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Obwohl Mineralstoffe zum "unbelebten" Teil der Natur gehören, sind sie für die funktionelle und strukturelle Aufrechterhaltung des menschlichen Organismus unentbehrlich. Sie sind Bestandteile von grundlegenden Elementen des Stoffwechsels und wichtig für den Transport und die "Verarbeitung" von Sauerstoff. Mineralstoffe sind aber auch verantwortlich für den Wasserhaushalt, die Fortleitung von Reizen in Nerven und Muskeln. Eine gesunde Knochensubstanz wäre ohne die ausreichende Zufuhr dieser Stoffe undenkbar.

Mineralstoffe werden nicht in metallischer Form, sondern als Salze (z.B. Natrium-Chlorid = Kochsalz) aufgenommen, welche dann im Körper in ihre Ionen gespalten werden (Natrium+, Chlorid-).

Bedarf

Der Körper ist nicht in der Lage, Mineralstoffe selbst herzustellen. Trotzdem entstehen Mangelsituationen bei den meisten Mineralstoffen nur selten, da sie in nahezu allen Nahrungsmitteln (inklusive Getränken) vorkommen. Zudem verfügt der menschliche Organismus über zahlreiche Regulationsmechanismen, um eine verminderte Zufuhr auszugleichen. Deshalb treten auch bei Einnahmen, die unter der empfohlenen Tagesdosis liegen, bei vielen Elementen kaum Mangelerscheinungen auf.

Auf die Zufuhr gewisser Mineralstoffe wie beispielsweise Jod, Eisen und Kalzium muss jedoch vermehrt geachtet werden. Besonders dann, wenn ein erhöhter Bedarf besteht, zum Beispiel bei Schwangerschaft, Menstruation oder hormonellen Veränderungen (Menopause). Der angegebene Tagesbedarf von Mengen- und Spurenelementen ist demzufolge relativ.

Hohe Dosen

Werden hohe Dosen von Mineralstoffen über den Mund aufgenommen, ist das für Gesunde kaum gefährlich. Der Körper verfügt über Mittel und Wege, Überschüssiges auszuscheiden oder gar nicht erst aufzunehmen. Das gilt nicht, wenn Mineralstoffe in Verbindung mit anderen Stoffen (Vitamine, Medikamente) eingenommen werden. Auch die Verwendung als Medikament (Magnesium, Kalzium) muss streng kontrolliert werden.

Mineralstoff-Präparate

Wer sich bewusst und vielseitig ernährt, braucht keine separate Zufuhr von Mineralstoffen. Trotzdem ist gegen die kontrollierte Einnahme von Mineralstoffpräparaten prinzipiell nichts einzuwenden. In kritischen Situationen (Wechseljahre, Schwangerschaft und Stillzeit, starke Monatsblutungen) ist die Supplementierung sogar empfehlenswert.

Nicht nur zur Prophylaxe, sondern auch bei symptomatischen Beschwerden können Mineralstoffe schnell, effizient und relativ gefahrlos helfen (wie Magnesium bei Wadenkrämpfen).


(Quelle: www.gesundheit.de)

 
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