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Damit Sie gesund Ihr Grillvergnügen ge­nießen können, haben wir Ihnen Tipps und wichtige Sicherheits­vorkeh­rungen zusammengestellt.

Gefahren beim Grillen.

Für mehr als 4.000 Menschen im Jahr endet eine Grillparty mit Verbrennun­gen. Stichflammen und Verpuffungen verursachen immer wieder schwerste Brandwunden. Betroffen sind meist nicht nur die Akteure am Grill selbst, sondern auch umstehende Gäste. Be­son­ders Kindern, für die sich das Ge­scheh­en auf Au­gen­­höhe abspielt, kann ihre Neugier gefährlich werden. Denn das lo­dernde Feuer fasziniert Kinder enorm und verleitet sie da­zu, alle Vor­sicht außer Acht zu lassen. Schnelle und besonnene Hilfe ist dann beson­ders wichtig.

Die wichtigste Regel ist, den Grill die ganze Zeit über im Auge zu behalten. Ein plötzlich auffrischender Wind kann für gefähr­li­chen Funkenflug sorgen. Der Grill sollte stabil und ebenerdig aufge­baut sein und sich keinesfalls in der Nähe spielender Kinder befin­den.

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Grill immer im Auge behalten
Sorgen Sie für einen sicheren Stand und lassen Sie den Grill nie aus den Augen.

Das sollten Sie beim Einkauf beachten:

  • Der Grill.

    Der Grill sollte ein sicherheitsge­prüftes Gerät sein, was Sie an der angebrachten Nummer DIN 66077 erkennen können. Ein Grill mit die­ser Auszeichnung steht bei richti­gem Aufbau sicher, ist frei von schar­fen Kanten und der Griff des Grill­spie­ßes wird nicht zu heiß.

  • Die Grillkohle.

    Auch bei der Grillkohle gibt es Prüf­zeichen: Gute Kohle trägt die Bezei­chnung DIN 51749. Damit können Sie sicher sein, dass es sich um ein hochwertiges und geprüf­tes Pro­dukt han­delt. Ob Sie Holzkohle­bri­ketts, -kissen oder -blocks ver­wen­den, spielt generell keine Rolle für die Sicherheit.

  • Der Grillanzünder.

    Es gibt sowohl feste als auch flüs­sige Anzündhilfen, die gut zünden, aber nicht ver­puffen, explo­dieren oder Spuren im Geschmack hinter­lassen. Zu erkennen sind sol­che Grillanzün­der an der Bezeichnung DIN 66358.

    Verwenden Sie auf keinen Fall Brenn­spiritus oder gar Benzin zum Anzünden. Denn wenn diese Flüs­sigkeiten verdunsten, können hoch­explosive, brennbare Dampf-Luft-Gemische entstehen. Dadurch kann es zu einer Verpuffung beim Anzün­den der Grillkohle kommen.

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Sicher grillen - eine Check­liste:

  • Ausschließlich im Freien gril­len.
  • Niemals unter einem Sonnen- oder Regenschirm grillen (Brand­gefahr).
  • Grillgut erst auflegen, wenn die Flammen erloschen sind und eine weiße Ascheschicht auf der Kohle liegt.
  • Halten Sie genügend Abstand zu Bäumen, Büschen oder an­deren brennbaren Materia­lien.
  • Grillanzünder - vor allem Fla­schen - müssen einen kinder­gesicherten Verschluss haben.
  • Grillgut erst auflegen, wenn die Anzündhilfe vollständig abge­brannt ist.
  • Achten Sie auf einen festen Un­tergrund für den Grill.
  • Abtropfendes Fett kann bren­nen und das Grillgut entzün­den.

Vorsicht mit Kindern.

Ist das Feuer am Grill einmal entfacht, darf dieser unter keinen Umständen mehr bewegt oder verscho­­ben wer­den. Zum einen ist der sichere und feste Stand des Grills sehr wichtig. Zum an­de­ren können Kin­­der schon schwere Verbrennungen davontragen, wenn sie zu nah am offenen Feuer stehen. Auch Sprit­zer vom Fett des Grillguts sind schmerzhaft. Sie selbst können sich davor mit Grillschürze, Hand­schuhen und einem Grillbesteck schützen. Bei Kindern ist aber vor al­lem eine aus­reichende Entfernung zwingend not­wendig.

Für den Notfall sollten Sie neben dem traditionellen Eimer Wasser ein ungif­tiges und gesundheitlich unbedenkl­iches Löschspray bereithalten. Für das Ablöschen der Restglut genügt etwas Wasser - die gelöschte Glut darf nie­mals in einen brennba­ren Behälter ge­füllt werden!

Übrigens: Achten Sie auch nach dem Grillen darauf, dass die glühenden Koh­­len und der heiße Grill für Kinder nicht erreichbar sind.

So verhalten Sie sich bei einem Unfall richtig:

Sollte es trotz aller Sicherheitsvor­keh­rungen zu einem Unfall kommen, ge­ben Ihnen die nachfolgenden Schritte eine Orientierung für den richtigen Um­gang mit Ver­bren­nungen:

  • Ist das Feuer auf eine Person überge­gan­gen, müssen Sie das Feuer sofort lö­schen. Wichtig ist, dass Sie die in Panik geratene Person am Weglaufen hin­dern, damit die Flammen nicht weiter ange­facht werden.
  • Ersticken Sie die Flammen mit einer De­cke, wälzen Sie die betroffene Per­son auf dem Bo­den hin und her und über­gie­ßen Sie sie mit Wasser. Falls vorhanden, benutzen Sie einen Feuer­löscher - die­sen aber nicht auf das Gesicht rich­ten!
  • Brandwunden müssen gekühlt werden. Übergießen Sie verbrannte Körperteile sofort mit kaltem Wasser. Halten Sie die betroffenen Körperpartien dann so lan­ge unter kaltes Was­ser (stehend oder flie­ßend), bis die Schmerzen nach­lassen - mindestens 10 bis 15 Minuten. Im Ge­sicht kann mit feuchten Tüchern ge­kühlt werden, wobei die Atem­wege immer frei sein müssen.
  • Spätestens jetzt müssen Sie den Ret­tungsdienst anrufen - die 112 gilt auch in den meisten Urlaubsländern.
  • Decken Sie nach der Kaltwasserbe­hand­lung die Brandwunden wegen der gro­ßen Infek­tions­gefahr mit einem sterilen Verbandtuch (aus dem Kfz-Verbands­kasten) ab. Besonders gut eignet sich ein Brandwundverband mit einer alumi­nium­bedampften Seite - er klebt nicht fest.
  • Friert der Verletzte, hüllen Sie ihn in warme Decken oder eine Rettungs­decke aus dem Kfz-Verbandskasten. Achten Sie jedoch darauf, dass die Decke nicht auf die Brandwunden drückt. Bei schweren, großflächigen Ver­bren­nungen und bei Gesichtsver­brennungen sind Atem- und Kreislauf­störungen zu erwarten. Über­wa­chen Sie deshalb ständig Atmung und Kreislauf.

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