit dem Sie alles Organisatorische rund um die Beerdigung besprechen können.

    Die Beerdigung muss bei der Stelle angemeldet werden, die den Friedhof verwaltet (Friedhofsamt bzw. städtische Bestattungsanstalt oder Pfarramt). Nehmen Sie dazu die Beerdigungs­erlaubnis und die Sterbeurkunde vom Standesamt mit.

  • Arbeitgeber benachrichtigen

    Wenn der Verstorbene noch berufstätig war, sollten Sie sofort seinen Arbeitgeber über den Todesfall informieren und Personal­papiere inkl. Lohnsteuerkarte und Versicherungs­nachweis der Rentenversicherung anfordern. Außerdem sollten Sie sich erkundigen, ob Sie Anspruch auf Hinterbliebenenversorgung haben.

  • Versicherungen informieren

    Prüfen Sie, welche Versicherungen bestehen und bis wann der Sterbefall dort gemeldet werden muss. Vergessen Sie dabei auch die Bausparkassen nicht.

  • Wohnung/Eigentum verwalten

    Wohnte der Verstorbene allein zur Miete, kündigen die Hinterbliebenen das Mietverhältnis in der Regel spätestens am 3. Werktag nach dem Sterbedatum zum Ablauf des übernächsten Kalendermonats (üblich sind 3 Monate Kündigungs­frist). Der Hausrat muss aufgelöst und die Wohnung ggf. in den ursprünglichen Zustand gebracht werden. Nicht vergessen: Die Kaution muss vom Vermieter bzw. Eigentümer zurückgefordert werden.

    Außerdem wichtig: Auch Verträge mit dem Energieversorger sowie dem Telefon- und Internetanbieter müssen gekündigt oder auf im gleichen Haushalt lebende Angehörige umgemeldet werden.

  • Daueraufträge kündigen/Konten auflösen

    Sehen Sie nach, ob Mitgliedschaften in Vereinen, Zeitungsabonnements oder andere Dienstleistungen bestehen, und kündigen Sie diese ebenfalls. Um einen Überblick über die laufenden Kosten zu bekommen, können Sie die Konto­auszüge des Verstorbenen durchsehen. Reisen oder andere Bestellungen sollten Sie ebenfalls stornieren, wenn möglich. Auch bestehende Bankkonten sollten Sie auflösen oder umbuchen.

  • Hinterbliebenenrente beantragen

    Bei der Deutschen Rentenver­siche­rung können Sie ggf. eine Hinter­bliebenen­rente beantragen. Dazu brauchen Sie als Ehepartner die Sterbe- und die Heirats­urkunde. Hinterlässt der Verstorbene anspruchsberechtigte Kinder, kann Waisenrente beantragt werden. In diesem Fall müssen die Geburtsur­kunden der Kinder vorgelegt werden.

  • Nachlassgericht verständigen

    Hat der Verstorbene ein Testament hinterlassen, muss das Nachlass­gericht darüber informiert werden. Sollte das Testament nicht ohnehin schon amtlich verwahrt gewesen sein, müssen Sie es dort abgeben.

  • Finanzamt informieren

    Jeder Erbe, Vermächtnisnehmer, Begünstigter aus einer Lebens­versicherung oder Ähnliches (rechtlich genannt: Erwerber) ist grundsätzlich verpflichtet, das für die Erbschaftsteuer zuständige Finanzamt innerhalb von 3 Monaten über sein Erbe zu informieren (§ 30 Erbschaft­steuer­gesetz). Häufig wird das Amt auch von sich aus tätig, da es über die meisten sogenannten Erwerbs­vorgänge bereits von anderen Stellen direkt informiert wurde.

    Wenn ein Testament von einem deutschen Gericht, einem deutschen Notar oder Konsul eröffnet wird, muss die Erbschaft nicht separat dem Finanzamt gemeldet werden. Ausnahme: Es treten Zweifel über das Verhältnis des Erblassers zum Erben auf.

    Wichtig: Wird das Finanzamt nicht ordnungsgemäß informiert, kann dies als Ordnungs­widrigkeit oder sogar als Steuer­hinterziehung bestraft werden.

Zur Trauerbewältigung.

Es mag vielleicht abgedroschen klingen, aber: Geteiltes Leid ist halbes Leid. Es kann tatsächlich helfen, sich anderen Personen anzuvertrauen und mit ihnen über den schmerzhaften Verlust zu sprechen. Auch Beschäftigung kann hilfreich sein, um sich abzulenken und über die Trauer­phase besser hinwegzukommen.

Was passiert mit den Versicherungen?

Viele Versicherungen wie z. B. die Haftpflicht enden mit dem Tod. Damit bereits gezahlte Beiträge zurücker­stattet werden können, sollten Sie dem Versicherer möglichst schnell mitteilen, dass der Versicherungs­nehmer gestorben ist.

Eine Hausratversicherung erlischt 2 Monate nach dem Tod des Versicherungsnehmers, wenn die Wohnung komplett aufgelöst wird. Übernimmt der Erbe die Wohnung inklusive Einrichtung, geht die Versicherung auf ihn über. Dazu muss der Erbschein beim Versicherungs­unternehmen vorgelegt werden. Auch die Wohngebäude- und etwaige Kfz-Versicherungen werden auf den Erben übertragen. Sobald er etwa das Auto ummeldet, kann er die zugehörige Autoversicherung wechseln.

Handelt es sich um einen Unfalltod, müssen Sie die Unfallversicherung innerhalb von 48 Stunden darüber informieren, damit die Versicherungs­summe ausbezahlt wird.

Bei Lebens- und Sterbe­geld­versicherungen müssen Sie die Versicherung sofort informieren, da diese häufig die Todesursache prüfen will. Wenn Sie den Todesfall zu spät melden, kann es zu Problemen bei der Auszahlung der Versicherungs­summe kommen. Normalerweise genügt es, den Versicherer erst einmal telefonisch zu benachrichtigen. Die benötigten Unterlagen für den Nachweis des Versicherungsfalls sollten Sie kopieren und per Einschreiben an den Versicherer schicken.

Sterbeurkunde und Erbschein - wann brauche ich was?

Die vom Standesamt ausgestellte Sterbe­urkunde brauchen Sie immer - ob zum Vorlegen bei Banken, Versicherungen oder dem Finanzamt. Der relativ teure Erbschein wird vom Nachlass­gericht ausgestellt und nicht immer benötigt - z. B. dann nicht, wenn ein Testament vorhanden ist. Der Erbschein ist also hauptsächlich für Erben im Rahmen der gesetzlichen Erbfolge relevant. Denn sie brauchen das Dokument z. B. im Geschäfts­verkehr, um sich zu legitimieren.

Angehörige entlasten - was Sie im Vorfeld bereits regeln können:

Natürlich setzt sich niemand gern mit Krankheit oder Tod auseinander. Und doch ist es wichtig, sich frühzeitig damit zu befassen. So haben Sie das beruhi­gen­de Gefühl, dass für den Ernstfall alles geregelt ist.

  • Bewahren Sie wichtige Dokumente wie Geburts­urkunde, Testament etc. gesammelt an einem Ort auf und weihen Sie eine vertraute Person ein.
  • Erteilen Sie Ihren Angehörigen eine Vollmacht für Ihr Bankkonto im Todesfall, damit diese anfallende Kosten sofort begleichen können.

  • Verfassen Sie eine Patienten­verfügung und legen Sie darin fest, wie Sie behandelt werden wollen, falls Sie ins Koma fallen und keine Entscheidungen mehr treffen können.
  • Sprechen Sie mit Ihren Angehörigen über Ihre Beisetzungs­­wünsche, um ihnen so die vielen Entscheidungen rund um Ihre Beerdigung zu erleichtern.

Hinweis: Die Inhalte dieser Seite wurden von uns mit größter Sorgfalt recherchiert und erstellt. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Inhalte übernehmen wir jedoch keine Gewähr.

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