Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen das bestmögliche Erlebnis zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.   Details ansehen

Was makaber klingen mag, ist für Versicherungen ein wichtiges Bewertungs­­kriterium bei der Unfall­versicherung. Und sicher ist es auch für Sie interessant zu wissen, was Sie bei Verlust eines Körper­teils bekommen würden.

Mit der sogenannten Gliedertaxe beurteilen Versicherungs­unternehmen den Invaliditätsgrad eines verunfallten Kunden. Anhand dieser Einteilung wird dann die Leistung ermittelt, die die private Unfallversicherung im Schadenfall an den Kunden auszahlt - und die ist von Fall zu Fall unter­schiedlich hoch. Das liegt daran, dass es einen großen Unterschied macht, ob jemand nach einem Motorradunfall ein ganzes Bein oder lediglich einen Finger verliert.

Ein höherer Invaliditätsgrad bedeutet gleichzeitig auch mehr Leistung. Schließlich ist eine Person, die ihr Bein verloren hat, im Alltag deutlich eingeschränkter und auf mehr Unter­stützung angewiesen als jemand, der vielleicht "nur" auf seine kleine Zehe verzichten muss.

Die Gliedertaxe kann einer Tabelle entnommen werden, in der für jeden Körperteil prozentual festgelegt wird, wie hoch die körperliche Einschrän­kung nach dem Verlust des Körperteils ist.

Von Kopf bis Fuß abgesichert.

Gliedertaxe Unfallversicherung

Wer nach einem schweren Unfall ein Körperteil verliert, muss sich auf viele Veränderungen im Leben einstellen. Die NÜRNBERGER ist dabei immer an Ihrer Seite.


Invaliditätsgrad - eine Definition.


Der Invaliditätsgrad beschreibt, wie stark ein Körperteil nach einem Unfall eingeschränkt ist. Die körperliche Beeinträchtigung wird dabei in Prozent angegeben. Je höher der Invaliditätsgrad ist, desto mehr Leistungen werden von der Unfallversicherung ausbezahlt.

Übrigens: Dabei zählt nicht nur der komplette Verlust eines bestimmten Körperteils, sondern auch eine Beeinträchtigung der Funktions­fähigkeit. Wer also z. B. nach einem komplizierten Bruch seine Hand nicht mehr benutzen kann, wird nach Einschätzung des Arztes möglicherweise mit dem gleichen Invaliditätsgrad bewertet wie jemand, der sie komplett verliert.

Der Gesamtverband der deutschen Versicherungs­wirtschaft (GDV) hat eine Standard­glieder­taxe festgelegt, nach den sich die Basistarife der meisten Unfall­versicherungen richten:

Über den Standard hinaus.


Die NÜRNBERGER leistet mindestens auf Basis der Standardgliedertaxe des GDV. Für Heilberufe können Sie aber eine verbesserte Gliedertaxe abschließen. Das ist insbesondere für Ärzte interessant, die beispielsweise beim Verlust einer Hand 100 % statt der üblichen 55 % der versicherten Leistung bekommen würden.

Um die finanzielle Leistung Ihrer Unfallversicherung ausrechnen zu können, benötigen Sie Ihre Kapital­leistung bzw. Invaliditäts­summe, die Sie im Versicherungs­vertrag vereinbart haben, sowie die jeweilige Gliedertaxe. In unseren Beispielen gehen wir von einer Invaliditäts­summe von 100.000 EUR aus.

Um die tatsächliche Invaliditäts­leistung nach einem Unfall zu ermitteln, wird die Versicherungs­summe mit dem jeweiligen Invaliditäts­grad multipliziert.

  • Beispiel 1: Kompletter Verlust des rechten Daumens

    Bei Handwerksarbeiten Zuhause schlagen Sie sich den Daumen ab. Da die Gliedertaxe hierfür bei 20 % liegt, erhalten Sie bei einer Versicherungs­summe von 100.000 EUR eine einmalige Leistung von 20.000 EUR.

    Das gilt allerdings nur bei einer hundert­prozentigen Gebrauchs­minderung, die individuell von einem Arzt festgestellt wird.

  • Beispiel 2: Eingeschränkte Funktion des linken Unterarms

    Nach einem komplizierten Bruch stellt Ihr Arzt fest, dass Sie Ihren linken Unterarm nur noch zur Hälfte bewegen können. Für den Verlust des Armes unterhalb des Ellenbogens würde die Gliedertaxe bei 60 % liegen. Da aber nur die Hälfte des Unterarms bewegungsunfähig ist, wird die Gliedertaxe nach einer Einschätzung des Arztes halbiert und es ergibt sich eine Einschränkung von insgesamt 30 %. Die Invaliditäts­­­­leistung bei oben genannter Versicherungs­summe würde dann 30.000 EUR betragen.

  • Beispiel 3: Verlust mehrerer Körperteile

    Wenn Sie bei dem Heimwerkerunfall zusätzlich zum Daumen auch noch den Zeigefinger verlieren, werden die beiden Gliedertaxen einfach zusammen­­gezählt. Der Invaliditäts­grad liegt dann also bei 30 % (Invaliditäts­grad d. Daumens: 20 % + Invaliditäts­grad d. Zeigefingers 10 %).

    Kommen noch mehr Verluste bzw. Einschränkungen hinzu, werden auch die einfach dazu addiert. Allerdings kann die Gesamtsumme maximal 100 % betragen.

Was ist mit Schulter, Knie, Wirbelsäule und Co.?


In der obigen Grafik ist nicht jedem Körperteil ein Invaliditätsgrad zugeordnet. Doch auch Verletzungen an der Wirbelsäule oder am Knie können uns natürlich erheblich beeinträch­tigen. In solchen Fällen orientiert sich der Invaliditätsgrad am Umfang der körperlichen oder geistigen Einschränkung der Leistungsfähigkeit im Vergleich zu einer durchschnittlichen Person gleichen Alters und Geschlechts. Die Bemessung erfolgt ausschließlich nach medizinischen Gesichtspunkten.

Bei den meisten Unfall­versicherungen müssen Sie vor Abschluss sogenannte Gesund­heits­fragen beantworten. Darin wird zum Beispiel gefragt, ob Sie irgend­welche Vorerkrankungen haben, an Diabetes leiden oder in der Vergangenheit bereits einen Unfall hatten. Diese Fragen sollten Sie unbedingt wahrheitsgemäß beantworten, da es sonst passieren kann, dass die Versicherung Ihnen die Leistung verweigert.

Besser ohne: Bei der NÜRNBERGER Unfallversicherung müssen Sie lediglich die Frage nach der Pflegebedürftigkeit beantworten, andere Gesund­heits­fragen werden nicht gestellt. Außerdem können Sie sich auf sofortigen Versicherungs­schutz ohne Warte­zeiten verlassen.

Unfallversicherung
  • Wählen Sie Leistungen für Reha, Tagegeld, Invalidität oder Rente
  • Keine Wartezeiten - ohne Gesundheitsfragen: bis zu 60.000 EUR sofort verfügbar
  • Entdecken Sie unsere speziellen Angebote für Kinder, Erwachsene und Senioren


Zur Unfallversicherung

Diese Artikel könnten Ihnen auch gefallen:

Gesundheit

Schwere Krankheiten versichern

Eine Versicherung für schwere Krankheiten? Wann sich eine Dread Disease Versicherung lohnt.

Gesundheit

Vorsorgeuntersuchungen Schwangerschaft

Alle Vorsorge­untersuchungen für werdende Mütter im Überblick.