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Beamte erhalten für ihre Dienste eine Pension. Doch auch die Beamtenversorgung ist oft nicht ausreichend. Wir zeigen, wie Sie Versorgungslücken schließen.

Als Staatsbediensteter unterscheidet sich Ihre Alterssicherung zu der von Angestellten. Die Beamtenversorgung "ist ein zentraler Baustein für die Attraktivität des Öffentlichen Dienstes", wie das Bundesinnenministerium betont. Sie wird für Beamte des Bundes vom Bund getragen. Die Länder kümmern sich um die Versorgung der Landesbeamten und der Beamten in den Kommunen.

Im Gegensatz zur gesetzlichen Rentenversicherung deckt die Beamtenversorgung außerdem die betriebliche Zusatzsicherung ab. Somit bleibt von den 3 Säulen der Alterssicherung nur noch die private Vorsorge übrig. Mit privaten Zusatzversicherungen schließen Sie bestehende Versorgungslücken in der Beamtenversorgung - vor allem im Falle einer Dienstunfähigkeit.

Beamtenversorgung Dienstunfähigkeitsversicherung
Die Beamtenversorgung bietet keinen Rundum-Schutz, private Vorsorge muss sein.

Generell gilt: Die Beamtenversorgung zahlt die Versorgungsbezüge nicht nur beim Erreichen der Altersgrenze, sondern auch bei Dienstunfähigkeit oder -unfall. Weiterhin erhalten die Hinterbliebenen nach dem Tod des Beamten beziehungsweise Ruhestandsbeamten Sterbegeld sowie Waisen- und Witwengeld.

Jeder 6. Versorgungsfall wegen Dienstunfähigkeit.

Aufgrund von Dienstunfähigkeit bezogen 2014 etwa 9.900 Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes erstmals Ruhegehalt. Damit war rund jeder 6. neue Versorgungsfall auf Dienstunfähigkeit zurückzuführen.

Wenn Sie als Beamter in den Ruhestand versetzt werden, erhalten Sie Ihre Versorgungsbezüge. Dies geschieht, wenn Sie die Regelaltersgrenze erreichen. Dieser Grenzwert wird von 2012 bis 2031 schrittweise von 65 auf 67 Jahre angehoben. Für Berufssoldaten, Polizisten, Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und Justizvollzugsbeamte gelten niedrigere Altersgrenzen.

Im Falle einer Schwerbehinderung oder Dienstunfähigkeit können Sie das Ruhegehalt mit Abschlägen auch früher beziehen, etwa nach Vollendung des 63. Lebensjahres. Für die Berechnung des regulären Ruhegehalts sind Ihre Dienstbezüge der letzten zwei Jahre vor der Pensionierung entscheidend. Sie werden mit dem Ruhegehaltsatz, der Ihre Dienstzeit widerspiegelt, multipliziert. Bei mindestens 40 abgeleisteten Dienstjahren liegt der Satz bei maximal 71,75 %.

Können Sie als Beamter auf Lebenszeit aus gesundheitlichen Gründen oder aufgrund Ihres körperlichen Zustands dauerhaft Ihre beruflichen Pflichten nicht mehr erfüllen, sind Sie dienstunfähig. Ein Kriterium hierfür kann sein, dass Sie innerhalb von 6 Monaten nicht mehr als 3 Monate Ihren Dienst tun können und keine Aussicht besteht, dass Sie innerhalb der nächsten 6 Monate wieder dienstfähig werden.

Es gibt jedoch eine Bedingung: Der Dienstherr prüft vorher, ob ein anderweitiger Einsatz möglich wäre oder ob Sie Ihre bisherigen Aufgaben nicht mindestens zur Hälfte der regulären Arbeitszeit erfüllen könnten. In diesem Fall spricht man von einer "begrenzten Dienstunfähigkeit". Trifft all dies nicht auf Sie zu, wird Ihnen wegen Dienstunfähigkeit das Ruhegehalt ausbezahlt, allerdings mit Abschlägen von bis zu 10,8 %.

Sie können auch durch eine sogenannte Dienstbeschädigung dienstunfähig werden. Damit sind Verletzungen und sonstige Beeinträchtigungen Ihrer Gesundheit gemeint, die Sie sich selbst ohne grobes Eigenverschulden im Dienstbereich zuziehen und die zu Krankheit und daraufhin zu Dienstunfähigkeit führen. Dies wäre beispielsweise der Fall, wenn Sie im Büro einen schweren Karton anheben, sich einen Muskel zerren und daraus eine schwerwiegende Rückenverletzung entsteht. Werden Sie hingegen durch äußere Einwirkung verletzt, etwa durch das Fahrzeug eines Kollegen, handelt es sich um einen Dienstunfall. Hier greift die Unfallfürsorge in der Beamtenversorgung und Sie erhalten Unfallruhegehalt. Der Ruhegehaltssatz liegt zwischen 66 und 75 %. Beim normalen Ruhegehalt beträgt der Satz maximal 71,75 %.

Als Voraussetzung für die Auszahlung von Bezügen wegen Dienstunfähigkeit gilt eine minimale Dienstzeit von 5 Jahren. Doch auch Beamte auf Probe haben Anspruch auf Versorgung, wenn sie durch Dienstbeschädigung oder -unfall dienstunfähig werden. Tritt die Dienstunfähigkeit wegen anderer Gründe ein, z. B. durch eine Erkrankung, ist eine Versetzung in den Ruhestand eine Ermessensentscheidung. Dabei werden u. a. die Art der Erkrankung und die Bedürftigkeit des Betroffenen nach strengen Kriterien bewertet.

Bei einem negativen Bescheid wird der Beamte auf Widerruf oder Probe entlassen und verliert somit die Ansprüche aus der Beamtenversorgung. Er wird zwar in der gesetzlichen Rentenversicherung nachversichert, aber auch dort gilt eine Wartezeit von 5 Jahren, bevor Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente besteht. Daher würde Ihnen als Betroffener nur die private Dienstunfähigkeitsversicherung Schutz bieten.

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Die Beamtenversorgung ist kein Rundum-Sorglos-Paket des Bundes und der Länder. Es können sich schnell Versorgungslücken auftun, die für Sie gravierende Folgen haben, vor allem im Bereich der Dienstunfähigkeit. In den ersten 5 Dienstjahren besteht generell noch kein Anspruch auf Ruhegehalt. Zudem hat der Gesetzgeber die Beamtenversorgung durch neue Abschläge in den vergangenen Jahren immer weiter eingeschränkt.

Der Versorgungsabschlag wurde 1998 eingeführt und schrittweise ausgeweitet. Seitdem verringert sich das nach den allgemeinen Regelungen berechnete Ruhegehalt für jeden Monat des vorgezogenen Ruhestands um 0,3 %. Wer also zwei Jahre früher in den Ruhestand treten möchte, muss ein Minus von 7,2 % hinnehmen. Diese Neuregelung hat u. a. dazu geführt, dass die Versetzungen in den vorzeitigen Ruhestand aufgrund von Dienstunfähigkeit stark zurückgegangen sind. 2014 wurden so wenige Lehrkräfte wie noch nie wegen Dienstunfähigkeit in den Ruhestand versetzt. Nur 11 % der in diesem Jahr pensionierten Lehrer waren dienstunfähig. Von 1993 bis 2001 traf dies jedes Jahr noch auf über die Hälfte der neuen Pensionäre zu. Ist Ihr Dienstherr der Ansicht, dass Sie trotz Erkrankung zumindest noch begrenzt dienstfähig sind, bedeutet das spürbare finanzielle Einbußen für Sie. Die Besoldung erfolgt nämlich nur auf Basis der reduzierten Arbeitszeit. Sie entspricht aber mindestens dem Niveau des Ruhegehalts, das Sie wegen Dienstunfähigkeit erhalten hätten. Eventuell müssen Sie also Teilzeit arbeiten, erhalten dafür aber nur das reduzierte Ruhegehalt.

Private Vorsorge durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung hilft Ihnen in solchen Fällen, Versorgungslücken zu schließen und Ihren gewohnten Lebensstandard zu bewahren. Ganz entscheidend ist dabei, dass der BU-Versicherer eine spezielle Dienstunfähigkeitsklausel anbietet. Nur so ist der volle Versicherungsschutz bei Dienstunfähigkeit möglich.

Der Grund: Dienstunfähigkeit bedeutet nicht zwangsläufig auch Berufsunfähigkeit. So könnte ein Versicherer der Meinung sein, dass Sie durchaus einen anderen Beruf mit vergleichbarem Prestige ausüben können. Dank einer Dienstunfähigkeitsklausel ist sichergestellt, dass die vom Dienstherrn festgestellte Dienstunfähigkeit bei der Versicherung als Berufsunfähigkeit anerkannt wird.

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Der Staat hat in den vergangenen Jahren die Beamtenversorgung immer weiter eingeschränkt. Dadurch ergeben sich Versicherungslücken, die nur durch eine private Vorsorge geschlossen werden können. Gerade ein Schutz bei Dienstunfähigkeit wird dringend angeraten. Beamte auf Probe beziehungsweise Beamte auf Widerruf profitieren bei der DU-Versicherung dank ihres Alters und in der Regel guten Gesundheitszustands von besonders günstigen Konditionen. Auch als Beamter auf Lebenszeit wächst die DU-Versicherung mit Ihnen und lässt sich an höhere Besoldungsstufen, Karrierewechsel im Öffentlichen Dienst oder an eine geänderte familiäre Situation wie Heirat oder Geburt eines Kindes anpassen.

Dienstunfähigkeitsversicherung