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Wer führt das Unternehmen weiter, wenn der bisherige Inhaber ausfällt oder in den Ruhestand geht? Um kritische Engpässe zu vermeiden, sollte man frühzeitig einen Nachfolger suchen. Darauf sollten Sie achten.

Was wird aus dem Unternehmen, wenn der Inhaber sich vielleicht anderen Aufgaben widmen möchte oder in den wohlverdienten Ruhestand geht? Um das Bestehen der Firma zu sichern, muss sie in neue Hände gegeben werden. Doch das geschieht keineswegs von heute auf morgen, sondern sollte von langer Hand geplant und gut durchdacht werden. Laut Bundesministerium für Wirtschaft und Energie - kurz BMWi - sollten Sie sich dafür mindestens 5 Jahre Zeit nehmen. Denn die frühzeitige Vorbereitung auf den Führungs­wechsel ist wichtig, um den Erfolg des Unternehmens sichern zu können. Außerdem müssen sowohl der ehemalige Inhaber als auch sein Nachfolger eine Reihe von Aufgaben bewältigen, bevor das Unternehmen erfolgreich Richtung Zukunft starten kann.

Unternehmensübergabe
Die Weichen für die Unternehmensübergabe sollten rechtzeitig gestellt werden.

Laut Schätzungen des Bonner Instituts für Mittelstandforschung (IfM) stehen pro Jahr rund 27.000 Familienunternehmen mit circa 400.000 Arbeitnehmern zur Übergabe bereit. Dabei bleibt meist nur ein kleiner Teil der Unternehmen in der Familie, die meisten werden an Dritte verkauft.

4 Varianten der Unternehmensnachfolge.

  • Schrittweise Unternehmensübertragung

    Bei der schrittweisen Unternehmens­übergabe wird der Nachfolger bereits am Betrieb beteiligt, während der Senior über einen gewissen Zeitraum noch die Kontrolle behält. So haben alle Beteiligten die Chance zu prüfen, ob der gewählte Nachfolger der Richtige ist und die nötigen Qualifikationen zur Unternehmensführung besitzt.

  • Nachfolge per Testament oder Erbvertrag

    In einem Testament oder Erbvertrag legt der Inhaber fest, welchen Erbanteil seine Nachkommen jeweils erhalten. Auf diese Weise kann er beispielsweise das gesamte Unternehmen an einen von ihm bestimmten Erben weitergeben. Ein Testament oder Erbvertrag über den Nachlass hat Vorrang gegenüber der gesetzlichen Erbfolge. Gesellschaftliche Regelungen stehen aber immer an oberster Stelle.

  • Schenkung

    Bei einer Schenkung gibt der Inhaber das Unternehmen noch zu Lebzeiten unentgeltlich an einen seiner Erben weiter. Für den Senior entsteht dadurch kein Veräußerungsgewinn, den er versteuern muss.

    Allerdings sollten im Schenkungsvertrag Ansprüche möglicher weiterer Erben, wie Geschwister des Nachfolgers, geklärt werden. Hier empfiehlt sich ein notariell festgelegter Pflichtverzicht, der auf das Betriebsvermögen angerechnet werden kann. Die verzichtenden Erben erhalten zum Ausgleich dann eine Abfindung.

  • Verkauf

    Beim Verkauf des Unternehmens zahlt der Nachfolger entweder die komplette Kaufsumme auf einmal oder in Teilen. Während er bei der Einmalzahlung sofort alle Rechte und Pflichten am Unternehmen erhält, erwirbt er diese bei der Teilzahlung erst nach und nach. Für den Käufer hat diese Vertrags­gestaltung enorme Vorteile, da die Belastung überschaubar bleibt und sich eine Kreditfinanzierung möglicherweise vermeiden lässt. Der ehemalige Inhaber muss hierbei allerdings auf den Erfolg des Nachfolgers vertrauen.

Ihr Unternehmen liegt Ihnen am Herzen? Kein Wunder, schließlich haben Sie es über viele Jahrzehnte mühevoll aufgebaut. Dieses Lebens­werk dann aus der Hand zu geben, fällt vielen sicher nicht leicht. Diesen emotionalen Aspekt sollten Sie keinesfalls unterschätzen. Denn die Tatsache, dass viele Senior-Inhaber nicht loslassen und die Geschicke in die Hände der jüngeren Nachfolger geben können, ist eine der häufigsten Ursachen für das Scheitern des Führungswechsels.

Wenn Sie Ihr Unternehmen übergeben wollen, ist vor allem eines wichtig: Zeit. Denn nur durch eine ausreichend lange Vorbereitungsfrist kann das Unternehmen erfolgreich weiter­gegeben und Stressphasen vermieden werden.

Um den passenden Zeitpunkt für die Übergabe auszumachen und den richtigen Nachfolger zu finden, sollten Sie sich vorab einige wichtige Fragen stellen:

  • Was bedeutet mein Rückzug für das Unternehmen und meine Familie?
  • Welchen Übertragungsweg kann ich mir für mich vorstellen?
  • Über welche persönlichen und fachlichen Qualifikationen sollte der Nachfolger verfügen?
  • Wie sollte der Verkaufspreis aussehen?
  • Was ist die Markt- und Wettbewerbsstärke des Unternehmens?
  • Bin ich bereit, dem neuen Eigentümer für eine gewisse Zeit beratend zur Seite zu stehen?

Erst wenn Sie diese Fragen für sich geklärt haben, macht die Suche nach einem geeigneten Nachfolger Sinn. Ratsam ist auch, von Beginn einen Übergabespezialisten miteinzu­beziehen.

Denken Sie auch an sich selbst: Prüfen Sie unbedingt, ob Ihre bisherige Altersvorsorge ausreicht oder ob Sie auf den Erlös aus dem Unternehmens­verkauf angewiesen sind. Außerdem sollte der Unternehmensausstieg unbedingt mit dem Auszahlungs­termin Ihrer privaten Renten­versicherung übereinstimmen.

So vermeiden Sie typische Probleme bei der Betriebs­nachfolge:

  • Akzeptieren Sie den neuen Führungs­stil Ihres Nachfolgers und die Tatsache, dass die nächste Generation vieles anders macht als Sie.
  • Setzen Sie sich aktiv mit Ihrer neuen Rolle auseinander und klären Sie Ihr persönliches Verhältnis zum Nachfolger.
  • Scheuen Sie sich nicht, bei Fragen und Problemen einen Berater mit an Bord zu holen, der Ihnen in der schwierigen Übergangsphase zur Seite steht.
  • Formulieren Sie im Falle einer gemein­samen Übergangsphase klare Regeln, die für beide gelten: 1. Legen Sie den Zeitraum der Übergangs­phase genau fest. 2. Definieren Sie gemeinsam mit Ihrem Nachfolger, wer welche Kompetenzen übernimmt und wann diese komplett in die Hände des "Neuen" gelegt werden.

Häufig sind mit einer Unternehmens­übergabe viele Aufgaben verbunden, die Sie alleine nur sehr schwer bewältigen können. Deshalb steht Ihnen eine Vielzahl an Beratern und Informationsquellen zur Verfügung, die Sie in der Übergangsphase begleiten.

Mit den meisten Themen können Sie sich an die zuständigen Kammern, Banken und Sparkassen, Fach­verbände oder auch die Wirtschafts­förderungsgesellschaften wenden. Es gibt aber auch die Möglichkeit, persönliche Berater wie Rechts­anwälte, Notare, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Unternehmensberater in den Übergabeprozess miteinzubeziehen.

Wer ein Unternehmen übernimmt, sieht sich meist vielen neuen Herausforderungen gegenüber. Neben der Einarbeitung in die neue Führungsposition spielt auch die Unternehmensabsicherung eine wichtige Rolle, die unbedingt gleich zu Beginn geklärt werden sollte. Schließlich haben Sie bestimmt viel Geld in den Firmenkauf investiert, das Sie umfassend absichern sollten.

Zu den wichtigsten Versicherungen für Firmeninhaber zählt in jedem Fall eine Betriebshaftpflichtversicherung. Denn wenn Sie oder Ihre Mitarbeiter einen Schaden verursachen, müssen Sie in der Regel dafür aufkommen. Damit das nicht existenz­bedrohend wird, schützt Sie die NÜRNBERGER Betriebshaftpflichtversicherung vor den finanziellen Folgen unvermeid­barer Haftungsrisiken.

Darüber hinaus sollten Sie auch eine sogenannte Inhaltsversicherung abschließen, mit der Sie Ihre Betriebseinrichtung, Maschinen und Waren und Vorräte finanziell absichern. Bei der NÜRNBERGER sind übrigens nicht nur Sachwerte umfassend versichert, sondern auch Ertragsausfälle.

Wichtig: Prüfen Sie bei einer bereits bestehenden Inhaltsversicherung unbedingt, ob der abgesicherte Wert noch zum aktuellen Firmenbestand passt.

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