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herbstmelancholie_wintermuedigkeit_291x164pxDie Tage werden grauer und kürzer, die Blätter gelber – der Herbst ist im Anmarsch und bringt oft Müdigkeit und Antriebslosigkeit mit sich. Doch mit einfachen Mitteln kann man gegen das herbstliche Stimmungstief angehen, um die bunte Jahreszeit in vollen Zügen genießen zu können. 

Schlapp und müde – ganz normal?

Befindlichkeitsschwankungen bis hin zur sog. Saisonal Abhängigen Depression (SAD) sind zum Jahreszeitenwechsel leider recht häufig und weit verbreitet. Der Wetterumschwung schlägt vielen Menschen aufs Gemüt, denn mit den kürzer werdenden Tagen im Herbst bekommen sie auch deutlich weniger Tageslicht ab. Auch der neue Tag-Nacht-Rhythmus verursacht bei vielen Menschen Probleme. Denn empfängt der Körper weniger Tageslicht, wird weniger Melatonin abgebaut und der Tagespegel bleibt erhöht – das wiederum führt zu Müdigkeit, denn Licht und Helligkeit haben hier einen starken Einfluss auf den menschlichen Körper. 

Doch warum ist das so? Der Grund liegt in der Entstehungsgeschichte des Menschen begründet: Das Hormon Melatonin, ausgeschüttet durch die Zirbeldrüse im Gehirn, ist ein Überbleibsel der Evolution – Tiere leiten dadurch ihre Winterruhe ein. Auch beim Menschen soll so der „Ruhemodus“ aktiviert werden, doch ihr Organismus ist dafür gar nicht mehr ausgelegt. Aus diesem Grund entstehen Symptome wie Müdigkeit, Lustlosigkeit, oder sogar Herbstdepressionen, die je nach Mensch und genetischer Veranlagung stärker oder schwächer ausfallen können.

Auch Kreislaufprobleme und vorübergehende Depressionen können Symptome der Herbstmelancholie sein. Denn bei dem typischen Herbstnieselwetter wird auch mehr Zeit in den eigenen vier Wänden verbracht und die körperlichen Aktivitäten wie etwa Sport meist reduziert.


Ab nach draußen – Sonnenlicht und Sport sind wichtig!

Wenn zu wenig Tageslicht für eine lustlose Laune sorgt, dann hilft nur eins – Schuhe an und raus! Ein kurzer Spaziergang von 10-15 Minuten jeden Tag reicht schon aus. Denn das Melatonin, welches für unsere Müdigkeit sorgt, kann im Herbst und Winter tagsüber durch das wenige Tageslicht schlechter abgebaut werden. Deswegen sollte man die wenigen hellen Stunden am besten draußen verbringen.

Ist man bereits draußen, hat man den inneren Schweinehund schon zur Hälfte überwunden – daher sollte man dann direkt auch noch etwas Sport in der freien Natur treiben! Während man Licht tankt, wird so das eigene Immunsystem gestärkt und der Kreislauf angeregt. Die Folge: Man fühlt sich aktiver und fitter. Außerdem werden durch die körperliche Ertüchtigung Glückshormone freigesetzt, die man in der dunkleren Jahreszeit gut brauchen kann. Für Outdoor-Muffel kann sich dann auch eine dreimonatige Mitgliedschaft in einem Fitness-Studio lohnen, um ihr regelmäßiges Sport-Pensum zu erfüllen.

Vitaminreiche Ernährung und viel trinken – so weckt man die eigenen Lebensgeister.

In den kalten Monaten schaltet der Körper auf Reservenaufbau um – man hat deutlich mehr Appetit auf Süßigkeiten und möglichst energiereiche Speisen. Doch auch wenn Schokolade für ein sofortiges Glücksgefühl sorgt – diesen Impulsen sollte man nicht immer nachgeben und stattdessen auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung achten. Denn gerade im Herbst und Winter fängt man sich schnell einen Vitalstoffmangel ein – Müdigkeit und Konzentrationsschwäche sind die Folge. Diesem kann man mit viel frischem Obst und Gemüse und damit vitaminreicher Kost entgegenwirken: Vitamin C findet sich vor allem in Paprika, Brokkoli, Blumenkohl und Citrusfrüchten wieder, Vitamin D erhält man durch Pfifferlinge und Champignons – außerdem auch durch das Aufhalten in der Sonne. Vitamin B lässt sich aufstocken durch Vollkornprodukte, Samen und Nüsse und Vitamin E durch pflanzliche Öle, z.B. Weizenkeimöl. Vitamin A ist vor allem in Möhren, rotem und gelbem Gemüse sowie in Margarine zu finden. Und Folsäure kann man mithilfe von Fenchel, Brokkoli, Hefe und Hülsenfrüchten auftanken.

Während es an heißen Sommertagen leicht fällt, ausreichend Wasser zu trinken, vergisst man es in der kälteren Jahreszeit deutlich häufiger – dabei benötigt man auch an kalten Tagen genügend Flüssigkeitszufuhr! Rund 2-3 Liter Wasser braucht der menschliche Körper am Tag für einen funktionstüchtigen Stoffwechsel. Zu wenig Flüssigkeit sorgt schnell für einen sinkenden Blutdruck und schlechte Konzentrationsfähigkeit. Denn das Blut wird dicker und transportiert weniger Sauerstoff – das macht müde, schlapp und antriebslos. Empfohlen werden Wasser und Tee sowie gelegentlich eine Saftschorle. An besonders kalten Tagen sorgen erhitzte Fruchtsäfte oder eine heiße Zitrone für Aufwärmung und Flüssigkeitszufuhr gleichermaßen.

Von wegen Winterschlaf!

Auch wenn es die Natur im Spätjahr vormacht: Einigeln und sich von der Welt zurückziehen ist ebenfalls Gift für das eigene Wohlbefinden. Die Pflege von sozialen Kontakten sollte man daher direkt aktiv angehen. So kann man sich auch gegenseitig motivieren, gemeinsam Zeit zu verbringen – da machen Outdoor-Aktivitäten gleich deutlich mehr Spaß und der innere Schweinehund kann einfacher an die Kette gelegt werden.

Stichwort Winterschlaf: Leider kann man es dem Siebenschläfer nicht einfach nachmachen. Während der Herbst- und Wintersaison neigt man zwar zu Müdigkeit und tendiert dazu, mehr zu schlafen. Doch ein Zuviel an Schlaf führt häufig zu Übergewicht und Herz-Kreislauf-Beschwerden – und sorgt auch nicht für die ersehnte Erholung: Viele Menschen fühlen sich nach besonders langen Schlafphasen nicht erfrischt, sondern eher müde, unausgeruht und antriebslos. Daher gilt es, auch in den dunklen Monaten seinen gewohnten Schlafrhythmus einzuhalten – plus maximal eine halbe Stunde Mittagsschlaf. Für die meisten Menschen liegt die „Normschlafzeit“ übrigens zwischen 5-9 Stunden pro Nacht - Abweichungen davon nach oben oder unten sind auf Dauer ungesund und können sogar krank machen.

Darf’s noch mehr gute Laune sein?

Um das Wohlbefinden bei einem akuten Fall von Herbstmelancholie aktiv zu steigern, sollte man sich ein bisschen Wellness gönnen:

  • Saunabesuche sind vor allem in der Herbst- und Winterzeit zu empfehlen. Der intensive Temperaturwechsel von kalt und heiß steigert die Durchblutung und bringt den Kreislauf in Schwung. Ein regelmäßiger Gang in die Sauna beugt außerdem Erkältungen vor. Auch Wechselduschen von kalt zu heiß haben diesen Effekt und wirken belebend – und können auch ganz einfach zuhause für Wellness sorgen.
     
  • Klassische Massagen wiederum fördern die Durchblutung und lockern Verspannungen. Bei der Massage werden Glücks- und Entspannungshormone ausgeschüttet, auch etwaige Schmerzen können dadurch verschwinden.
     
  • Für die kleine Entspannung zwischendurch sorgt ein heißes Schaumbad mit ätherischen Ölen – das sorgt für freie Atemwege und belebt ebenfalls den Kreislauf. Dabei sollte man aber darauf achten, mit der Wassertemperatur 38 Grad Celsius nicht zu übersteigen. Denn eine zu hohe Temperatur verkehrt die Wirkung ins Gegenteil und stellt eine starke Belastung des Kreislaufs dar – maximal 20 Minuten sollte man daher in der heißen Wanne bleiben.

Einen aktiven und schönen Herbst wünscht die NÜRNBERGER Versicherungsgruppe!





 
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