Christoph Willibald Gluck, in Erasbach bei Neumarkt geboren, setzte sich über die musikalischen Standards des 18. Jahrhunderts hinweg und ging als Opernreformer in die Geschichte ein. Die Internationalen Gluck-Festspiele spannen den Bogen in die Gegenwart und versuchen, Gluck auch für "Opern-Muffel" und "Klassik-Neueinsteiger" interessant zu machen.

Gluck für alle.

"Die Internationalen Gluck-Festspiele richten sich an Fans klassischer Musik und entdeckungsfreudige Kultur­inte­ressierte jeden Alters. Sie stellen seit 2005 eine wertvolle Bereicherung der regionalen Kultur­szene dar, was auch mit Blick auf die Bewerbung Nürnbergs um den Titel Kulturhauptstadt Europas 2025 von Bedeutung sein kann", erläu­tert Hans-Peter Schmidt, Initiator der Festspiele und Vorsitzender des Stiftungsrats der Stiftung NÜRNBERGER Versicherung. Auftakt und Ende der 18-tägigen Veranstal­tungs­reihe bildet das feierliche Gala-Konzert "Von großen Gefühlen, Glück und Verhängnis", das am 27. Juni im Opernhaus des Staatstheaters Nürnberg und am 14. Juli im Markgräf­lichen Opernhaus zu Bayreuth gegeben wird.

Tafelhalle Nürnberg wird zum Festspielzentrum.

Zwischen diesen beiden Terminen finden in weiteren 7 Städten der Euro­päischen Metropolregion Nürnberg Vorstellungen, Konzerte und Lesungen statt. Unter den Spielstätten nehmen die Tafelhalle Nürnberg und der Festspiel-Partner KunstKulturQuartier Nürnberg eine besondere Rolle ein. Das ehemalige Fabrik­gelände wird zu einer Gluck-Werkstatt, die ganz verschiedene Zugangswege zum umfangreichen Werk dieses Kompo­nisten eröffnet - mit den literarisch-musikali­schen Premieren "Ritter Gluck revisited" und "Eurydike & Orpheus", der inszenierten Lesung "Die Nachtigall des Zaren", dem Jazz-Konzert "Gluck goes Bigband" und den sphärischen Klängen einer Glasharfe bei "GluckVibration!". Das experimentelle Musiktheater-Projekt "Gesucht: Iphigenie", das in Kooperation mit "pfütze jungeMET" umgesetzt wird, richtet sich vor allem an Jugendliche ab 12 Jahren.

Besondere Angebote für ein junges Publikum.

Neben "Gesucht: Iphigenie" umfasst das Kaleidoskop der Internationalen Gluck-Festspiele weitere Veranstal­tungen, die sich für Kinder und Jugendliche eignen. Beim Familien­konzert "Im Reich der Schatten" werden im Redouten-Saal Erlangen und in der Tafelhalle Nürnberg die schöns­ten Passagen aus Glucks Oper "Orpheus und Eurydike" für zukünftige Opernfans leicht nachvollziehbar dargeboten. Verankert in der Club- und Partykultur unserer Zeit - und damit bestens für Teenager und junge Erwach­sene geeignet - ist die elektronische Tanz-Opern-Nacht "Don Juan Techno Club" in der Katha­rinenruine Nürnberg. Das Kooperationsprojekt mit dem KunstKulturQuartier lässt die Emotionalität der existenziellen Sinnsuche durch Musik, Rhythmus und Körpersprache erlebbar werden und verdeutlicht darüber hinaus Glucks Einfluss auf Wolfgang Amadeus Mozart.

Deutsche Erstaufführung der Oper "Antigono".

Einen eher klassischen Zugang zur Barockmusik bieten der Konzertabend "Heroes in Love" im Stadttheater Fürth, das Kammermusikkonzert "Harmonie" im Gluck-Saal des Staatstheaters Nürnberg, das Schloss­gartenkonzert "Gluckliche Reise - Ein Komponist zieht durch Europa" vor der Orangerie in Erlangen und die deutsche Erstaufführung der Oper "Antigono" im Markgräflichen Opernhaus Bayreuth. Die konzertante Aufführung verspricht durch die Countertenöre Valer Sabadus, Samuel Marino und Terry Wey ein ganz besonderes Klangerlebnis. Die Vorliebe für die Reinheit und Eleganz der hohen männlichen Stimmlagen in der Musik des 18. Jahrhunderts thematisiert das unter dem Titel "Die andere Stimme" stehende öffentliche Symposium der Internationalen Gluck-Forschungsstelle Salzburg. Es schließt im Theatercafé der Tafelhalle Nürnberg mit einem Round Table ab und schlägt auch die Brücke zur modernen Rock- und Popmusik.

Weitere Informationen zu den Internationalen Gluck-Festspielen bekommen Sie unter gluck-festspiele.de.