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auto_herbst_winter_291x164pxOb Nebel oder Schnee - in den kalten Jahreszeiten kommen auf alle Verkehrsteilnehmer wieder schwierigere Fahrbedingungen auf den Straßen zu. Wir zeigen, wie man sich als Autofahrer für den kalten Herbst und Winter gut vorbereiten kann.

Was ändert sich in den kalten Jahreszeiten?

Durch Kälte und Unwetter entstehen auf den Straßen Konditionen, die schneller zu einem Unfall führen können- schneller als in allen anderen Jahreszeiten. Starkregen, Nebel, Hagel und Eisglätte sowie Laub auf den Straßen können die Sicht sowie die Haftung der Reifen auf den Straßen deutlich verschlechtern. Deshalb gilt es bereits vor den kalten Tagen die eigene Sicherheit im Straßenverkehr aktiv zu erhöhen.

Worauf muss ich mich einstellen?

Zunächst sollten einmal die richtigen Reifen mit ausreichendem Profil aufgezogen werden. Anstatt Ganzjahresreifen empfiehlt es sich, kompromisslos in der kalten Jahreszeit auf Winterreifen umzusteigen, denn diese haben kürzere Bremswege und eine bessere Seitenführung. Winterreifen sind laut Faustregel von „O bis O“ empfehlenswert, also von Oktober bis Ostern, da in dieser Zeit sehr wahrscheinlich ein Wetterumschwung eintritt. Die Profiltiefe sollte dabei laut gesetzlicher Vorschriften 1,6 mm nicht unterschreiten – Experten empfehlen jedoch, mindestens 3 mm Profiltiefe für den besten Halt auf der Straße.

Der gute Durchblick ist ebenfalls äußerst wichtig und sorgt für Sicherheit im Straßenverkehr. Damit einem auf der Windschutzscheibe nichts in die Quere kommt, sollten die Scheibenwischer und ihre Funktionalität überprüft werden. Gleiches gilt für die Scheibenwaschanlage: Diese sollte immer gut gefüllt und das Wasser mit Frostschutzmittel bis mindestens -25° Celsius gemischt sein. Genauso wichtig für einen klaren Durchblick: Die Scheinwerfer! Ein regelmäßiger Scheinwerfer-Check und Tausch der Beleuchtungsmittel, wenn diese in der Leistung nachlassen, kann daher nie schaden.

Schlechte Wetterverhältnisse führen meist zu einer schlechten Sicht. Daher empfiehlt es sich, bei Nebel, Schnee oder Regen auch tagsüber mit Abblendlicht zu fahren. Die Nebelschlussleuchte jedoch darf erst bei einer Sichtweite unter 50m genutzt werden, da sonst andere Verkehrsteilnehmer geblendet werden können. Zur Abschätzung helfen dabei die Leitpfosten am Fahrbahnrand. Diese stehen exakt 50 Meter weit auseinander. Passiert man einen und kann den nächsten schon nicht mehr erkennen, ist also höchste Vorsicht geboten – und der Fuß gehört runter vom Gas!

Denn Laub und Glätte sind gefährliche Hindernisse auf der Straße, da sie die Rutschgefahr immens erhöhen. Ist die Fahrbahn also nass, glatt, oder verschmutzt, sollten Auto- und Motorradfahrer die Geschwindigkeit drosseln, um die Schlittergefahr zu verringern. Außerdem hat der Fahrer dann auch eher die Möglichkeit, sein Fahrzeug beim Rutschen abzufangen. Übrigens: Die alte Daumenregel aus der Fahrschule – Halbe Tacholänge Abstand nach vorne um ausreichend Sicherheitsabstand zum Bremsen zu haben – greift dann auch nicht mehr. Vielmehr sollte jetzt mindestens immer eine ganze Tacholänge Distanz gehalten werden.

Aber Bäume sorgen nicht nur für eine unsichere Fahrbahn - auch beim Parken können sie für Ärger sorgen: Wer bei stürmischem Wetter seinen Wagen im Freien abstellt, sollte möglichst nicht unter ihnen parken. Denn sonst kann es schnell zu teuren Schäden kommen, etwa durch abgerissene Äste auf der Karosserie oder umgeknickte Stämme. Auch herabfallende Kastanien können ähnlich verheerend wie ein starker Hagelsturm sein.

Neben der Flora sollte aber auch die Fauna in Herbst und Winter nicht unterschätzt werden: So ereignen sich in den Monaten September bis Dezember die meisten Wildunfälle! Gerade auf Straßen am Waldesrand oder Landstraßen, die Wälder durchschreiten, sollte man mit Wildtieren auf der Straße rechnen und bei ankündigenden Verkehrszeichen dementsprechend wachsam bleiben – und die Geschwindigkeit reduzieren.


Wichtige Utensilien im Auto – das sollte dabei sein

Verbandkasten, Warndreieck und Warnweste sind Pflicht im Auto. Für die schnelle Hilfe bei kleineren Problemen in Herbst und Winter empfiehlt sich folgende Ausstattung:

  • Eiskratzer und Schneefeger
  • Schwamm oder Reinigungstuch für Scheiben
  • Glühlampenset
  • Scheibenfrostschutz
  • Scheibenenteisungs-Spray
  • Taschenlampe
  • Ersatz-Motoröl
  • Starthilfekabel
  • Abschleppseil
  • Handschuhe
  • Schneeketten, besonders in höheren Lagen
  • Decke

Zu Fuß und auf zwei Rädern: Wie wappnen sich andere Verkehrsteilnehmer?

Doch nicht nur Autofahrer sollten im Herbst mit an die Witterung angepasster Geschwindigkeit unterwegs sein: Auch für Fußgänger kann schnelles Laufen zur Rutschgefahr werden und damit für Unfälle sorgen. Hier empfehlen sich Schuhe mit gutem Profil. Wer zudem auch in den düsteren Monaten lieber per pedes unterwegs ist, sollte auf eine funktionierende Beleuchtung an seinem Fahrrad achten! Denn hier geht es nicht nur darum, rechtzeitig Gefahren auf der Straße zu sehen, sondern vor allem von anderen Verkehrsteilnehmern rechtzeitig gesehen zu werden. Und auch Biker sollten die längeren Bremswege und gerade die Rutschgefahr auf nassem Herbstlaub auf allen Wegen berücksichtigen.

Eine hoffentlich sichere und unfallfreie Herbst- und Winterzeit wünscht die NÜRNBERGER Versicherungsgruppe!

 
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