Schutz und Sicherheit im Zeichen der Burg
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Schlechte Sicht, Nebel, nasses Laub und starker Wind zählen zu den gefährlichen und häufig unterschätzten Bedingungen des Herbstes – oft verbunden mit einem zu geringen Sicherheitsabstand. Eine an die Witterung angepasste Fahrweise kann Ihr Unfallrisiko jedoch erheblich vermindern.

Für das Fahren bei Nebel gelten klare Regeln:

  • Fuß vom Gas und die Geschwindigkeit der Sichtweite anpassen.

  • Kommen Ihnen am Tag auffällig viele Fahrzeuge mit eingeschaltetem Licht entgegen, lässt dies darauf schließen, dass schon bald mit schlechten Sichtverhältnissen zu rechnen ist. In diesem Fall: Abblendlicht einschalten!

  • Bei Sichtweiten unter 50 Metern dürfen Sie nicht schneller als 50 km/h fahren – das gilt auch für die Autobahn. Wenn dichter Nebel die Sicht noch mehr einschränkt, müssen Sie die Geschwindigkeit entsprechend weiter verringern. Zur Bestimmung der Sichtweite können Sie sich an den weißen Leitpfosten am Fahrbahnrand von Autobahnen und Bundesstraßen orientieren. Sie stehen 50 Meter voneinander entfernt. Sehen Sie nur einen Pfosten, also 50 Meter weit, heißt das: runter auf 50 km/h.

  • Achten Sie auf saubere Scheiben: Stellen Sie regelmäßig die Scheibenwischer an, denn Nebel ist vor allem feucht.

  • Lkw über 7,5 t Gesamtgewicht dürfen bei Sichtweiten unter 50 Metern nicht mehr überholen.

  • Die Nebel-Schlussleuchte bitte nur bei Nebel und erst bei Sichtweiten unter 50 Metern einsetzen, da sonst der nachfolgende Verkehr geblendet wird. Auf längeren nebelfreien Abschnitten sollten Sie sie ausschalten. Zudem können Sie bei schlechter Sicht Nebelscheinwerfer benutzen.

  • Vertrauen Sie Ihrem Vordermann nicht blind, denn er sieht kein bisschen mehr als Sie. Hängen Sie sich nicht an seine Schlussleuchten und halten Sie immer genügend Abstand. Sonst kann es bei einem plötzlichen Bremsmanöver knapp für Sie werden.

Fahren im Nebel erfordert höchste Konzentration. Selbst wenn Sie es eilig haben, sollten Sie öfters mal einen Rastplatz ansteuern und sich eine Pause gönnen. Lassen Sie dabei aber das Licht eingeschaltet, damit andere Parkplatzbenutzer das stehende Hindernis rechtzeitig erkennen können. Nebel tritt häufig unerwartet auf. Besonders in der Nähe von Flüssen und Seen sowie in Waldgebieten und Mooren heißt es: Aufpassen.

Auch der für den Herbst typische böige Wind wird häufig unterschätzt, bedeutet aber vor allem auf Brücken, Bergkuppen oder in Waldschneisen eine Gefahr für Autofahrer. Die herbstlichen Windböen sind unberechenbar und machen den Seitenabstand besonders wichtig: Wer zum Überholen ansetzt, sollte damit rechnen, von starkem Seitenwind erfasst zu werden, sobald er den Windschatten des überholten Autos verlässt. Dabei gilt: Je größer der Windschatten, umso heftiger der Seitenwind danach. Besondere Vorsicht gilt also beim Überholen von Lkw, Kleinbussen und Wohnmobilen.

Wessen Auto bei starkem Wind durch umherfliegende Äste, Dachziegel oder gar Bäume demoliert wird, kann beruhigt sein: Derartige Schäden sind größtenteils durch die Teilkasko-Versicherung abgedeckt. Dieser Schutz gilt übrigens auch für parkende Autos.


 
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