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Häufige Fragen zur Beitrags­anpassung in der Kranken­versicherung.

  • Warum erhöhen sich die Ausgaben für Versicherungs­leistungen?

    In den vergangenen Jahren hat sich besonders im medizintechnischen Bereich ein beachtlicher Fortschritt vollzogen. Viele einst schwere Krankheiten sind heute heilbar oder dank optimierter Behandlungsmethoden und neu entwickelter Medikamente kontrollierbar. Diese wissenschaftlichen Errungenschaften führen zu einer kontinuierlich besseren medizinischen Versorgung und tragen zu einer höheren Lebenserwartung bei, erhöhen aber auch die Versicherungsleistungen.

  • Warum ändern sich meine Beiträge?

    Als Versicherer müssen wir gewährleisten, dass die Ihnen garantierten Leistungen trotz wachsender Ausgaben uneingeschränkt finanziert werden können. Deshalb sind wir verpflichtet, die tatsächlichen Versicherungsleistungen mit den kalkulierten zu vergleichen. Liegt die festgestellte Abweichung über einem Schwellenwert, werden die Beiträge überprüft. Stellt sich dabei heraus, dass diese Abweichung dauerhaft ist, müssen wir die Beiträge anpassen.

  • Wie wird mein neuer Beitrag ermittelt?

    Wir errechnen die neuen Beiträge auf Basis aktueller Schadenstatistiken unter Beachtung der vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Kalkulationsgrundsätze. Anschließend prüft ein unabhängiger Treuhänder die gesamte Kalkulation. Erst wenn er dieser zustimmt, passen wir die Beiträge an.

  • Wieso steigt mein Beitrag, obwohl ich keine bzw. kaum Leistungen beansprucht habe?

    Die Beiträge dienen dazu, die Versicherungsleistungen der verschiedenen Risikogruppen (Kinder, weibliche und männliche Jugendliche, Frauen und Männer) zu finanzieren. Im Krankheitsfall sind oft erhebliche finanzielle Mittel erforderlich, die der Einzelne alleine nicht tragen kann. Diese werden deshalb der Risikogruppe zugerechnet, der der Versicherte angehört. Bei einer Beitragserhöhung sind daher auch Personen betroffen, die keine oder nur sehr wenige Leistungen in Anspruch genommen haben. Aber nur dadurch kann gewährleistet werden, dass wir die Krankheitskosten für jeden in dieser Versichertengemeinschaft tragen können - unabhängig von deren Höhe.

  • Was tut die NÜRNBERGER Krankenversicherung AG, um Leistungsausgaben zu begrenzen?

    Schon bei der Antragsannahme achten wir darauf, künftige Beitragsanpassungen zu beeinflussen. Unsere detaillierte Risikoprüfung ist darauf ausgerichtet, Personen mit erhöhtem Risiko zu erkennen und beim Berechnen der Beiträge einen angemessenen Zuschlag festzulegen oder den Antrag ggf. abzulehnen. So stellen wir sicher, dass das durchschnittliche Krankheitsniveau der Versichertengemeinschaft nicht verschlechtert wird. Wir bemühen uns, notwendige Beitragsanhebungen möglichst gering zu halten. Schon seit vielen Jahren zahlen wir unseren vollversicherten Kunden, die im Vorjahr keine Leistungen in Anspruch genommen haben, z. B. attraktive Beitragsrückerstattungen. Dadurch wird nicht nur kostenbewusstes Verhalten belohnt, sondern gleichzeitig der Anstieg von Ausgaben gedämpft.

  • Welche Maßnahmen verringern den Beitragsanstieg für ältere Versicherte?

    1. Gesetzlicher Zuschlag
    Für alle Krankheitskostentarife, die den Schutz in der gesetzlichen Krankenversicherung ersetzen, zahlen Neuversicherte seit dem 1. Januar 2000 verbindlich einen gesetzlichen Beitragszuschlag von 10 % - vom 21. bis zum 60. Lebensjahr. Wir verwenden ihn vollständig dafür, zusätzliche Rückstellungen aufzubauen. Mit diesen werden die Beitragserhöhungen ab dem 65. Lebensjahr finanziert. Wer bereits vor Einführung des Zuschlags eine private Krankenvollversicherung bei der NÜRNBERGER abgeschlossen hatte, konnte diesem Zuschlag widersprechen.

    2. Überschussbeteiligung
    Hohe Beitragssteigerungen für ältere Versicherte sollen grundsätzlich vermieden werden. Daher ist es gesetzlich vorgeschrieben, den Großteil der aus den Alterungsrückstellungen entstehenden Zinsüberschüsse ausschließlich zum Finanzieren von Beitragserhöhungen für diese Personengruppe zu nutzen. Die NÜRNBERGER verwendet 90 % der Überschüsse, um einen Beitragsanstieg abzuschwächen. Aus einem Teil dieser Überschüsse bilden wir zusätzliche Rückstellungen. Mit diesen Rückstellungen werden Beitragserhöhungen ab dem 65. Lebensjahr finanziert. Der restliche Teil dient der sofortigen Entlastung älterer Versicherter.

  • Ist absehbar, wie sich die Beiträge entwickeln?

    Wie hoch die Kosten im Gesundheitswesen zukünftig sind, lässt sich bei Vertragsabschluss nicht sagen. Kostensteigerungen entstehen z. B. als Folge des medizinischen Fortschritts mit immer besseren, meist auch teureren Behandlungsmethoden sowie längeren Heilbehandlungs- und Pflegezeiten. Kalkulierbar sind die Ausgaben erst dann, wenn klar ist, in welchem Umfang sie auftreten. Eine verlässliche Prognose über die künftige Entwicklung der Beiträge ist daher nicht möglich.

    Mit der steigenden Lebenserwartung in Deutschland steigen auch die Kosten im Gesundheitswesen weiter an. Denn in einer alternden Gesellschaft werden nicht nur immer mehr Menschen immer älter, sie nehmen auch über einen längeren Zeitraum medizinische Leistungen in Anspruch.

    Ein weiterer Einflussfaktor ist die lang andauernde Niedrigzinsphase am Kapitalmarkt. Die Alterungsrückstellung wird mit dem Rechnungszins verzinst. Sie dient dazu, die mit zunehmendem Alter deutlich ansteigenden Versicherungsleistungen mitzufinanzieren. Die NÜRNBERGER senkt aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase im Rahmen der Beitragsanpassung zum 01.01.2017 den Rechnungszins. Bei Tarifen, die vor dem 21.12.2012 abgeschlossen wurden, wir der Rechnungszins grundsätzlich auf 2,80 % abgesenkt. Bei Tarifen, die im Mittel weniger als alle 2 Jahre angepasst werden, erfolgt eine Reduzierung des Rechnungszinses auf bis zu 2,60 %. Bei Tarifen, die nach dem 21.12.2012 abgeschlossen wurden, wird der Rechnungszins auf 2,60 % reduziert.

  • Warum verändert sich der Beitrag für über 65-Jährige?

    Wir sind gesetzlich dazu verpflichtet, die Beiträge unserer Tarife regelmäßig zu prüfen und wenn notwendig anzupassen. Für Personen, die das 65. Lebensjahr vollendet haben, wird ein gesetzlich festgelegter Anteil des erzielten Zinsüberschusses zur Limitierung von Beitragserhöhungen oder sofern keine Beitragserhöhung notwendig ist, zur Beitragsreduzierung verwendet.

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