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Wenn's frostig wird: Beleuchtung und Bremsen checken, für richtige Bekleidung sorgen, Fahrweise anpassen

Radfahren hält fit, schont die Umwelt und spart Geld. Auf Kurzstrecken kommt man mit dem Rad häufig schneller voran als mit Auto, Bus oder Bahn. Warum also im Winter auf den Drahtesel verzichten? So kommen Fahrradfahrer sicher und umweltfreundlich durch die kalte Jahreszeit:

Besonders in den dunklen Wintermonaten ist eine funktionstüchtige Lichtanlage am Fahrrad das A und O. Wer bei schlechten Sichtverhältnissen mit mangelhafter Beleuchtung unterwegs ist, wird von Kraftfahrern zu spät wahrgenommen. Das ist lebensgefährlich. Zu einer korrekten Fahrradbeleuchtung gehören nach § 67 StVZO

  • vorne ein Scheinwerfer und ein weißer Reflektor

  • hinten eine Schlussleuchte für rotes Licht sowie ein Großflächen-Rückstrahler

  • mindestens zwei Speichenrückstrahler pro Rad

  • gelbe Reflektoren an den Pedalen.

Wenn möglich, sollte man sein Rad mit einem Halogenscheinwerfer ausrüsten. Er ist fast doppelt so hell wie ein gewöhnlicher Scheinwerfer. Außerdem sollte man sich für ein Standrücklicht entscheiden, das nach dem Anhalten noch eine Weile nachleuchtet. Batteriebetriebene Leuchten als einzige Lichtquelle sind nur bei Rennrädern bis elf Kilogramm erlaubt. Bei anderen Rädern sind sie lediglich als Zusatzleuchten zulässig. Um besser gesehen zu werden, empfiehlt es sich, Arm- und Fußbänder aus reflektierendem Material zu tragen oder reflektierende Folien an der Kleidung anzubringen.

  • Kontrollieren Sie die Bremsen auch im Winter regelmäßig. Felgenbremsen nachstellen und wenn nötig die Bremsgummis auswechseln. Sobald es richtig kalt wird, die Bremszüge gut einfetten, damit sie nicht einfrieren oder rosten.
  • Je rutschiger es draußen wird, desto größer das Risiko zu stürzen. Deshalb ist der Fahrradhelm im Winter ganz besonders wichtig. Ein Stirnband unter dem Helm bietet zusätzlichen Schutz gegen die Kälte. Wer auch bei Minustemperaturen fährt, sollte als Hautschutz nur wasserfreie Cremes verwenden.

Bei der Bekleidung ist darauf zu achten, dass man gegen Wind und Nässe geschützt ist , nicht friert, aber auch nicht übermäßig schwitzt. Deshalb mehrere dünne Kleidungsstücke übereinander tragen und bei Bedarf einzelne ausziehen, bevor man ins Schwitzen gerät. Schals sind empfehlenswert, dürfen aber nicht zu lang sein, damit sie nicht in die Speichen geraten. Heller Winterkleidung sollte man den Vorzug geben, um in der Dunkelheit besser aufzufallen. An die Hände gehören warme Fingerhandschuhe. Gegen den Fahrtwind hilft eine Schutzbrille. Außerdem: Feste, warme, rutschsichere Schuhe anziehen.


Wer Unfälle vermeiden will, muss seine Fahrweise den winterlichen Straßenverhältnissen anpassen:

  • Stets vorsichtig, mit mäßigem Tempo und vorausschauend fahren. Immer genügend Abstand halten.

  • Bei Nässe kann sich der Bremsweg verdoppeln. Deshalb frühzeitig und dosiert bremsen. Falls möglich, sicherheitshalber nur die Hinterradbremse betätigen. Wenn das Vorderrad blockiert, stürzt man leicht.

  • Ist die Fahrbahn nass und rutschig, sollte man beim Befahren von Kanten, Schienen und Fahrbahnmarkierungen besonders vorsichtig sein.

  • Auf festgefahrener Schneedecke möglichst nur beim Geradeausfahren treten oder bremsen. Wenn es so glatt wird, dass das Fahrrad kaum noch beherrschbar ist, das Gefährt zu Hause lassen.


(Quelle: Deutscher Verkehrssicherheitsrat e.V.)

 
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