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Gerade im Sommer übt Wasser eine fast magische Anziehungskraft aus, besonders für Kinder. Damit aus dem Sommertraum kein Albtraum wird, gibt es wichtige Verhaltens- und Baderegeln. Denn Experten meinen, dass 2 Drittel aller Badeunfälle durch Information, Vorbeugung, mehr Schwimmunterricht für Kinder und vor allem Beaufsichtigung durch Rettungs­schwimmer vermieden werden könnten. Die häufigsten Ursachen für Ertrinken sind Leichtsinn, Unkenntnis und Selbstüberschätzung, so die DLRG.

2017 ertranken insgesamt 404 Menschen in Deutschland, die meisten (157) in unbewachten Binnen­gewässern wie Flüssen, Seen und Teichen. Die wenigsten Menschen ertrinken in einem Schwimmbad, weil dort Bademeister und andere Badegäste aufpassen können.

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Baderegeln

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Verlässt einen Schwimmer die Kraft, droht er unter Wasser zu sinken und keinen Sauerstoff mehr zu bekommen. Je länger der Sauerstoffmangel anhält, desto größer die Schäden im Gehirn und in den Organen, die zum Tod führen können. Vielleicht denken Sie, dass Ertrinkende laut fuchtelnd auf ihre Notlage aufmerksam machen. Diese Annahme ist leider falsch. Denn das Ertrinken ist ein schneller und meist stiller Vorgang. Wegen körperlicher Reflexe können die Opfer in der Regel nicht um Hilfe rufen. Gefragt ist daher ein rasches und sicheres Eingreifen. Doch das ist leicht gesagt.

Verständlich - wenn Sie einen Schwimmer in Notlage entdecken, geraten auch Sie schnell in Stress. Denn nun ist zügiges Handeln gefordert. Rufen Sie laut um Hilfe, alarmieren Sie so schnell wie möglich professionelle Helfer. Sie können auch Passanten auffordern, den Notruf unter 112 anzurufen.

Wenn Sie sich die Rettung im Wasser zutrauen, denken Sie daran, dass der Ertrinkende im Notfall um sein Leben kämpft. Reflexartig wird er sich an allem festklammern, was er zu greifen bekommt. Reichen Sie ihm also nicht die Hand, sondern lieber einen Ast. Wenn möglich, werfen Sie ihm einen schwimmenden Gegenstand zu, z. B. eine Schwimmhilfe oder ein Seil. Achten Sie dabei für sich auf einen festen Untergrund oder einen Steg.

Erste Hilfe an Land: Die Zeit für die Rettung läuft!

  • Beginnen Sie mit der Kontrolle der Lebensfunktionen!

    Sobald der Schwimmer an Land ist, sollten Sie seine Lebensfunktionen kontrollieren, also Bewusstsein, Atmung und Kreislauf. Prüfen Sie gleich auch, ob der Körper erkennbare Verletzungen aufweist. Klagt er über Lähmungen, bewegen Sie ihn nicht. Falls Sie es noch nicht getan haben, wählen Sie unbedingt den Notruf 112. An Flussufern stehen in regelmäßigen Abständen Kilometerschilder - geben Sie wenn möglich beim Notruf die nächststehende Zahl an.

  • Der Verunglückte ist bei Bewusstsein: Wärmen Sie ihn mit trockenen Sachen.

    Wenn der Schwimmer ansprechbar ist, sprechen Sie ruhig mit ihm. Erklären Sie, dass er an Land ist und der Rettungsdienst alarmiert wurde. Wahrscheinlich ist er unterkühlt. Ziehen Sie ihm also die nassen Sachen aus, legen Sie ihn auf eine isolierende Unterlage und wickeln Sie ihn mit Decken oder Kleidungsstücken ein. Warten Sie zusammen auf den Rettungsdienst.

  • Beginnen Sie bei Atemstillstand sofort mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung!

    Wenn der Schwimmer bewusstlos ist, aber atmet und einen spürbaren Puls hat, bringen Sie ihn in die stabile Seitenlage. Wenn er jedoch bewusstlos ist und nicht mehr atmet, besteht akute Lebensgefahr. Starten Sie unverzüglich mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung:

    • Führen Sie 30 Herzdruckmassagen aus, indem Sie das Brustbein in der Mitte des Brustkorbs mit übereinandergelegten Handballen 4 bis 5 Zentimeter rhythmisch drücken.
    • Wiederholen Sie dies mit einer Rate von 100 - 120 Mal pro Minute, die Brust sollte sich immer wieder heben. Der Song "Stayin‘ Alive" von den Bee Gees bietet Ihnen dafür genau den richtigen Takt.
    • Geben Sie dann 2 Atemspenden Mund-zu-Mund, verschließen Sie dabei die Nase des Schwimmers. Fahren Sie mit 30 Herzmassagen fort und so weiter - bis die Person wieder atmet oder der Rettungsdienst eingetroffen ist.

Wie Sie Kräfte sparen, wenn Sie beim Baden in Not geraten.


Wenn Sie als Schwimmer auf dem Wasser in Not geraten, hat Kräftesparen oberste Priorität. Falls Sie genug Ausdauer oder noch Reserven haben, schwimmen Sie ruhig und langsam in Rückenlage ans Ufer. Für den Notfall empfiehlt die DLRG 2 Ruhelagen:

  • In der Schwebelage liegen Sie flach auf dem Rücken, der Hinterkopf ist im Wasser und das Kinn zeigt zur Brust. Leichte Paddelbewegungen mit Händen und Beinen halten Sie über Wasser.
  • In der Froschlage sind Sie in Bauchlage, das Gesicht liegt im Wasser. Atmen Sie unter Wasser ruhig aus und heben Sie nur um einzuatmen den Mund kurz über die Wasseroberfläche.

Baderegeln beachten: wie Sie Badeunfällen vorbeugen können.

  • Kinder sollen in Ihrer unmittelbaren Sicht- und Reichweite baden. Luftmatratzen und aufblasbares Badespielzeug sind keine lebens­rettenden Schwimmhilfen und sollten von Kindern nur im flachen Wasser genutzt werden!
  • Prüfen Sie die Wassertemperatur und kühlen Sie sich vor dem Baden ab. Sonst droht Ihnen evtl. ein Kreislaufversagen oder Herzinfarkt.
  • Baden Sie niemals unter Alkohol-, Medikamenten- oder Drogeneinfluss. Sie neigen sonst zu Selbstüberschätzung. Vermeiden Sie das Baden mit leerem (kraftlos) und zu vollem (träge) Magen.
  • Wenn Sie anfangen zu frieren, sollten Sie das Wasser verlassen. Sonst drohen Ihnen Muskelkrämpfe und Schwäche. Gehen Sie nur ins Wasser, wenn Sie sich auch fit fühlen. Schwimmen Sie nicht mit Erkältung oder Entzündung im Körper.
  • Meiden Sie unbekannte Gewässer, da Sie die dortigen Strömungen, Strudel und Untiefen nicht kennen. Vermeiden Sie Kopfsprünge in flache oder unbekannte Flüsse oder Seen: Es drohen Schädel- und Wirbelsäulen­verletzungen.
  • Auch als geübter Schwimmer sollten Sie in Ufernähe bleiben. Überschätzen Sie nicht die eigenen Kräfte. Achten Sie zudem auf die Wetterlage. Bei Gewittern gilt: raus aus dem Wasser!
  • Achten Sie immer auf Wasserpflanzen, Wehranlagen und Wasserfahrzeuge.
  • Wenn Ihre Kräfte mal nachlassen, dann lassen Sie sich mit der Strömung treiben. Versuchen Sie, in einem großen "U" wieder an Land zu kommen.
Unfallversicherung

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