Unsere Website verwendet sogenannte Cookies, um Ihnen das bestmögliche Erlebnis zu bieten. Durch die Nutzung der Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Detaillierte Informationen über den Einsatz von Cookies auf dieser Website erhalten Sie durch Klick auf   Mehr Informationen

Einverstanden

Sie werden es sicher kennen, die ständige Geräuschkulisse in einem Großraumbüro: Gespräche, Telefone, Tastaturen. Oder ständiger Maschinenlärm in der Werkstatt. Tatsache ist, dass Lärm Sie nicht nur in der Konzentration stört, sondern auch krank machen kann. Allgemein wird Lärm als "unerwünschter Schall" bezeichnet, wobei Lärm individuell sehr unterschiedlich wahrgenommen wird. Lang andauernder Lärm oder hohe Lärmpegel, auch wenn Sie meinen daran gewöhnt zu sein, schädigen die Haarsinneszellen im Innenohr nachhaltig - gegen Lärm hilft nur Vorsorge!

Lärmpegel am Arbeitsplatz. Oft am Anschlag.

Umso wichtiger ist Lärmschutz dort, wo Sie als Berufstätiger den Großteil Ihres Tages verbringen - am Arbeitsplatz. Denn rund 4 Millionen Menschen sind dort gesundheitsgefährdender Lärmbelastung ausgesetzt. Dabei sind unterschiedliche Berufsgruppen unterschiedlich stark gefährdet. Hier einige Beispiele: Ein Bibliothekar arbeitet in einer Geräuschkulisse von ca. 40 dB, Büroangestellte bei 60-70 dB, Lehrer oft bei schon kritischen 85 dB, ein DJ bei 100 dB und ein Fabrikarbeiter bei 105 dB. Extremen Lärm sind Flughafentechniker auf dem Rollfeld mit 140 dB ausgesetzt. Je größer der Lärm am Arbeitsplatz, desto wichtiger der Lärm- und Arbeitsschutz durch den Arbeitgeber.

Hörschäden durch Lärmbelastung. Hörgeräte können helfen.

Lärmbedingte Hörschäden sind nicht heilbar. Zunehmende Schwerhörigkeit ist ein schleichender Prozess, Ihr Gehirn wird anfängliche Hörschwächen teilweise kompensieren. Irgendwann hören Sie hohe Töne immer schlechter, dann haben Sie Probleme Gesprächen zu folgen.

Sehen und Hören.

Sehen und Hören Zusatzversicherung

Kleiner Preis, großartige Gesundheitsleistungen. Immer wieder.


Häufige Fragen zur Lärmbelastung bei Hörenden und Schwerhörigen. Das sollten Sie wissen.

  • Welche körperlichen Symptome stellen sich bei Lärm ein?

    Keine Frage, unser Körper reagiert sehr individuell auf Lärm als Stressfaktor. Mögliche Symptome sind Kopfschmerzen und Konzentrationsstörungen, hoher Blutdruck, Schlafstörungen, Herz- und Kreislaufprobleme, Reizungen im Magen- und Darmbereich, Verspannungen der Muskeln.

  • Wie reagiert unsere Psyche auf großen Lärm?

    Chronischer Lärm stellt eine schwere Belastung auch für die Psyche dar. Typische Symptome sind große Unruhe, Leistungsabfall, Aggressionen, Stress durch geringere Produktivität bei der Arbeit, Tendenzen zur Depression. Übrigens: Lärm wirkt nach. Bis in den Schlaf hinein schüttet der Körper Stresshormone aus.

  • Welche Schäden können am und im Ohr durch Lärm verursacht werden?

    Eine Schwerhörigkeit kann von leichter Hörminderung bis zur Taubheit reichen und viele Ursachen haben. Sehr starker Lärm wie z. B. Detonationen von mehr als 140 dB können dies auslösen.

    Beim Tinnitus hören Sie ständig störende Geräusche, ohne dass es eine objektive Schallquelle gibt. Die Geräuschkulisse aus Brummen, Pfeifen, Rauschen kann stetig oder pulsierend sei. Lärmbelastung oder Knalltrauma sind häufige Ursachen dafür.

    Ein Hörsturz (oder Ohrinfarkt) führt plötzlich zu meist einseitiger Wahrnehmungsstörung von Schallreizen. Ein Hörsturz kann sehr unterschiedlich verlaufen und bis zur Taubheit führen.

  • Wie regelt der Gesetzgeber die Lärmbelastung am Arbeitsplatz?

    Natürlich finden sich etliche gesetzliche Regelungen wie z. B. die Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung für den Schutz vor Lärm am Arbeitsplatz:

    Ab einem Lärmpegel von 80 dB am Arbeitsplatz muss Ihnen der Arbeitgeber Gehörschutz zur Verfügung stellen, alle Mitarbeiter entsprechend informieren und unterweisen und entsprechend der Arbeitsmedizinischen Vorsorgeverordnung eine Angebotsvorsorge bieten.

    Ab einem Lärmpegel von 85 dB ist der Arbeitgeber verpflichtet, gesetzlich vorgeschriebene Schutzmaßnahmen zu ergreifen: persönliche Schutzausrüstung (z. B. Gehörschutz), klare Kennzeichnung der Lärmzone als ein Gefahrenbereich, Lärmschutzmaßnahmen und eine Pflichtvorsorge nach der Arbeitsmedizinischen Vorsorgeverordnung.

  • Was müssen Schwerhörige mit Hörgeräten beachten? Welche Regeln gelten für sie?

    Damit sich die vorhandene Hörschwäche nicht verschlimmert, gilt für Menschen mit einer Schwerhörigkeit, dass sie keiner weiteren gehörgefährdenden Lärmbelastung ausgesetzt werden dürfen. Ab 80 dB sind sie verpflichtet, einen Gehörschutz tragen.

    Bitte beachten Sie: Hörgeräte verstärken jeden Schall. Ihre Lärmbelastung bei der Arbeit kommt also zusätzlich zum Schallpegel des Hörgeräts hinzu. Daher sind Hinter-dem-Ohr-Geräte (HdO) mit offener Otoplastik (Ohrpassstück) in Lärmbereichen ungeeignet.

    Für die Arbeit im Lärmbereich sind nur Hörgeräte mit einer speziellen Otoplastik zugelassen, welche als Gehörschutz Teil der Persönlichen Schutzausrüstung (PSA) sind. Diese verfügen zum einen über ein spezielles Arbeitsplatzprogramm mit Lärmpegelbegrenzung und zum anderen über eine geschlossene Otoplastik mit hoher Schalldämmung. Informieren Sie sich bei den Berufsgenossenschaften (BG) nach Zuschüssen oder Übernahme der Kosten.

    Hörgeräte mit eingebautem Gehörschutz eignen sich gut an Lärmarbeitsplätzen, an denen der schwerhörige Nutzer mit Kollegen sprachlich kommunizieren muss. Aber achten Sie darauf, dass sie nicht für stark Schwerhörige geeignet sind, da sie jeden Lärm automatisch auf 85 dB abregeln, einer Signalstärke, der für diese Gruppe oft zu schwach ist.

Bürolärm unter der Lupe.


Mediziner und Arbeitsschutzexperten sind sich einig, dass im Großraumbüro vor allem der Gesprächslärm die Leistungsfähigkeit mindert. Auch wenn Bürolärm nichts im Vergleich zum Fabrikmaschinenlärm ist, so stresst er dennoch. Ist Ihnen bewusst, dass Sie sich zwar vielleicht ans Klingeln von Telefonen gewöhnen und diese teils ausblenden können, aber gegen den Klang einer Stimme machtlos sind? Unser Gehirn analysiert ständig die eingehenden Schallreize und entscheidet, ob diese nur Schall oder Sprache sind. Sprachsignalen schenkt es automatisch sofort seine Rechenleistung und unsere Aufmerksamkeit. Sprache lenkt uns also ab und beschäftigt uns, auch wenn leise gesprochen wird. Dieser Effekt wird durch mehr Lärm noch potenziert.

7 Tipps gegen Lärm am Arbeitsplatz.

  • Sie sollten durchgehend einen Gehörschutz tragen, wenn Sie einen dauerhaft lauten Arbeitsplatz haben. In der Regel greifen Gesetze zum Arbeitsschutz und schreiben dies vor.
  • Legen Sie Lärmpausen am Arbeitsplatz ein und verbringen Sie diese abseits des Lärms.
  • Nutzen Sie einen Gehörschutz oder Kopfhörer, um sich von Störgeräuschen abzuschirmen.
  • Neben Verhaltensregeln beim Telefonieren und dem Angebot von Ruhe-Räumen für konzentriertes Arbeiten ist ausreichend Raum zwischen den Arbeitsplätzen entscheidend.
  • Im Großraumbüro helfen Kombilösungen: schallschluckende Möbel, Teppich oder Bodenbeläge, Decken und Pflanzen. Zusammen helfen sie, den Lärm zu mindern.
  • Lärmende, laute Büromaschinen wie Kopierer und Drucker sollten in einem separaten Raum stehen, sprechen Sie notfalls Ihren Arbeitgeber darauf an.
  • Gönnen Sie Ihrem Ohr Zeit zur Erholung, wenn Sie den ganzen Tag in einer lauten Umgebung gearbeitet haben. Vermeiden Sie möglichst nach Feierabend zusätzlichen Lärm.
Sehen und Hören Zusatzversicherung

Diese Themen könnten Sie auch interessieren:

Gesundheit

Brillenverordnung

Brillenverordnung verstehen: Was steht drauf, was bedeutet es?

Gesundheit

Hörgeräte-Preise

Hörgeräte-Preise: Günstiger mit Zusatzversicherung.