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Temperaturen über 30° C sind am Baggersee wunderbar. Anders ist es, wenn die Wohnung einem Backofen gleicht und die Konzentration bzw. der Schlaf leidet. Doch auch ohne Klimaanlage gelingt es, das Zuhause angenehm kühl zu halten.

Ventilator statt Klimaanlage.

Ob größere Ausführung oder mobiles Kleingerät: Eine Klimaanlage verbraucht kontinuierlich Strom, sodass neben der Anschaffung auch laufende Energie­kosten entstehen. Übrigens: Laut der Deutschen Energieagentur (dena) verbraucht ein durchschnittlich großes Raumklima­gerät im Monat so viel Strom wie eine Kühl- und Gefrierkombination in einem Jahr. Zudem muss bei Block- und Kompaktgeräten die Abluft über einen Schlauch nach außen transportiert werden. Das geht nur durch ein geöffnetes Fenster oder eine Tür, was wiederum ein gewisses Sicherheitsrisiko birgt. Dagegen bringt ein Stand­ventilator frischen Wind und ist eine günstige Alternative zum Klimagerät. Der beste Platz dafür ist rückseitig vor dem Fenster, sodass die kühlere Luft in den Abendstunden in die Wohnung transportiert werden kann.

So bleibt die Hitze draußen.

Grundsätzlich gilt: Wenn die Sonne direkt ins Gebäude scheint, erwärmen sich die Innen­räume am stärksten. Insbesondere, wenn Fenster und Türen offenstehen. Hier ist eine Beschattung von außen besonders wichtig, damit die Wärme erst gar nicht hineingelangt.

kühler Kopf

Kühler Kopf, wenn die Sicherung raucht.

Mit der Elektronik-Zusatzdeckung der NÜRNBERGER Hausratversicherung können Sie übrigens gelassen bleiben, wenn z. B. bei Ihrer Klimaanlage die Sicherung durchgebrannt ist.

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Tipps gegen Hitze in der Wohnung.

  • Verschattung von außen.

    Am effektivsten ist ein heller, außen angebrachter Sonnenschutz, etwa eine Jalousie oder ein Sonnensegel, der die Wärme und das Licht reflektiert. Auch Bäume und Sträucher, die in einiger Entfernung zum Fenster gepflanzt sind, halten über das Laub die Hitze draußen. Da diese im Winter die Blätter verlieren, scheint die Sonne in der kalten Jahreszeit ungehindert in die Wohnräume.

  • Verschattung von innen.

    Jalousien und Plissee-Faltstores sind für den Hitzeschutz von innen eine gute Lösung. Damit senken Sie den Hitzeeinfall immerhin um etwa 25 %. Praktisch: Die Lamellen können Sie dabei flexibel einstellen, sodass Sie auf Tageslicht nicht verzichten müssen.

  • Lüften, wenn die Luft noch kühler ist.

    Fenster und Türen sollten tagsüber möglichst geschlossen bleiben. Denn heizt sich die Wohnung samt Wänden und Mobiliar erst einmal auf, wird es schwer, die Temperatur wieder zu senken. Lüften Sie am besten nachts oder am frühen Morgen, wenn die Luft draußen noch kühler ist.

  • Elektrogeräte ausschalten.

    Viele Haushaltsgeräte geben eine nicht unbeträchtliche Menge Abwärme an die Luft ab. Was im Winter Heizkosten spart, lässt uns im Sommer schwitzen. Hier hilft nur: Stecker raus. Trennen Sie Computer, Licht, Fernseher und Steckerleisten vom Strom, wenn Sie diese nicht verwenden. Das senkt nicht nur die Temperatur, sondern auch die Energiekosten.

  • Sonnenschutzfolie.

    Für Fensterflächen gibt es spezielle Sonnenschutzfolien. Diese halten nicht nur die Hitze von der Wohnung fern, sondern reduzieren auch die eindringende UV-Strahlung. So schützen Sie Ihre Wohnung vor unangenehm hohen Temperaturen und Ihre Möbel sowie Accessoires vor dem frühzeitigen Ausbleichen. Die Folien sind transparent und absorbieren bis zu 78 % der Wärmeeinstrahlung.

  • Bettlaken-Trick.

    Nutzen Sie die Verdunstungskälte, die beim Verdampfen von Flüssigkeiten entsteht, und hängen Sie feuchte Tücher oder Bettlaken im Raum auf. Zum Beispiel vor das Fenster oder über 2 Stühle. Noch wirkungsvoller ist es, wenn der entstehende Dampf gleich durch einen trockenen Luftzug abtransportiert wird, damit weitere feuchte Luft verdunsten kann. Ein Ventilator sorgt hier für die entsprechende Luftzirkulation.

  • Teppiche verbannen.

    Lose und schwere Teppichböden räumen Sie im Sommer am besten weg. Diese wirken wie eine Wärmedämmung und verhindern, dass der Boden Wärme aufnimmt.

Hitzevergleich: Stadt vs. Land.


Wer in der Stadt lebt oder arbeitet, leidet im Sommer besonders unter der Hitze. Die Straßen und Häuserwände speichern die Wärme in ihren Steinmassen und geben sie in der Nacht nur langsam wieder ab. Dagegen sinken die Temperaturen auf dem Land in der Ruhephase deutlich schneller, da der natürliche Boden die Wärme schlechter speichert.

Gute Nacht - trotz Hitze.

Wenn man erst einmal eingeschlafen ist, stört die Hitze nach Ansicht von Schlafexperten nicht mehr. Schön und gut. Doch wie findet man in den Schlummer, wenn sich die Temperatur unerträglich anfühlt?

  • Experten raten zu leichter Bekleidung aus synthetischen Materialien, da diese Feuchtigkeit und Hitze vom Körper wegtransportieren.
  • Legen Sie die Nachtwäsche oder das Bettlaken in einer Kunststofftüte ins Eisfach. Die Kälte erfrischt angenehm und hilft dem Körper, die Temperatur zu senken, bis Sie eingeschlafen sind.
  • Als kühlende Erfrischung hilft auch eine Wärmflasche mit kaltem Wasser, die man einfach zwischen die Oberschenkel legt. Die Kälte verteilt sich dann über die Blutbahn gleichmäßig im ganzen Körper.
  • Wenn duschen, dann lauwarm. Denn kaltes Wasser bringt den Kreislauf erst richtig in Schwung.

Richtig lüften im Sommer.

Wegen der höheren Luftfeuchtigkeit ist gerade im Sommer Stoßlüften angesagt. Und das für mindestens 25 bis 30 Minuten, um einen vollständigen Austausch der verbrauchten Luft zu ermöglichen. Durch die warmen Temperaturen und die hohe Luftfeuchtigkeit findet der Austausch nicht so schnell statt wie in den kalten Wintermonaten.

Checkliste: So bleibt die Hitze draußen.

  • Für Verschattung von außen oder wenigstens von innen sorgen.
  • Nachts oder am frühen Morgen lüften. Ansonsten: Fenster und Türen zu.
  • Überflüssige Elektrogeräte ausstecken.
  • Ventilatoren als energiefreundlichere Alternative zum Klimagerät verwenden.
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