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Der Business Tower gehört seit vielen Jahren zur Silhouette Nürnbergs. Erfahren Sie mehr über das zweithöchste Büro­gebäude Bayerns.

Alles begann mit einem Architekturwettbewerb, den die NÜRNBERGER Versicherung zum Bau des neuen Firmenhauptsitzes ausgeschrieben hatte. Die Aufgabe war herausfordernd: 100.000 m² Fläche, ca. 4.500 Arbeitsplätze, ein Betriebskasino, eine Druckerei, zahlreiche Konferenz- und Tagungsräume, ein Materiallager, eine Tiefgarage mit mindestens 1.000 Stellplätzen sowie ein großzügiger Innenhof mit Gartenanlage und See sollten realisiert werden. Von 1996 bis 2000 dauerte die Bauphase - am 12. Oktober 2000 wurde der Gebäudekomplex feierlich eingeweiht. Besonderes Highlight der neuen NÜRNBERGER Generaldirektion ist der Business Tower.

Daten
Ausschreibung Architekturwettbewerb Oktober 1992
Beginn der Bauphase 03.06.1996
Fertigstellung 12.10.2000
Höhe 135 m
Höhe bis zur Spitze 163 m
Durchmesser 32,5 m
Nutzfläche 3,2 ha
Baukosten 204.520.000 EUR
Architekten Dürschinger & Biefang und Architekten­büro Spengler

Der Bau des Business Tower Nürnberg.

110 Entwürfe und Modelle wurden für die neue Hauptverwaltung aus dem gesamten Bundesgebiet eingereicht. Am 19. März 1993 vergab die Fachjury einen 1. Preis für den Entwurf der Architekten Peter Dürschinger & Friedrich Biefang, Ammerndorf. Dieser Entwurf überzeugte Bauherrn und Preisrichter durch sein in sich schlüssiges Konzept von hoher stadträumlicher und architektonischer Qualität.

Der Business Tower Nürnberg (BTN) steht auf Sandsteinfels. Zwischen der Bodenplatte aus Beton und dem festen Grund liegen allerdings etwa 20 Meter Sand. Damit das Gesamtgewicht des Turmes von fast 50.000 Tonnen getragen werden kann, wurde eine kombinierte Pfahl-Platten-Gründung gewählt. Das Hochhaus ruht somit auf 52 Betonbohrpfählen mit einem Durchmesser von bis zu 1,30 Meter und einer maximalen Länge von 22 Meter sowie einer 1,50 Meter dicken Bodenplatte.

Während der gesamten Bauzeit wurden die Verformungen kontrolliert und mit den Berechnungen verglichen. Dabei wurden die rechnerischen Grenzwerte nicht erreicht - der Turm setzte sich nur um ungefähr 20 Millimeter.

Zur Gewährleistung der Tragfähigkeit des Gebäudes und der "Behaglichkeit" der darin arbeitenden Menschen bei Sturm - gerade in den obersten Etagen - wurde auf einen wirklichkeitsnahen Ansatz der Windbelastung großer Wert gelegt. Grundlage waren Messwerte des Deutschen Wetterdienstes. Danach wurden die Bauteilabmessungen bestimmt. Schwingungsberechnungen ergaben, dass die dynamischen Reaktionen des Hochhauses das Wohlbefinden der Mitarbeiter nicht beeinträchtigen.
Die stützenden Säulen tragen zusammen mit dem Kernbereich die Gebäudelast. Die Säulen verjüngen sich ihrer Beanspruchung entsprechend nach oben hin von 90 Zentimeter bis auf 30 Zentimeter Durchmesser.

Erstmals in Deutschland wurde ein neuartiges "selbstkletterndes" Schalungssystem für die Kernwände eingesetzt. Ein Stahlgerüst von 230 Tonnen Gewicht war mit einem Hydraulikaggregat versehen, das die gesamte Plattform innerhalb von einer Stunde um ein Stockwerk nach oben klettern ließ. Dieses Gerüst war nicht nur Wandschalung, sondern gleichzeitig Arbeitsbühne, Absturzsicherung, Witterungsschutz und Werbefläche. Die außen an den Kern anschließenden Nutzflächen wurden mit 4 Stockwerken Unterschied hergestellt. Auf diese Weise konnte an allen Bauteilen gleichzeitig gearbeitet werden und der Turm wuchs tatsächlich um ein ganzes Geschoss pro Woche.

Die Hülle des Business Towers ist eine doppelschalige Fassade. Geschosshohe Einzelelemente von 2,30 Meter Breite und 3,40 Meter Länge wurden bereits vorgefertigt an die Baustelle "just in time" geliefert. Die gesamte Fassadenmontage konnte ohne aufwendige Außengerüste ausgeführt werden. An vormontierten Konsolen wurden die Elemente am Baukörper eingehängt und miteinander gekoppelt. Nur durch diese Konstruktionsweise war die schnelle Montagegeschwindigkeit von einer Etage pro Woche möglich.

Die doppelschalige Fassade erlaubt trotz der Gebäudehöhe viele Monate pro Jahr eine "natürliche Lüftung" durch die Fenster. Der Sonnenschutzbehang hinter der Fassadenaußenschale bleibt auch an windigen Tagen und in größeren Höhen vollständig wirksam. Die natürliche Wirkungsweise der doppelschaligen Fassade ermöglicht wirtschaftliche haustechnische Anlagen. Der Fassadenzwischenraum kann strömungstechnisch durchlüftet werden und ist für Wartungs- und Reinigungszwecke begehbar. Eine Reinigungsgondel gewährleistet eine effektive Außenreinigung.

Die Fotofreunde Hilpoltstein waren im September 2016 zu Besuch im BTN und haben ihre Eindrücke fotografisch festgehalten.
> Hier geht's zur Galerie.

Schöne Aussichten.

Die Generaldirektion.



Erfahren Sie im Video Einzelheiten zu unserem Hauptsitz mit dem Business Tower Nürnberg.