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Im Zuge der Entwicklung und Umset­zung ihrer Nachhaltigkeits­strategie hat sich die NÜRNBERGER Versicherung nach einem großen sozialen Projekt umgesehen, das sie auf vielfältige Weise unterstützen und stark machen kann.

Glücksmomente bereiten.

Ausgewählt wurde die Zusammen­arbeit mit dem Bundesverband Kinderhospiz e. V. Unter dem Motto "Das Leben feiern" bietet dieser Rückhalt und Unterstützung für weit über 40.000 Familien in Deutschland, die ein lebensverkürzend erkranktes Kind haben.

Kinderhospizarbeit.

In Deutschland sind wesentlich mehr Menschen mit dem Thema "Kind und Sterben" konfrontiert als allgemein angenommen, siehe YouGov-Studie.

Kinderhospizarbeit fokussiert sich auf die betroffene Familie, aber auch auf das gesamte soziale Umfeld des betroffenen Kindes, beispielsweise Erzieher, Mitschüler, Trainer und Nach­barn. Dieser systemische Ansatz und die Tatsache, dass die Unterstützung ab Beginn der Diagnose einsetzt und sich bis in die Trauerzeit erstreckt, sind wesentliche Unterscheidungs­merkmale zur Erwachsenen­hospizarbeit.

In stationären Kinderhospizen können Familien jahrelang immer wieder gemeinsam eine Auszeit nehmen vom anstren­genden Alltag, der meist völlig von der Krankheit des Kindes bestimmt wird. Ambulante Kinderhos­pizdienste unter­stützen zudem im häuslichen Umfeld und bieten auch Eltern- und Geschwister­trauergruppen an.

Verbandsgeschäftsführerin Sabine Kraft erklärt: "In der Kinderhospiz­arbeit geht es nicht ums Sterben. Es geht ums Leben. Darum, die verblei­bende Zeit, egal wie lange sie noch dauert, mit Liebe und Glück zu füllen!".

An diesem Punkt setzt das Enga­ge­ment der NÜRNBERGER an. Gemeinsam mit ihrer Stiftung trägt sie zum Erhalt des Sorgentelefons OSKAR bei. Darüber hinaus möchte sie betrof­fenen Familien und insbesondere Geschwisterkindern, die im Pflege­alltag manchmal zurück­stecken müssen, Momente der Freude bereiten. Mitarbeiterinnen und Mitar­beiter der NÜRNBERGER werden im Sinne des "Corporate Volunteering" aktiv in die Kooperation eingebunden.

Sorgentelefon OSKAR.

Über eine Spende unserer Stif­tung tragen wir dazu bei, dass das vom Bundesverband Kinderhos­pizarbeit e. V. betriebene Sorgentelefon OSKAR rund um die Uhr erreichbar ist.

Die kostenfreie Hotline mit der Nummer 0800 8888 4711 wird von professionell ausgebildeten Telefonberatern betreut und richtet sich an alle, die Sorgen und Fragen zu lebensver­kürzen­den Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen haben.

Nicht nur die Betroffenen selbst, auch Bezugsgruppen wie Freun­de, Nachbarn, Erzieher oder Mitschüler sowie Fachleute, die sich um Familien in dieser Lage kümmern, finden bei OSKAR an 365 Tagen im Jahr ein offenes Ohr und konkrete Hilfe.

Berührungsängste abbauen.

"Familien mit einem lebensverkürzend erkrankten Kind müssen große Sorgen und Ängste aushalten. Das ist unend­lich schwierig und macht in vielen Fällen auch einsam", weiß Dr. Martin Seibold, Mitglied des Vorstands der NÜRNBERGER. "Mit unserem Enga­gement tragen wir dazu bei, dass der Bundesverband Kinderhospiz seine wertvolle Arbeit weiterhin schnell und unkompliziert anbieten kann und den Alltag der Betroffenen erleichtert. Unsere gemeinsamen Aktionen haben ferner zum Ziel, Berührungsängste abzubauen und so die Kinderhos­piz­arbeit aus der Ecke der Tabuthemen herauszuholen."

Wie wichtig es ist, die Öffentlichkeit für die Kinderhospizarbeit zu sensi­bilisie­ren, zeigt eine in Zusammen­arbeit mit YouGov im Oktober 2019 durchge­führte Studie.

YouGov-Studie.

Auf viele Fragen, etwa nach der Anzahl der deutschlandweit betrof­fenen Kinder und Jugend­lichen, fühlen sich die Befragten nicht in der Lage, Antworten zu geben. Von denjenigen, die eine Schätzung vornehmen, setzt die Hälfte die Fallzahl mit einem Wert von 10.000 viel zu niedrig an. Denn aktuell leben in Deutschland deutlich über 40.000 Kinder und Jugendliche mit einer unheil­baren Krankheit. Jedes Jahr sterben rund 5.000 von ihnen. Da ebenso viele neue Diagnosen "unheilbar lebens­verkürzend erkrankt" ausgestellt werden, bleibt die Anzahl der Betroffenen relativ konstant.

Gedanken an den Tod, an Abschied und Trauer dominieren auch bei über der Hälfte der Befragten, wenn es um den Begriff der Kinder­hospizarbeit geht. Eine Parallele zur Hospiz­arbeit für Erwach­sene ist nicht zu übersehen. Dabei unter­scheiden sich beide Bereiche grundlegend.

Während Einrichtungen für Erwachse­ den Erkrankten ausschließlich für die finale, letzte Lebens­phase offenstehen, setzt die Arbeit von Kinder­hos­pizen viel früher im Krankheits­verlauf an. Kinderhospize stellen über Jahre ein wichtiges unter­stützendes Angebot für die gesamte Familie lebensbe­gren­zend erkrankter Kinder, Jugendlicher und auch junger Erwachsener sicher. Vom Zeitpunkt der Diagnose bis zum Tod und darüber hinaus. Sie sind ein Ort zum Kraftschöpfen und konzentrieren sich auf das Leben sowie das Bereiten von Glücks­momenten.

Knapp 60 % der Befragten erachten ein ehrenamtliches Engagement für Kinder und Jugendliche als besonders wichtig. Dennoch kann sich nur rund ein Drittel ein Engagement im Kinderhospiz­bereich vorstel­len. Die Mehrheit findet es emotional zu belastend. Genau hier setzt die NÜRNBERGER an. Ihr erklärtes Ziel ist es, Aufklä­rungs­arbeit zu leisten und das Thema gesellschaftlich bekannter zu machen.

Gemeinsam ein Zeichen setzen.

Solidarität mit betroffenen Familien zeigen, das Wirken des Bundes­ver­bands Kinderhospiz e. V. unter­stützen und den vielen Tausend ehrenamtlich Engagierten ein positives Feedback geben ist leichter, als man denkt. Zum Beispiel beim Kinder-Lebens-Lauf.

Dieser führt quer durch die Bundes­republik - von einem Kinderhospiz zum nächsten. Hunderte Unterstützer tragen zu Fuß, mit dem Rad oder im Rollstuhl die Engel-Fackel einmal rund um Deutschland und machen so auf die Kinderhospizarbeit aufmerksam. Start- und Endpunkt ist Berlin.

Aufgrund der Corona-Pandemie wurde der Kinder-Lebens-Lauf 2020 auf das nächste Jahr verschoben. Sobald es nähere Informationen gibt, finden Sie diese hier.

Nutzen Sie auch 2021 die Chance und begleiten Sie den Kinder-Lebens-Lauf - ganz gleich, ob als Mitläufer, Zuschauer oder Follower in den Sozialen Medien. Der Bundesverband Kinderhospiz und die NÜRNBERGER freuen sich über alle, die ein Zeichen für die Kinder­hospiz­arbeit setzen!