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Jeder weiß: Rauchen ist ungesund. Dennoch gelingt es vielen Rauchern nicht, den inneren Schweinehund zu besiegen und langfristig rauchfrei zu bleiben. Hier finden Sie Tipps, wie Sie mit dem Rauchen aufhören.

"Mit dem Rauchen aufzuhören, ist kinderleicht. Ich habe es schon hundertmal geschafft" - wie dem berühmten Mark Twain geht es sicherlich vielen: Sie wollen mit dem Rauchen aufhören, werden aber immer wieder rückfällig. Der Wille ist da, oft fehlt nur noch der richtige Weg.

Denn obwohl die meisten um die gesundheitlichen Gefahren und Nachteile des Rauchens wissen, schaffen sie es oft nicht, dauerhaft vom Glimmstängel loszukommen.

rauchfrei bleiben
Mit dem Entschluss Nichtraucher zu werden, ist der wichtigste Schritt bereits getan. Nun heißt es dranbleiben.

Ob es schließlich gelingt, Nichtraucher zu werden, hängt natürlich zum Großteil von der inneren Überzeugung ab. Aber auch die Wahl der Methode ist entscheidend. Während manche die Zigarette von heute auf morgen aus der Hand legen, versuchen andere den Konsum über mehrere Wochen Schritt für Schritt zu reduzieren. Gesprächstherapien, Hypnose oder Akupunktur können hier hilfreich sein. Welche Methode die richtige ist, muss dann natürlich jeder für sich selbst herausfinden. Hauptsache ist, den 1. Schritt zu wagen und zu versuchen, in Zukunft rauchfrei zu leben.

Suchtfaktor Nikotin - Warum kommen wir so schwer davon los?


Der Grund, warum es vielen Rauchern so schwer fällt, von der Zigarette loszukommen, ist das darin enthaltene Nikotin. Kein Wunder, schließlich liegt das Suchtpotenzial des Nervengifts gleich auf Platz 2 hinter Heroin. Einmal im Körper aufgenommen wird im Gehirn das Hormon Dopamin ausgeschüttet, das dem Körper Glück signalisiert. Mit jeder Zigarette denkt der Rauchende zunehmend, dass das Rauchen ihn glücklich und entspannt macht. Das körperliche Verlangen nimmt dabei schnell zu und immer mehr Nikotin wird benötigt, um keine Entzugssymptome zu bekommen.

Haben Sie erst einmal den Entschluss gefasst, dass Sie mit dem Rauchen aufhören wollen, ist der wichtigste Schritt schon getan. Wer allerdings starker Raucher ist und täglich 20 Zigaretten oder mehr konsumiert, sollte sich auf die rauchfreie Zeit mental und physisch vorbereiten. Schließlich verändert sich das Leben nach dem Rauchstopp maßgeblich und wird zumindest am Anfang häufig von Unruhe, Reizbarkeit und Unwohlsein begleitet.

In den ersten Stunden des Entzugs haben die Betroffenen oft starken Hunger oder Durst, daher sollte man unbedingt genügend Lebensmittelvorräte zuhause haben. Auch zuckerfreie Kaugummis, Tee und Wasser helfen über die ersten Entzugserscheinungen hinweg. Bevor Sie aufhören, sollten Sie sich überlegen, was Sie künftig anstelle des Rauchens tun wollen. Ein neues Hobby oder Sport lenken ab und helfen über die schwierige Anfangszeit hinweg. Meiden Sie während der ersten 2 Wochen Situationen, in denen Sie normalerweise zur Zigarette greifen würden und die Sie leicht zum Rauchen verführen können. Außerdem ist es hilfreich, ein Datum für den Rauchstopp festzulegen und bis dahin alle Rauchutensilien zu entsorgen.

Wie schwer der Entzug fällt, hängt oft vom Grad der körperlichen und psychischen Abhängigkeit ab. Aber auch bei Rückfällen sollten Ex-Raucher nicht aufgeben und es einfach noch einmal versuchen.

  • Wählen Sie eine günstige Zeit. So können ein Urlaub oder die Zeit nach einer Erkrankung, bei der Sie sowieso nicht geraucht haben, ideale Ausgangspunkte zum Abgewöhnen sein.
  • Verdeutlichen Sie sich, warum es so wichtig für Sie ist, jetzt aufzuhören. Schreiben Sie die Gründe auf eine Liste. Das kann Ihnen helfen, wenn die Motivation einmal sinken sollte.
  • Nehmen Sie sich in der Abgewöhnungsphase viel vor. Vor allem viel Bewegung regt Ihren Kreislauf an und beruhigt die Nerven. Sie beugen damit auch Entzugserscheinungen wie Kopfschmerzen oder Schwindel vor.
  • Sie können schwimmen, Radfahren oder einfach spazieren gehen. Betreiben Sie Ihre Lieblingssportart intensiver oder probieren Sie etwas Neues - zum Beispiel können Sie mit dem gesparten Zigarettengeld ein Fitnessstudio besuchen.
  • Schlafen Sie viel. Wer schläft, kann nicht rauchen. Ein entspannendes Bad am Abend hilft gegen Unruhe und Nervosität.
  • Suchen Sie sich Verbündete und erzählen Sie von Ihrer Absicht, dass Sie mit dem Rauchen aufhören wollen. Im Team geht vieles leichter.
  • Auch bei Rückfällen sollte der Entschluss aufzuhören nicht revidiert werden. Analysieren Sie genau, wie es zu dem Ausrutscher kam, damit Sie ihn künftig vermeiden.
  • Überlegen Sie, ob ein Nichtraucher-Kurs für Sie sinnvoll ist. Vielleicht können Sie jemanden aus Ihrer Umgebung motivieren, mitzumachen.

So erholt sich der Körper nach dem Rauchstopp.

Körperreaktion
(Wenn Sie zuvor mehrere Jahre geraucht haben)
Nach 20 Minuten Puls und Blutdruck normalisieren sich
Nach 8 Stunden Verbesserung des Sauerstofftransports
Nach 24 Stunden leichter Rückgang des Herzinfarktrisikos
Nach 48 Stunden Verbesserung des Geschmack- und Geruchsinns
Nach 2-3 Wochen Stabilisierung des Kreislaufs & Verbesserung der Lungenfunktion
Nach 1-9 Monaten Raucherhusten verschwindet, Infektionsgefahr verringert sich & Leistungsfähigkeit steigt
Nach 1 Jahr Halbierung des Risikos für koronare Herzkrankheiten
Nach 5 Jahren Halbierung des Lungenkrebsrisikos & Halbierung des Krebsrisikos in Mund, Rachen und Speiseröhre
Nach 10 Jahren Lungenkrebsrisiko sinkt auf Nichtraucherniveau
Nach 15 Jahren Herzinfarktrisiko sinkt auf Nichtraucherniveau

Schon gewusst?


Nur 1 Zigarette kann die Lebenszeit um 7 Minuten verkürzen. Bei 20 Zigaretten pro Tag verliert ein Raucher jedes Jahr also über 35 Tage Lebenszeit. Wer im Umkehrschluss noch heute das Rauchen aufgibt, gewinnt wortwörtlich an Lebensqualität dazu.

Neben gesundheitlichen Verbesserungen können sich Nichtraucher auch über einen deutlich dickeren Geldbeutel und Vorteile beim Abschluss einer Risikolebensversicherung freuen. Denn da profitieren Nichtraucher von einem lohnenden Beitragsvorteil. So zahlen Nichtraucher aufgrund unterschiedlicher Tarife nämlich deutlich weniger als Kunden, die regelmäßig zur Zigarette greifen.

Ein Beispiel: Ein nichtrauchender 30-jähriger Maschinenbauingenieur zahlt bei der NÜRNBERGER für seinen Versicherungsschutz in Höhe von 100.000 EUR rund 14 EUR im Monat. Ein gleichaltriger Raucher müsste dagegen fast 40 EUR monatlich bezahlen.

Aber Vorsicht: Wer fälschlicherweise angibt, Nichtraucher zu sein, riskiert viel: Kommt der Betrug ans Licht, kann die Versicherung die Zahlung verweigern. Im Ernstfall bedeutet das, dass die Hinterbliebenen schlecht versorgt sind oder mit dem abgesicherten Darlehen alleine dastehen.