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So ein spitzgebuckelter Rauhkopf! Hinter dieser Formulierung verbirgt sich kein neues Schimpfwort, sondern einer der giftigsten Pilze in Deutschland. Jedes Jahr, wenn die Pilzsammler Saison haben, gehen auch die Vergiftungen sprunghaft nach oben.

Auf die Pilze, fertig, los?

Ob in Rahmsoße, frittiert oder pur auf dem Salat - keine Frage, Pilze sind in jeder Variation eine echte Köstlichkeit. Zur Saison lassen sich viele Pfifferlinge, Steinpilze und Co. nicht nur in den Supermarkt­regalen, sondern natürlich auch im Wald finden. Allerdings ist es oft gar nicht so leicht, die essbaren Pilze von den giftigen zu unterscheiden. Wer dann mit gefährlichem Halbwissen loszieht, riskiert nicht selten folgenschwere Vergiftungen bis hin zum tödlichen Nierenversagen.

Aufs Pilzesammeln verzichten müssen Sie deshalb nicht: Volkshochschulen oder Naturschutz­verbände bieten immer wieder geführte Pilz­wanderungen an, bei denen in mehrstündigen Wald­spaziergängen bekannte Speise- und Giftpilze vorgestellt werden.

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Als Anfänger sollten Sie niemals alleine Pilze sammeln gehen. Denn selbst wenn Sie ein Pilz­bestimmungs­buch dabei haben, können Sie nie hundert­prozentig sicher sein. Schließlich ähneln sich viele Pilze zum Verwechseln - und Farben sehen im Buch oft anders aus als in der Natur. Eine Liste von Pilzberatern finden Sie auf der Webseite der Deutschen Gesellschaft für Mykologie.

Hilfreiche Tipps: So wird Ihr Ausflug in die Pilze zum Erfolg.

  • Der richtige Zeitpunkt

    Pilze lieben es feucht und warm. Deshalb ist der beste Zeitpunkt zum Pilzesammeln, wenn es geregnet hat und die Temperaturen angenehm mild sind.

  • Der beste Ort

    Ob auf der Wiese oder im Wald - essbare Pilze gibt es an vielen Orten. Vor allem in unmittelbarer Nähe zu Bäumen lohnt sich das Suchen. So findet man unter Birken, Hainbuchen und Pappeln bis in den November Rotkappen. Maronen­röhrlinge dagegen wachsen bevorzugt auf sauren Böden unter Kiefern und Fichten.

  • Nachhaltig ernten

    Wenn Sie eine gute Stelle gefunden haben, sollten Sie nicht alle Pilze ernten, sondern ein paar stehen lassen. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass an diesem Platz neue Pilzgenerationen heranwachsen. Sollten Sie auf giftige Exemplare stoßen, zerstören Sie diese auf keinen Fall. Auch wenn sie Ihnen nicht nützen, für den Wald sind sie durchaus wichtig.

    "Gute" Pilze sollten Sie am besten oberhalb des Bodens abschneiden und direkt vor Ort von Erde und Dreck befreien.

  • Richtig transportieren

    Zum Transportieren können Sie Ihre Ausbeute in einen großen Korb legen, in dem sie genug Platz zum Atmen hat. Beutel oder Taschen eignen sich weniger, da die Pilze darin Druckstellen bekommen und schneller verderben.

  • Pilze weiterverarbeiten

    Sobald Sie zu Hause angekommen sind, sollten Sie Ihre Ernte sofort ausbreiten, damit sie ausreichend Luft bekommt und nicht zu faulen beginnt. Am besten Sie putzen und verarbeiten Ihren Fund innerhalb eines Tages. Achten Sie dabei unbedingt auf Wurmstellen. Wenn Sie die Pilze nicht direkt verzehren wollen, können Sie sie auch einfrieren und später genießen.

Finger weg von unbekannten Pilzen!

Genießbar oder giftig? Wenn Sie nicht hundertprozentig sicher sind, sollten Sie den Pilz unbedingt stehen lassen. Oder Sie bringen Ihren Fund zu einer Pilzberatungsstelle und lassen ihn dort begutachten. Generell sollten sich Anfänger mit Röhrlingen zufrieden­­geben. Zwar gibt es auch hier "schwarze Schafe", die Ver­giftungen beschränken sich dann aber meist auf eher harmlose Magen- und Darmbeschwerden.

Beschwerden nach dem Pilzgenuss? So verhalten Sie sich richtig.

Die meisten und gefährlichsten Vergiftungen werden von Knollenblätterpilzen ausgelöst. Kein Wunder, schließlich sehen sie dem genießbaren Champignon extrem ähnlich. Eine Verwechslung mit verheerenden Folgen: Denn wer aus Versehen einen Knollen­blätter­­pilz isst, kann an der Vergiftung sogar sterben. Beschwerden treten meist nach 6 bis 20 Stunden auf. Typischerweise kommt es zu Durchfall, Bauch­krämpfen, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel oder Herzrasen. Außerdem können relativ schnell die Leber oder Nieren versagen. Betroffene sollten daher unverzüglich einen Arzt aufsuchen. Um diesem die Diagnose zu erleichtern, empfiehlt es sich, eventuell vorhandene Pilzreste mitzubringen.

Übrigens: Nicht jedes Unwohlsein nach dem Pilzverzehr bedeutet gleich eine tödliche Vergiftung. In 80 % der Fälle wurden die gefundenen Pilze lediglich falsch zubereitet. Denn auch Speisepilze sind roh oft schwer verträglich, was zu Bauch­schmerzen und Durchfall führen kann. In jedem Fall lohnt es sich aber, auf Nummer sicher zu gehen und lieber einmal zu viel einen Arzt zu konsultieren.

Für den Notfall gibt es auch einen Giftnotruf. Die Rufnummern sind je nach Bundesland unterschiedlich:

  • Baden-Württemberg: 0761 19240
  • Bayern: 089 19240
  • Berlin, Brandenburg: 030 19240
  • Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachen: 0551 19240
  • Hessen, Rheinland-Pfalz: 06131 19240
  • Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen: 0361 730730
  • Nordrhein-Westfalen: 0228 19240
  • Saarland: 06841 19240

Dieser Artikel will und kann weder einen guten Pilzratgeber noch eine Pilzberatungsstelle ersetzen. Er ist nicht geeignet, um Pilze zu bestimmen. Die Bestimmung von Pilzen darf niemals allein anhand von Fotos oder Abbildungen in Büchern oder im Internet erfolgen. Die oberste Regel lautet: Nur Pilze, die Sie anhand mehrerer Merkmale absolut sicher bestimmen können, dürfen Sie essen.

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