Während der Corona-Pandemie müssen viele von zu Hause aus arbeiten. Für die meisten ist das eine ganz neue Erfahrung und auf Dauer gar nicht so einfach. Vor allem, wenn man kleine Kinder hat, um die man sich kümmern muss, da die Betreuungsmöglichkeiten nur sehr eingeschränkt nutzbar sind.
Damit sowohl Kinder als auch der Beruf nicht zu kurz kommen, haben wir einige Tipps und Infos zur Unterstützung für Sie zusammengestellt.

Tipps für Eltern im Homeoffice:

  • Wann stehen wichtige Termine an, bei denen dringend Ruhe benötigt wird?
    Zeitfenster entsprechend einplanen.
  • Aufgaben heraussuchen, bei denen es nichts ausmacht, wenn Ihr Kind nebenbei in Ruhe malt, Hausaufgaben macht etc.
  • Rückfragen zu Hausaufgaben gebündelt klären – nicht immer einzeln. Evtl. ist es auch möglich, dass Ihr Kind Fragen mit Freunden aus der Klasse per Telefon oder Videochat zuerst selbstständig zu klären versucht.
  • Eigene soziale Kontakte und auch die der Kinder aufrechterhalten, z. B. durch Videochats oder Onlinespiele.
  • Feste Aufräumrituale einführen, z. B. immer nach dem Abendessen. So entfällt der Druck, tagsüber Ordnung zu halten.
  • Für 2 Tage kochen. Das spart am nächsten Tag viel Zeit ein.

Tipps für einen Betreuungsplan Zuhause:

Um die Organisation etwas einfacher zu gestalten, empfehlen wir Ihnen die Erstellung eines Betreuungsplans. Denn Kinderbetreuung ist idealerweise die Aufgabe von Mutter und Vater. Daher sollten Betreuung und Hausarbeit geteilt werden. So kann jedes Elternteil konzentriert seiner Arbeit nachgehen und hat trotzdem noch Zeit, die beim Spielen mit dem Kind verbracht werden kann.

Folgende Punkte sind beim Erstellen eines Betreuungsplans zu beachten:

  • Erstellen Sie einen Plan, der für jeden Arbeitstag die gleichen Zeiten berücksichtigt. So kann sich jedes Familienmitglied an eine gewisse Routine gewöhnen. Wer wann arbeitet, kann natürlich nach Belieben getauscht werden.
  • Ein Beispiel: Die ganze Familie startet um 8 Uhr mit einem gemeinsamen Frühstück in den Tag. Sie haben bereits schulpflichtige Kinder? Dann könne sich diese - zumindest in höheren Klassen - schon selbstständig mit Hausaugaben oder Online-Klassen beschäftigen (soweit das möglich ist). Trotzdem sollten die Eltern zeitweise in der Nähe sein, um Fragen zu beantworten. Bei kleineren Kindern (v. a. ohne ältere Geschwister) wird es kaum möglich sein, diese 2 Stunden komplett alleine zu beschäftigen. Mama und Papa können sich hier abwechseln und die Betreuung übernehmen, damit ein Elternteil jeweils in Ruhe arbeiten kann.
    Um 10 Uhr gibt es eine kurze Pause für alle - z. B. abwaschen, ein kurzes Spiel etc. Danach hilft Mama (oder Papa) die nächste Stunde dem Kind bei Fragen zu seinen Schulaufgaben und geht diese mit ihm zusammen durch. Es findet wieder ein Wechsel statt. Mama kann nochmal 1 Stunde konzentriert arbeiten und Papa bereitet (zusammen mit den Kindern) das Mittagessen vor.
    Um 12 Uhr gibt es mit der ganzen Familie Mittagessen und es wird gespielt. Falls möglich, können die Kinder nach dem Mittagessen im Garten toben. Anschließend sollte sich ein Elternteil wieder mit den Kleinen beschäftigen. Es kann auch z. B. vereinbart werden, dass Papa Montag, Mittwoch und Freitag länger arbeitet und dafür Dienstag und Donnerstag die Kinderbetreuung am Nachmittag übernimmt.
  • Alternativ kann ein Elternteil bereits vor dem Frühstück mit der Arbeit beginnen und die Zeit nutzen, in der die Kinder noch schlafen oder selber Schulaufgaben machen. Es gibt sehr viele verschiedene Möglichkeiten, den Tag zu gestalten. Finden Sie den für Ihre Familie passenden Tagesablauf.
  • Auch der Haushalt sollte aufgeteilt werden. In dieser Zeit sollten zudem die Ansprüche heruntergefahren werden - vielleicht muss im März nicht wie jedes Jahr ein Fensterputz stattfinden. Können Kinder evtl. mithelfen? Vielen Kindern macht das Putzen oder Kochen großen Spaß. Lassen Sie sich von ihnen unterstützen.

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Allgemeine Tipps fürs Arbeiten im Homeoffice:

  • Sicherstellen, dass Sie aufrecht sitzen und die passende Tischhöhe eingestellt haben.
  • Produktives Arbeiten - suchen Sie sich einen ungestörten Arbeitsplatz. Wenn möglich nicht das Schlafzimmer, da dies zu Einschlafproblemen führen kann, wenn noch an die Arbeit gedacht wird.
  • Zeitplan/Betreuungsplan erstellen - dadurch vermeiden Sie Störungen und setzen einen klaren Zeitpunkt für den Feierabend.
  • Ziele definieren - z. B. am Vortag 5 Minuten Zeit nehmen und überlegen, welche Aufgaben am nächsten Tag anstehen. Für die wichtigste/n davon dann die dafür benötigte Zeit blocken. Kleiner Tipp: Morgens ist die Konzentration meist noch am besten, daher die wichtigsten Aufgaben in diese Zeit verlegen.
  • An- und Abwesenheit kommunizieren und im Kalender pflegen.
  • Kommunikation mit Kollegen erhalten. Nicht nur mailen/chatten. Besser ist es, zum Telefon zu greifen oder per Videochat den Austausch zu suchen.
  • Auf die richtige Kommunikationsweise achten:
    • dringende & komplexe Aufgaben: (Video-)Telefonie
    • dringende & nicht komplexe Aufgaben: Chat
    • nicht dringende & komplexe Aufgaben: terminierte (Video-)Telefonie und/oder E-Mail
  • Regelmäßiges Lüften nicht vergessen!
  • Regelmäßig Pausen machen! Stellen Sie sich z. B. alle 90 Minuten einen Wecker. Spielen Sie kurz mit Ihren Kindern, erledigen Sie etwas im Haushalt, gehen Sie einkaufen oder machen Sie ein paar Yoga-Übungen etc.
  • In Bewegung bleiben! Im Homeoffice haben die meisten von uns weniger Bewegung als im Büro. Daher Spaziergänge einplanen oder sogar in der Mittagspause Joggen gehen. Auch ein kurzes Workout vor oder nach dem Arbeitstag bietet sich an. Viel Inspiration geben hier diverse YouTube-Videos und Fitnessstudios. Es bietet sich auch an, die Einkäufe zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erledigen, falls das möglich ist.
  • Auch die mentale Gesundheit nicht vergessen! Tun Sie sich schwer damit, im Homeoffice den Schalter von Arbeit auf Freizeit umzulegen? Dann probieren Sie es doch mal mit Yoga, progressiver Muskelentspannung oder vielen weiteren Alternativen.

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