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"Wann wird's mal wieder richtig Sommer?" So heißt nicht nur ein bekannter Schlager - das fragen wir uns auch, wenn sich die Sonne in den Sommermonaten mal wieder nur spärlich zeigt und das Thermometer die 20 Grad kaum übersteigt. Aber es gibt auch ein Zuviel des Guten: Temperaturen über 37 Grad Celsius sind für unseren Organismus nur schwer zu verkraften - und können für empfindliche Menschen sogar lebensgefährlich werden. Um unsere Körpertemperatur auch bei "tropischen Verhältnissen" konstant zu halten, schwitzen wir extrem und verlieren dadurch wichtige Körperflüssigkeit. Wir kühlen allerdings nicht mehr ausreichend ab, da der Schweiß kaum noch verdunsten und das an die Hautoberfläche geleitete Blut keine Wärme mehr abgeben kann.

Sonne tanken in Maßen

Sonnenstich oder Hitzeschlag - wo liegt der Unterschied?


Die beiden Begriffe "Sonnenstich" und "Hitzschlag" werden im Alltag oft synonym verwendet. Doch ein Hitzschlag kann noch wesentlich gefährlicher werden als ein Sonnenstich. Gut, wenn Sie die Symptome richtig deuten können, um schnell Abhilfe zu schaffen.

Ein Sonnenbad bei hoch­sommerlichen Temperaturen - einfach herrlich. Doch wer sich zu lange der direkten Sonne aussetzt, riskiert gesundheitliche Folgen. Denn wirkt starke Hitze z. B. auf Kopf und Nackenbereich ein, kann dies Gehirn und Hirnhaut irritieren und sogar eine ernsthafte Entzündung auslösen. Charakteristisch für den Sonnenstich sind ein roter Kopf, Unruhe sowie Nacken- und Kopfschmerzen. Auch Erbrechen und Bewusstseins­störungen sind möglich. Auffällig ist: Die Körpertemperatur eines Sonnenstich­patienten ist in der Regel nicht erhöht.

Es ist wichtig, den Sonnenstich­patienten sofort aus der Sonne zu holen und seinen Kopf mit feuchten Tüchern zu kühlen. Gegen starke Kopfschmerzen kann ein Schmerzmittel aus der Apotheke gegeben werden. Auch hilft es, wenn der Oberkörper leicht erhöht liegt. Sofern der Patient bei klarem Bewusstsein ist, sollte er außerdem etwas trinken, am besten Wasser oder Apfelschorle. Holen Sie ärztlichen Rat ein, um einen lebens­gefährlichen Hitzschlag auszuschließen. Liegt starkes Erbrechen vor oder sogar apathische Zustände, bringen Sie den Betroffenen am besten sofort ins Krankenhaus oder verständigen den Notarzt.

Einen Hitzschlag muss fürchten, wer sich bei hohen Temperaturen über die Maßen körperlich anstrengt. Dabei erhöht sich im Gegensatz zum Sonnenstich die Körpertemperatur bis auf 40 Grad Celsius und mehr - was lebens­bedrohlich sein kann. Krämpfe, Halluzinationen und Bewusstseins­trübungen, aber auch Mattheit sind typische Anzeichen dafür. Der Patient zeigt außerdem einen schnellen Puls, tiefen Blutdruck und trockene, heiße Haut. Bei Verdacht auf Hitzschlag bringen Sie den Betroffenen sofort aus der Hitze und rufen Sie den Notarzt. Kühlen Sie seinen ganzen Körper mit feuchten Tüchern und kontrollieren Sie Atmung und Bewusstsein. Leisten Sie im Notfall Erste Hilfe.

So lassen sich Hitzeschäden vermeiden:

  • Halten Sie sich nicht länger als 30 Minuten in der heißen Sonne auf.
  • Vermeiden Sie körperliche Anstrengung bei heißen Temperaturen.
  • Achten Sie bei längeren Aufenthalten in der Sonne darauf, zwischendurch immer wieder in den Schatten zu wechseln.
  • Tragen Sie immer eine helle Kopfbedeckung, wenn Sie länger der Sonne ausgesetzt sind.
  • Trinken Sie ausreichend - an heißen Tagen braucht ein Erwachsener mindestens einen halben Liter Wasser zusätzlich.
  • Achten Sie darauf, dass sich Räume nicht zu sehr aufheizen, z. B. durch geschlossene Jalousien, Klimaanalage oder Ventilatoren.
  • Tragen Sie lockere, luftige Kleidung.

Im Urlaub zieht es viele Menschen in südliche Gefilde. Denn hier ist wenigstens noch Verlass auf hochsommerliche Temperaturen. Doch die Sonne z. B. in den Tropen oder auch in Südeuropa ist nicht zu unterschätzen. Ein heftiger Sonnenbrand, Sonnenstich oder gar Hitzschlag ist dort schnell passiert. Und in schweren Fällen ist der Gang zum Arzt oder gar ins Krankenhaus unvermeidlich. Mit der Auslands­kranken­versicherung sind Sie auf der sicheren Seite und erhalten weltweit die beste medizinische Versorgung.

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