Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen das bestmögliche Erlebnis zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.   Details ansehen

Wenn Sie mit dem Auto in den Urlaub fahren, gehört die Routen­planung zu den Reise­vor­be­rei­tungen. In Europa müssen Sie in fast jedem Land eine Mautgebühr bezahlen. Hier erfahren Sie, welche.

Grundsätzlich reisen Sie in den südeuropäischen Ländern teurer als im hohen Norden. Es sei denn, Sie befinden sich auf der spektakulären Öresund- oder Storebeltbrücke in Dänemark. Dann sind für einen einfachen Pkw rund 50 EUR und für einen Pkw mit Anhänger oder in Wohnmobilgröße sogar 100 EUR fällig. Solche Verbindungen zu einer Insel oder Halbinsel gehören aber durchaus in den Bereich des Sightseeings und bieten Ihnen ein einmaliges Erlebnis. Generell sind Mautgebühren für die Schnell­straßen in Europa eher die Regel als die Ausnahme. Auch Deutschland ist nicht komplett kostenlos befahrbar: Der Auto­reise­zug nach Sylt z. B. gilt als die lukrativste Strecke der Deutschen Bundesbahn.

Maut in Europa.

Nichts in Europa ist so teuer wie ein Tunnelkilometer. Sie haben in der Alpenregion auch keine kostenfreien Alternativen. Im Winter sind die Hochalpenpässe gesperrt, im Sommer kosten die schönsten und spektakulärsten Passrouten in Österreich eine Extra-Maut­gebühr. Die Schweizer decken einen Großteil ihrer Kosten mit einer Jahres­vignette ab, die auch schon bei eintägiger Benutzung der Schweizer Autobahnen unerlässlich ist. In Österreich gibt es zwar touristen­freundliche Vignetten in 10-Tages- und 2-Monats­-Portionen. Allerdings wimmelt es dort nur so von zusätzlichen Schnellstraßen und Tunneln, die eine Extra-Gebühr kosten. Wer schon häufiger mit dem Auto in den Alpen unterwegs war, ärgert sich allerdings kaum noch darüber. Und immerhin dürfen sich Alpin­touristen über die kostenfreie Fahrt durch den St.-Gotthard-Tunnel freuen.

  • Montblanc-Tunnel (Chamonix-Aosta): 43,50 EUR, Hin- und Rückfahrt: 54,30 EUR
  • Fréjus-Tunnel (Modane-Susa): 43,50 EUR, Hin- und Rückfahrt: 54,30 EUR
  • Großer-St.-Bernhard-Tunnel (Martigny-Aosta): 29,30 EUR, Hin- und Rückfahrt: 46,90 EUR

Die Wege zu den beliebtesten Urlaubsküsten oder meistbesuchten Touristenorten Südeuropas zählen gleichzeitig auch zu den teuersten Mautstrecken in Europa. Wer in Frankreich, Italien, Spanien und Portugal auf Autobahnen und Schnellstraßen unterwegs ist, benötigt auf jeden Fall eine großzügig bemessene Mautkasse. Wollte man von echten Mautfallen sprechen, dann könnte eine Strecke von 160 Kilometern für 38,30 EUR ganz oben auf der Liste der teuersten Maut­strecken Europas rangieren. Diese finden Sie in Griechenland auf dem Peloponnes, wenn Sie mit dem Wohnmobil von Korinth nach Kalamata fahren. Die Kriterien, nach denen Gebühren für eine Strecke erhoben werden, scheinen dem Prinzip von Angebot und Nachfrage zu folgen. Pkw ohne Anhänger kommen immerhin mit knapp 11 EUR davon.

Frankreich bleibt das kostspieligste Mautland Europas. Provence-Fans sollten wissen, dass die Schnellrouten innerhalb der Region Haute Provence und Côte d’Azur zu den teuersten Mautstrecken in Europa gehören. Hier kosten auch kurze Auto­bahn­strecken, zum Beispiel die knapp 180 Kilometer von Aix-en-Provence nach Nizza, bereits happige 17,50 EUR für das kleinste 2-spurige Fahrzeug. Zudem zahlen Sie als Fahrer eines Wohnmobils oder Pkw mit Anhänger das Doppelte bis Dreifache des normalen Pkw-Tarifs.

  • Frankreich
  • Griechenland
  • Italien
  • Kroatien
  • Mazedonien
  • Norwegen
  • Polen
  • Portugal
  • Serbien
  • Spanien
  • Türkei
  • Weißrussland

Unser Tipp: Mautgebühren schon vorher berechnen.


Auf der Webseite des ACE (Auto Club Europa) finden Sie zu jedem europäischen Land eine Download-Datei, die Sie über genaue Preise für Vignetten, alle mautpflichtigen Strecken und sonstige gebührenpflichtige Verbindungen informiert.

Dazu gibt es 3 Beispiele für typische Strecken, die deutsche Urlauber gerne mit dem Auto fahren. Die unverbindlich angegebenen Kosten gelten für Pkw und den von Deutschland aus jeweils direktesten und schnellsten Weg über Autobahnen.

  • Von Baden-Württemberg aus zur Côte d'Azur
    Mulhouse-Lyon-Aix en Provence-Marseille: ca. 110 EUR (Hin- und Rückfahrt)
  • Von Weil am Rhein aus zur Fähre nach Sardinien
    Basel-Mailand-Livorno: ca. 93 EUR (Hin- und Rückfahrt, inkl. Schweizer Vignette, ohne Übersetzung nach Sardinien)
  • Über den Brenner an die italienische Adria
    Rosenheim-Brennerautobahn-Rimini: ca. 85 EUR (Hin- und Rückfahrt, inkl. 2-Monats-Vignette für Österreich)

Gemessen an den Kilometern, die Sie in einem kleinen Land wie der Schweiz maximal auf einem Transit zurück­legen können, dürfte es wohl auch als das teuerste gelten. Dafür werden jedoch Meister­leistungen im Straßen- und Tunnelbau geboten. Für Winter­sport-Reisende gehören Tunnel­gebühren zu den Skiregionen Frankreichs, Österreichs, Italiens und der Schweiz zur grundsätzlichen Budgetplanung. Die Alternativrouten über die Pass-Straßen sind im Winter weitestgehend gesperrt - und im Sommer keineswegs gebührenfrei. In Österreich zahlen Sie für besonders schöne Pass-Straßen, zum Beispiel die Großglockner-Hochalpenstraße, eine zusätzliche Sondermaut. Gleiches gilt für zahlreiche "Rennstrecken" wie die Brennerautobahn oder die Arlberg-Schnellstraße.

Absteigend sortiert sehen Sie hier die Kosten für eine Jahresvignette für Pkw mit und ohne Anhänger bzw. Wohnmobile:

  • Slowenien: 110 bzw. 220 EUR (für Fahrzeuge höher als 1,30 Meter)
  • Ungarn: 138 EUR
  • Österreich: 86,40 EUR
  • Tschechien: 56 EUR
  • Slowakei und Bulgarien: 50 EUR
  • Schweiz: 36,50 EUR
  • Rumänien: 28 EUR

Unter den vignettenpflichtigen Ländern sind die Schweiz und Rumänien am preiswertesten. Dafür bieten sie allerdings für Durchfahrer keine Monats- und Wochen-Vignetten an. Ansonsten fährt es sich innerhalb der Vignetten­länder insgesamt günstiger als in den Ländern mit Mautstationen zwischen den einzelnen Strecken­ab­schnitten.

Wie kostspielig sich ein Land hinsichtlich der Mautgebühren in Ihrer Urlaubskasse niederschlägt, hängt davon ab, ob Sie dieses Land im Transit durchqueren oder als Zielland erkunden wollen. In einem Land mit pauschaler Vignetten­pflicht haben Sie weitestgehend Ruhe vor weiteren Kosten - abgesehen von zusätzlichen Tunnel- und Brücken­gebühren, speziell in den Alpen­regionen.

  • Erstklassiger Schutz für Sie und Ihr Auto
  • TÜV-NORD-geprüfter SchadenService
  • Versicherungsschutz auch bei grober Fahrlässigkeit


Zur Autoversicherung

Diese Artikel könnten Ihnen auch gefallen:

Unfall

Unfall im Ausland

Unfall im Ausland: Wie verhalte ich mich richtig bei einem Autounfall im Ausland?

Familie

Lange Autofahrt mit Kindern

Lange Autofahrt mit Kindern: So sorgen Sie für gute Laune im Auto.