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Das Auge isst nicht nur mit - es liest, schaut und erkennt den lieben langen Tag Dinge in unserer Umwelt. Und das meist, ohne dass wir uns sonderlich anstrengen müssen. Schwierig wird es allerdings, wenn wir im Alltag fest­stellen, dass unsere Sehkraft nach­lässt. Können weiter entfernte Straßen­schilder nicht mehr gelesen werden oder fällt das Arbeiten am Computer immer schwerer, läuten bei vielen Menschen die Alarm­glocken - eine Brille muss her! Doch immer mehr Ärzte und Optiker empfehlen Menschen mit beginnenden und leichten Seh­pro­blemen ein regel­mäßiges Augen­training als Alternative zur Seh­hilfe. Besonders bei Kurz­sichtigkeit (Mykopie) sollen so durch­aus Erfolge nachzuweisen sein.

Unter Augentraining werden Übungen verstanden, die die Beweglichkeit des Auges wahren und gleichzeitig die Muskeln stärken sollen. Um nahe und weiter entfernte Objekte gleicher­maßen gut zu sehen, muss das Auge die Linse permanent anpassen. Durch diese wird das Licht dann korrekt gebrochen und wir sehen unsere Umwelt scharf. Beim Augentraining werden die Muskeln trainiert, die für dieses Scharfstellen der Linse (Akkommodation) benötigt werden - allen voran der Ziliarmuskel. Wird dieser über­spannt (wie bei Kurz­sich­tig­keit) oder nicht richtig an­ge­spannt (wie bei Weitsichtigkeit), sehen wir nur noch unscharf.

Deshalb ist der Grundgedanke des Augentrainings die Stärkung des Ziliar­muskels: Dieser kann durch körper­lichen und psychischen Stress wie auch durch permanente Über­­be­lastung geschwächt werden. Zusätzlich ist inzwischen wissen­schaftlich erwiesen, dass häufige Arbeit am Bild­schirm das Risiko für Kurzsichtigkeit steigert. Diese "Nah­arbeit" sorgt dafür, dass das Auge in die Länge wächst - und somit das Abbild auf der Netzhaut unschärfer wird.

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Junger Mann schaut aus dem Fenster
Eine starke Sehschwäche kann auch durch Augentraining nicht rückgängig gemacht werden - doch frühzeitiges Vorbeugen durch gezielte Übungen kann helfen, das erste Rezept für die Brille zumindest etwas hinauszuzögern.

Gut zu wissen.


Zusätzlich zum Augentraining sind regel­mäßige Besuche beim Augenarzt ein Muss für die Gesundheit Ihrer Augen. Sollten Sie einmal eine Sehhilfe benötigen, bietet Ihnen die NÜRNBERGER mit der Zusatzversicherung "Sehen und Hören" alle zwei Jahre einen Zuschuss in Höhe von 300 EUR, den Sie in Ihre neue Brille oder Kontaktlinsen investieren können.

Um den eigenen Blick erfolgreich zu schärfen, wurden die unter­schied­lichsten Übungen entwickelt. Meist wird ein Mix aus Anspannungs- und Entspannungsübungen empfohlen. Viele der Übungen sind relativ simpel und können so auch schnell während der Arbeit oder in der Bahn durch­ge­führt werden. Das Augentraining verspricht jedoch nur einen Erfolg, wenn es regelmäßig und über einen längeren Zeitraum hinweg stattfindet - genau wie der Muskelaufbau im Fitnessstudio.

Diese 10 Übungen können Ihre Sehkraft verbessern.

  • Blinzeln

    Regelmäßiges Blinzeln verhindert das Austrocknen des Auges, da es dieses mit einer dünnen Schicht aus Tränen­flüssigkeit benetzt. Dadurch ermüden Ihre Augen weniger schnell.

  • In die Ferne schauen

    Schauen Sie beispielsweise für 1 Minute aus dem Fenster und betrachten Sie Häuser oder Bäume in einiger Ent­fer­nung, bis Sie merken, dass sich Ihr Blick komplett scharf gestellt hat.

  • Augen schließen

    Durch das bewusste Schließen der Augen entspannt der gesamte Seh­apparat. Gleich­zeitig fokussieren sich so Ihre restlichen Sinne.

  • Daumen fixieren

    Hier wird Ihr peripheres Sehvermögen geschult: Fokussieren Sie Ihren Daumen und gehen Sie durch den Raum oder einen längeren Flur entlang. Achten Sie auf Objekte, die in Ihrem peripheren Sichtfeld auftreten, und zählen Sie diese. Wichtig: Wenden Sie den Blick nicht von Ihrem Daumen ab.

  • Nah-Fern-Wechsel

    Auch hier bietet sich der Blick aus dem Fenster an. Fokussieren Sie ab­wech­selnd einen Punkt in der Nähe (bei­spiels­wei­se einen kleinen Zettel am Fenster) und einen weiter entfernten Punkt. Damit trainieren Sie die Akkommodation (Anpassung) Ihrer Linsen.

  • Akupressur

    Massage gefällig? Durch ein leichtes Drücken rund um die Augen entspannen Sie die gesamte Gesichtsmuskulatur. Auch Ihren Augen kommt dies zugute.

  • Augenlabyrinth

    Werden Sie kreativ! Zeichnen Sie mit verschiedenfarbigen Stiften ver­schlun­gene Linien kreuz und quer über ein Blatt Papier. Folgen Sie diesen Linien dann von einem Ende zum anderen - ohne das Blatt oder den Kopf zu bewegen!

  • Achtsamer Augenblick

    Stellen Sie sich vor, Ihr Blick sei ein Pinsel. Und nun malen Sie mit Ihrem Blick eine liegende 8 auf Augenhöhe in die Luft. Hier werden gleich mehrere Augenmuskeln gestärkt.

  • Worte fixieren

    Fokussieren Sie ein Wort in einiger Entfernung - beispielsweise auf einem Buch­rücken im Bücher­regal oder einem Wandposter. Nun gehen Sie etwas auf das Wort zu und fokussieren es erneut. Im Anschluss gehen Sie einige Schritte rückwärts und fokussieren wieder. Auch hierdurch wird der Ziliarmuskel gestärkt.

  • Apps

    Eine spielerische Ergänzung für Ihr "Offline-Training" sind Apps für Ihr Smartphone. Auch wenn der stunden­lange Blick auf das Display eher kontra­produktiv ist, sorgen kleine Spielereien für Abwechslung im Augen­training und können neue Impulse geben.

Das richtige Augentraining kann Ihnen dabei helfen, Ihre Ziliarmuskulatur zu stärken. Doch wieso benötigt sie dieses Training überhaupt? Tat­säch­lich können Sie einige Faktoren aus Ihrer Umwelt selbst beeinflussen. Dazu zählt bei­spiels­weise der richtige Aufbau Ihres Arbeitsplatzes.

So schonen Sie die Augen bei der Arbeit am Bildschirm.

  • Der Bildschirm sollte nicht zu nah und nicht zu weit entfernt von Ihrem Auge sein. Ideal sind 50 - 60 cm.
  • Der Bildschirm sollte nicht spiegeln.
  • Rücken Sie Ihren Arbeitsplatz ins rechte Licht: Am besten ist selbst­ver­ständ­lich Tageslicht, doch auch Kunstlicht (400 - 600 Lux) ist in Ordnung. Weißes Licht sorgt für eine höhere Produktivität, während wärmere Töne eher entspannend wirken. Farbiges Licht sollten Sie dagegen vermeiden.
  • Inzwischen gibt es für PC, Smart­phone und Tablet soge­nannte Blau­filter-Programme: Vor Sonnen­aufgang und nach Sonnen­untergang ändern diese die Farb­dar­stellung an Ihrem Bild­schirm, um Ihnen das Sehen zu erleichtern.
  • Vermeiden Sie es, mit einer getönten Brille (z. B. Sonnen­brille) am PC zu arbeiten.

Mit den richtigen Übungen können Sie Ihren Augen auch im Alltag regel­mäßig etwas Gutes tun und vielleicht sogar Ihr Sehvermögen auf lange Sicht erhalten. Zwar gibt es nach wie vor keine verlässlichen Studien zum Thema Augentraining. Schaden kann es aber nicht - und wenn sich Ihre Sehleistung Ihrem subjektiven Empfinden nach verbessert hat, ist das die Hauptsache. Sollten Sie sich dennoch für eine Sehhilfe entscheiden, unterstützt Sie die NÜRNBERGER mit der Zusatz­versicherung "Sehen und Hören" alle 2 Jahre mit einem Zuschuss von 300 EUR für Brillen­gläser, Brillen­gestelle und Kontakt­linsen.

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