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Tipps für die Vereinshomepage.

Die schöne Anlage, das gesellige Vereinsleben und sportliche Erfolge lassen sich auf einer Vereins­homepage gut in Szene setzen. Als "digitale Visitenkarte" des Vereins trägt die Webseite nicht nur zur Bindung der Mitglieder, sondern auch zur Akquise neuer Spielerinnen und Spieler bei. Denn in Zeiten der modernen Kommu­nikation sind Google und Co. für viele die erste Anlaufstelle bei der Suche nach einem neuen Verein.

"Eine Webseite ist meiner Meinung nach unerlässlich!"

Eine, die sich mit der Programmierung und Gestaltung von Webseiten auskennt, ist die ehemalige WTA-Spielerin Jasmin Wöhr. Als Autodidaktin hat sie sich während ihrer sportlichen Karriere das 1x1 des Webdesigns angeeignet und zahlreiche Homepages gestaltet. Im Interview verrät sie, wie Vereine mit einfachen Mitteln zu einem gelungenen Auftritt im World Wide Web kommen.

Vita.

Als Bundestrainerin des Deutschen Tennis Bundes ist Jasmin Wöhr (38) für den weiblichen Nachwuchs zuständig. Das Tätigkeitsfeld der lizenzierten A-Trainerin umfasst die Planung und Durch­führung von Lehrgängen am Bundesstützpunkt in Stuttgart-Stammheim sowie die individuelle Betreuung der Talente bei Turnieren im In- und Ausland. Dabei gibt sie die Erfahrungen, die sie während ihrer 18 Jahre dauernden Karriere im interna­tionalen Spitzentennis und bei den Einsätzen im Fed Cup gesammelt hat, gerne weiter.

Neben dem Tennis spielt das Web­design in Jasmin Wöhrs Leben eine Rolle. Ihre Begeisterung für Design und Fotografie hat sie während ihrer Zeit als WTA-Spielerin dazu inspiriert, sich Kenntnisse im Programmieren von Webseiten anzueignen. Der Gestaltung der eigenen Homepage folgten externe Aufträge, unter anderem von ihren "Profi-Kollegen" Anna-Lena Grönefeld und Michael Berrer.

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Interview Jasmin Wöhr

Jasmin Wöhr im Interview mit der NÜRNBERGER.

Warum ist es für einen Tennisverein wichtig, sich auf einer Homepage zu präsentieren?

Heutzutage ist das Internet die wichtigste Informationsquelle überhaupt. Sind also potenzielle Neumitglieder auf der Suche nach einem Ansprechpartner im Verein, wollen sich nach der genauen Adresse erkundigen oder sich einen ersten Eindruck über die Anlage verschaffen, werden sie mit großer Wahrschein­lichkeit zunächst über Google oder andere Suchmaschinen gehen. Um hier präsent zu sein und den interessierten Tennisspielern - aber auch den bereits vorhandenen Mitgliedern - einen bestmöglichen Service zu bieten, ist eine Webseite meiner Meinung nach unerlässlich!

Wie können denn Vereinsvertreter mit wenig Programmiererfahrung trotzdem eine ordentliche Vereinshomepage aufbauen?

Grundsätzlich schadet es natürlich nicht, sich etwas in die Materie einzulesen. Aber es gibt mittlerweile einige Systeme, die leicht verständlich sind und zu denen man auch zahlreiche Anleitungen im Internet findet. Hier kann ich zum Beispiel das Content-Management-System Wordpress empfehlen. Dieses wird von vielen Vereinen, aber auch Unternehmen genutzt, bietet viele Gestaltungs­möglichkeiten und ist dabei aber einfach zu verstehen.

Welche Informationen sollte so eine Vereinswebseite auf jeden Fall enthalten?

Die Inhalte sind natürlich stark von der Größe des Vereins abhängig. Ein kleiner Club, der ausschließlich auf ehren­amtlicher Basis arbeitet, wird sicherlich nicht so viel Zeit in die Pflege der Homepage investieren können wie die größeren Vereine. Das ist aber gar nicht schlimm, denn auch mit kleinen Mitteln und wenig Aufwand kann man sich und seine Abteilung gut im Internet präsentieren. Es reicht schon eine kleine "Visitenkarte" des Clubs, also ein schönes Foto von der Anlage und dazu die wichtigsten Fakten wie Kontakt­personen, Anschrift, Trainingszeiten usw. Diese Daten sollten dabei einfach und deutlich auffindbar sein.

Welche Inhalte sind außerdem interessant?

Es ist natürlich schön, wenn es eine Art Newsfeed gibt, in dem der Verein zum Beispiel über die aktuellsten Punkt­spielergebnisse, bevorstehende Turniere oder auch Clubfeiern berichtet. Die Texte müssen nicht immer wahnsinnig umfangreich sein, manchmal reicht auch eine Art Kurzmeldung - Haupt­sache, der Feed ist aktuell und wird regelmäßig upgedatet! Denn wenn eine Homepage nicht lebendig ist und keine neuen Inhalte hergibt, wird sie natürlich auch weniger besucht. Außerdem finde ich es immer gut, wenn ein Verein auf seiner Homepage die eigenen Mannschaften kurz vorstellt. Hier empfehle ich ein Gruppenfoto mit einer Namensliste der einzelnen Spielerinnen oder Spieler. Das ist nicht sehr aufwendig, vermittelt aber dennoch, dass es ein aktives Vereinsleben gibt!

Sollte sich ein Verein in der Zeit der Sozialen Netzwerke nicht eher bei Instagram & Co. aufstellen, als eine Vereinshomepage zu bauen …?

Das eine schließt das andere nicht aus! Klar, die Sozialen Netzwerke werden vor allem für jüngere Zielgruppen immer wichtiger und für die Tennisvereine ein zunehmend stärkeres Instrument zur Kommunikation. Dennoch sollte auch die klassische Homepage nicht vernachlässigt werden, denn sie ist nach wie vor ein Aushängeschild des Vereins. Man kann hier mittels Plug-ins ganz wunderbare Kombina­tionen schaffen. So ist es zum Beispiel möglich, den Twitter- oder Instagram-Feed des Vereins auf der Homepage einzubauen - so erreicht man auf einer Plattform Mitglieder jeden Alters. Diese Feeds sind relativ leicht zu programmieren und zeigen dann ganz automatisch immer die aktuellsten Tweets oder Posts an.

Mehr zum Thema.

VIBSS, das Vereins-, Informa­tions-, Beratungs- und Schulungs­system des Landessportbunds Nordrhein-Westfalen, gibt zahlreiche Informationen zum Auftritt von Sportvereinen im Internet. Unter anderem werden Fragen rund um die technische Basis des Webauftritts beant­wortet. Zusätzlich werden Tipps für einen Themenworkshop rund um die Erstellung oder den Relaunch einer Vereinshomepage gegeben.

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