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Im Alter lässt das Hör­vermögen manchmal bis hin zur Schwer­hörig­keit nach. Das führt leicht zu Schwierig­keiten im Gespräch und beim Bewäl­ti­gen täglicher Auf­gaben. Schon der Gang zum Ein­kaufen wird dann zu einer Heraus­forderung. Sind Menschen in Ihrer Familie oder im Freundes­kreis von Alters­schwer­hörig­keit betroffen, können Sie sie bereits mit kleinen Hilfestellungen unter­stützen. Wir zeigen Ihnen, was hilft.

Im Alter lässt die Leistungsfähigkeit des menschlichen Körpers mehr oder weniger schnell und individuell stark nach. Das Gehör ist davon etwa ab 50 bis 60 Jahren betroffen. In diesem Alter können sich Verschleiß­er­schei­nungen bei den Haar­zellen des Innen­ohrs sowie beim Hörnerv und beim Hör­zentrum im Gehirn bemerk­bar machen. Mediziner sprechen in diesem Fall von einer Presbyakusis, umgangs­sprachlich Alters­schwer­hörig­keit.

Die Altersschwerhörigkeit entsteht schleichend und betrifft in der Regel beide Ohren gleich stark. Zuerst hört der Betroffene hohe Töne schlechter. Ebenso wird es zunehmend schwie­riger, den Gesprächs­partner in einem lauten Umfeld zu verstehen. Weil gesell­schaft­liche Anlässe für diese Situation typisch sind, nennt man dieses Symptom auch den Cocktail-­Party-­Effekt. Häufig wird die Alters­schwer­hörigkeit zudem durch ein dauerhaftes Ohr­ge­räusch (Tinnitus) begleitet.

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Gespräche sind nur dann möglich, wenn man versteht, was der andere sagt. Lässt die Hör­fähigkeit nach, ist der Betroffene bis zu einem gewissen Grad vom sozialen Mitei­nander aus­ge­schlossen. Diese Erfahrung von Ein­sam­keit inmitten einer Gruppe kann sehr be­las­tend sein. Ebenso führt die schwindende Hör­leistung häufig zu einer großen Ver­un­sicherung. Denn der Betroffene verliert zuneh­mend eine Sinnes­kraft, die der Orientierung in der Umwelt und der Kom­mu­ni­ka­tion dient. Und das verändert die eigene Wahr­neh­mung der Um­ge­bung maßgeblich.

In Gruppen ist es für Betroffene oft schwierig, wenn andere unter­einander leise Be­mer­kungen aus­tauschen oder lachen. Bezieht man den Betroffenen hierbei nicht ein, kann er sich leicht aus­ge­schlossen fühlen. Wer andere nicht versteht und deshalb nicht richtig reagieren kann, stößt zudem häufig auf Ab­lehnung. Andere Menschen zeigen sich genervt oder halten gerade alte Menschen für senil. Viele Betroffene schämen sich daher für ihre Schwer­hörigkeit und versuchen, sie zu ver­heim­lichen. Sie ziehen sich zurück und fördern so un­gewollt auch den geistigen Abbau. Depressionen können die Folge sein. Damit dies nicht passiert, ist die Hilfe von An­ge­hörigen und Freunden gefragt.

Gut zu wissen.


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Weil Hörschwäche im Alter ein langsam voranschreitender Prozess ist, fällt die Ver­än­de­rung anfangs manchmal gar nicht auf. Es gibt jedoch Frühwarnzeichen für die Alters­schwer­hörig­keit. Werden sie erkannt, ist ein Besuch beim HNO-Facharzt unbedingt empfehlens­wert.

  • Überhören Sie Geräusche wie Kühlschranksummen oder Uhrenticken?
  • Haben Sie die Tür- oder Telefonklingel bereits häufiger nicht gehört?
  • Entgeht Ihnen bei Spaziergängen das Geräusch von Vogelgezwitscher oder Blätterrauschen?
  • Müssen Sie im Gespräch häufig nachfragen?
  • Haben Sie den Eindruck, Ihre Gesprächspartner sprechen allesamt sehr undeutlich?
  • Beschweren sich andere über Ihr zu lautes Radio oder Ihren zu lauten Fernseher?
  • Haben Sie insbesondere bei lauter Geräuschkulisse Schwierigkeiten, andere zu verstehen?

So erkennen Sie Alters­schwerhörigkeit bei Mitmenschen.

  • Der Betroffene reagiert nur, wenn Sie ihn mit Blickkontakt ansprechen oder ihn anfassen.
  • Auf Fragen bekommen Sie nicht passende Antworten.
  • Der Kopf des Betroffenen nimmt im Gespräch eine Lauschstellung ein.
  • Beim Zuhören ist der Gesichts­ausdruck angestrengt, eventuell mit einer Falte zwischen den Augen­brauen.
  • Geräte wie Radio oder Fernseher werden sehr laut eingestellt.

Der 1. Schritt bei einer nachlassenden Hörfähigkeit ist der Besuch beim Arzt. Lautet die Diagnose Presbyakusis, spricht der Arzt mit dem Betroffenen verschiedene Therapie­möglichkeiten durch. Die Alters­schwerhörigkeit selbst kann nicht geheilt werden, die Symptome sind jedoch gut behandel­bar.

  • Hörgeräte im Ohr oder hinter dem Ohr
  • Hörimplantate (Cochlea-Implantate)
  • Hörtraining
  • Lippenlesen lernen
  • Gebärdensprache lernen

Hörgerät in der Hand gehalten

  • Wenden Sie sich beim Gespräch dem Betroffenen zu und halten Sie Blick­kontakt.
  • Vermeiden Sie es, beim Essen oder Kaugummi­kauen zu sprechen, ebenso wie beim Rauchen einer Zigarette. Achten Sie generell darauf, Ihren Mund nicht mit der Hand zu ver­decken.
  • Reden Sie in kurzen Sätzen. Bemühen Sie sich um eine deutliche, eher langsame Aus­sprache. Unter­streichen Sie die Bedeutung Ihrer Aussage mit Mimik und Gestik.
  • Sprechen Sie in einer normalen Laut­stärke. Lautes Reden beeinträchtigt die Funktion des Hör­geräts und kann sogar als schmerz­haft empfunden werden.

  • Wählen Sie eine geräusch­arme Um­gebung für das Gespräch. Schalten Sie Geräusch­quellen wie Fernseher und Radio aus.
  • In Gesprächs­gruppen sollte immer nur eine Person reden. Ein Durch­einander­reden ist besser zu vermeiden.
  • Lassen Sie den Betroffenen bei An­lässen mit vielen Menschen durch kurze Zusammen­fassungen, Wieder­gabe von Pointen etc. an den allge­meinen Gesprächen teil­haben.

Betroffene können ebenfalls zum Gelingen des Gesprächs beitragen. Besonders wichtig ist, zu der Ein­schrän­kung zu stehen. Teilen Sie Ihrem Gesprächspartner offen mit, dass Sie nicht gut hören. Sagen Sie ihm, auf welche Weise Sie ihn am besten verstehen. Wenn Sie etwas nicht verstehen: Lassen Sie es den anderen wissen und bitten Sie ihn rechtzeitig darum, es zu wiederholen. Auch wenn die Bitte um Wiederholung anstrengend und vielleicht sogar etwas nervend sein kann: Täuschen Sie kein Verständnis vor.

Denken Sie auch daran, dass das Hören tagesform- und um­gebungs­ab­hängig ist. Wenn es in einer Situation nicht klappt, gelingt es vielleicht beim nächsten Versuch schon wieder besser.

Je früher Sie lernen, mit der nach­lassenden Hör­­fähigkeit um­zu­gehen, umso weniger wird Sie die Alters­­schwer­hörig­keit im sozialen Umgang beeinträchtigen. Der Zusammen­halt von Angehörigen und Betrof­fenen ist dabei genauso wichtig wie ein früh­zeitiger Arzt­­besuch. Sollte sich dabei eine Empfehlung für ein Hörgerät ergeben, erstattet die NÜRNBERGER im Rahmen der Zusatzversicherung "Sehen und Hören" bis zu 800 EUR je Ohr, alle 36 Monate. So bleibt die Lebens­qualität trotz schwindender Hör­leistung hoch.

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