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winterreifen_291x164pxMit dem Wort "Winterreifen" assoziieren viele Menschen rutschige Straßen voller Matsch und Schnee. Damit unterschätzen sie die Fähigkeiten dieses Reifentyps ungemein. Obwohl die meisten nur das Fahren auf verschneiten Straßen fürchten, bringt auch der Herbst unangenehme Begleiterscheinungen mit sich: Schlechte Sicht durch Nebel, Aquaplaning und Wildunfälle sowie starker Wind zählen zu den häufig unterschätzten Gefahren dieser Jahreszeit.

Die Zeit der Sommerreifen endet also bereits im Herbst, und Sie sollten sie jetzt gegen die Winterprofis austauschen. Denn ein Wechsel lohnt sich. Der Einsatz von Winterreifen ist bereits ab einer Temperatur von 7 Grad zu empfehlen. Aber besteht eigentlich eine Pflicht, das Fahrzeug so den Witterungsverhältnissen anzupassen? Und wie sieht es mit Ihrem Versicherungsschutz ohne entsprechende Winterbereifung aus?


Winterreifen – was sagt das Gesetz?
Mit der Änderung des § 2 Absatz 3a der Straßenverkehrsordnung (StVO) wurde keine allgemeine Pflicht für Winterreifen eingeführt. Im Wortlaut heißt es: "Bei Kraftfahrzeugen ist die Ausrüstung an die Wetterverhältnisse anzupassen. Hierzu gehören insbesondere eine geeignete Bereifung und Frostschutzmittel in der Scheibenwaschanlage ...".
Als geeignet gelten auf jeden Fall Winter- und Ganzjahresreifen (M + S- oder Reifen mit Schneeflockensymbol). Das Profil sollte mindestens noch 4 mm tief sein. Wenn Sie mit den falschen Reifen unterwegs sind, riskieren Sie ein Bußgeld.

Wie sieht es mit dem Versicherungsschutz aus?

Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung
Sie zahlt grundsätzlich für berechtigte Schadenersatzansprüche Ihres Unfallgegners. Auch dann, wenn Sie im Winter Sommerreifen aufgezogen haben. Wenn aber der geschädigte Unfallgegner seinerseits mit ungeeigneten Reifen unterwegs war, kann er unter Umständen mithaften – und das kann sich auf den Schadenersatz auswirken. Bitte bedenken Sie: Auch Sie selbst könnten als Unfallgegener betroffen sein!

Vollkasko-Versicherung
Sie reguliert die Schäden an Ihrem eigenen Fahrzeug. Diesen Schutz setzen Sie aufs Spiel, wenn Sie bei winterlichen Straßenverhältnissen mit der falschen Bereifung unterwegs sind (z. B. Sommerreifen oder Winterreifen mit zu geringem Profil). In der Kaskoversicherung kommt es immer auf den jeweiligen Einzelfall an. Wenn bei einem Unfall ungeeignete Reifen eine Rolle spielen, könnte Ihnen grobe Fahrlässigkeit vorgeworfen werden. Die Versicherung muss dann nichts zahlen (§ 61 Versicherungsvertragsgesetz).


Unsere Empfehlung:
Ziehen Sie Ihre Winterreifen auf – und zwar schon jetzt. Es lohnt sich!

Nässe, Laub und der erste Nachtfrost können manch böse Überraschung bereiten, wenn Sie die Haftfähigkeit der Sommerreifen falsch einschätzen und sich der Bremsweg verlängert. Gute Winterreifen sind nicht nur bei Schnee und Eis den Sommerreifen überlegen, sie punkten im Herbst auch auf trockener und nasser Fahrbahn. Die Gummi-Mixtur macht den Unterschied: Während Sommerreifen bei kühleren Temperaturen verhärten und dadurch an Griffigkeit verlieren, garantiert eine spezielle Gummi-Mischung, dass Winterreifen auch bei Minusgraden elastisch bleiben.

Aber der Grip auf einer kalten, nassen Fahrbahn ist auch mit Winterreifen noch schlechter als bei optimalem Sommerwetter. Passen Sie Ihre Geschwindigkeit deshalb unbedingt Witterung und Straßenverhältnissen an.

Unser Tipp:
Tauschen Sie von Winter zu Winter die Reifen achsweise aus, um für gleichmäßigen Verschleiß zu sorgen. Gelagerte Winterreifen sollten aufgrund möglicher Verhärtungen vorsichtig eingefahren werden. Hängen Sie die abmontierten Sommerreifen am besten in einem trockenen und kühlen Raum (Garage) an die Wand. So können Sie Abplattungen vermeiden.

Der Sicherheit zuliebe: Vor dem ersten Schnee umsteigen!

Und wenn es trotzdem mal "krachen" sollte: Unsere SchadenHotline erreichen Sie unter der Nummer 0800 531-6666 rund um die Uhr. Oder senden Sie uns Ihre Schadenmeldung gleich online zu.




 
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