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Sie folgen dem guten Rat Ihres Arztes. Auch Verwandte und Freunde begrüßen Ihre Bereitschaft zu diesem Schritt: Sie wollen sich ein Hörgerät besorgen, um Ihre eingeschränkte Hörfähigkeit auszugleichen. Erfahren Sie hier, was die gesetzliche Kranken­kasse sagt, wenn es um die Kosten­übernahme geht.

Die gesetzlichen Krankenkassen setzen für fast alle Therapie­formen Höchst­grenzen der Kostenübernahme fest. Was die Bewertung der bestmöglichen Behandlungsform betrifft, gibt es hier und da für besonders schwer erkrank­te Menschen löbliche Ausnahmen. Doch bei der Mehrzahl der verordneten Medika­mente und medizinischen Hilfsmittel legen die Kranken­kassen konkrete Obergrenzen fest, meistens bis auf den Cent genau. Dann ist es mit einer kleinen Zuzahlung als Selbst­beteiligung nicht mehr getan. Der Patient muss dann alle Kosten, die über den Höchstsatz hinausgehen, selbst tragen.

Hörgeräteauswahl

Gut zu wissen.


Gesetzliche Krankenkassen übernehmen nur ungefähr 785 EUR pro Ohr - alle 6 Jahre. Bei der NÜRNBERGER dagegen profitieren Sie im Rahmen der Zusatzversicherung "Sehen und Hören" bereits alle 3 Jahre von einem Zuschuss von 800 EUR je Ohr.

Im Sinne der Solidargemeinschaft, die Krankenversicherte grundsätzlich darstellen, ist eine solche Begrenzung sinnvoll. Prinzipiell gilt für alle Ver­sicherer, dass die Leistungen nach oben hin gedeckelt sein müssen. Wenn allerdings technologisch fort­schrittlichere oder komfortablere Lösungen im Medizinmarkt zur Verfügung stehen, dauert es speziell bei den gesetzlichen Kassen oft einige Jahre, bis sich die Kosten­erstattung dem medizini­schen Niveau angleicht: Die letzte Anhebung der Kosten­­erstattung für Hörgeräte fand 2013 statt. Seitdem hat sich hier nichts mehr getan.

Die Standards der Grundversorgung bei Hörgeräten:

  • Der von den Krankenkassen 2017 gezahlte Festbetrag für ein Hör­gerät - für 1 Ohr - beläuft sich auf 784,94 EUR. Dieser Anspruch besteht alle 6 Jahre.
  • Wenn der Arzt feststellt, dass für beide Ohren eine Hörhilfe benötigt wird, erhöht sich der Anteil der Kostenübernahme auf 925,90 EUR - für beide Hörgeräte zusammen.
  • In der Kostenübernahme pro Hörgerät sind zudem die Leistungen des Hörgeräte-Akustikers enthalten.
  • Diese Kassenleistungen erlauben dann zumeist ein Gerät im Wert von etwa 500 EUR.
  • Zum Vergleich: Es gibt Geräte, die bis zu 2.500 EUR und mehr kosten. Durchschnittlich schlagen gute Hörgeräte, mit denen die Träger auch langfristig zufrieden sind, mit ungefähr 1.500 bis 1.800 EUR zu Buche.

Zwar bieten die meisten Hörgeräte-Akustiker 2 Geräte zu einem günsti­geren Einzelpreis an, als wenn nur eines benötigt würde. Allerdings kalkuliert die gesetzliche Kranken­versicherung solche Rabatte bei ihren Regelsätzen bereits ein. Wer tatsäch­lich 2 Hörgeräte braucht, was bei sehr starker Schwerhörigkeit der Fall sein kann, muss damit rechnen, auf einem beträchtlichen Anteil der Kosten sitzen zu bleiben.

Voraussetzung dafür, dass die Krankenkassen Kosten für Hörgeräte übernehmen, ist eine diagnostizierte Schwerhörigkeit seitens des Hals-Nasen-Ohren-Arztes. Diese erfolgt in der Regel u. a. durch einen gründlichen Hörtest. Verschreibt der Arzt eine Hörhilfe, hat der Patient einen gesetzlichen Anspruch auf Kostenübernahme und auf ein zuzahlungsfreies Gerät - in einer Preisklasse, die von der Kassen­leistung abgedeckt wird.

Um es nicht alleine den Herstellern zu überlassen, zu welchem Preis und in welcher Qualität sie solche Basis­geräte anbieten, haben die gesetz­lichen Versicherer entspre­chende vertragliche Vereinbarungen mit den Herstellern getroffen. Dies soll ein Mindest­niveau an Versorgungs­qualität sicherstellen. Allerdings ist die Qualität deutlich auf eine Grund­versorgung eingeschränkt.

Die gesetzlichen Krankenkassen folgen bei Hörgeräten dem techno­logischen Niveau, das bereits preiswertere Geräte im Bereich von bis zu 500 EUR bieten. Bei Hörgeräten der Basisklasse steht die reine Zweckmäßigkeit im Vordergrund. Das heißt: Eine Schwer­hörigkeit wird mithilfe eines Mikrofons, eines Mikrochips und eines Signal­verstärkers ausgeglichen. Dafür stehen grundsätzlich 2 Bauarten zur Verfügung:

  • Sogenannte IdO-Geräte - diese trägt der Nutzer direkt im Ohr.
  • HdO-Geräte, die hinter dem Ohr getragen werden

Beide Gerätetypen bieten den heute bei Hörhilfen längst üblichen Standard der digitalen Signal­aufbereitung. Allerdings betreffen medizinische Fortschritte auch den Bereich der Miniaturisierung und des persönlichen Empfindens. Hörhilfen sind, obwohl generell deutlich kleiner geworden, weitestgehend sichtbar. Manche Menschen empfinden diesen Umstand zurecht als Einschränkung ihrer Lebens­qualität, denn sie möchten nicht sofort von ihren Mitmenschen als "schwerhörig" erkannt werden. Generell bevorzugen die meisten Patienten Lösungen, die so diskret wie möglich arbeiten. Doch im Bereich der medizinischen Hilfs­mittel gilt: Je kleiner, unauffälliger und bequemer für den Patienten, desto teurer ist das Gerät.

Fortschritte, die nicht von der GKV berücksichtigt werden.

  • Vollautomatisch oder mit Fernbedienung

    Einige Nutzer, nicht nur ältere, kommen häufig mit den filigranen Tastern und Reglern zur Einstellung von Hör­programmen oder Lautstärke nicht zurecht. Dann können vollautomatische Hörhilfen die bessere Option sein - sie stellen sich selbstständig auf die akustischen Umge­bungs­­bedingungen ein. Oder Sie wählen ein Modell mit komfortabler Fern­bedienung.

  • Verbesserte akustische Leistung

    Besonderen akustischen Vorlieben und Ansprüchen können hochwertige und kostspieligere Modelle besser gerecht werden. Im Mittelklasse-Bereich punkten einige Hersteller mit Geräten, die auch hochfrequente Töne hörbar machen. Musikliebhaber wissen so etwas zu schätzen. Zudem ist Hören nicht gleich Hören.

  • Verbesserte räumliche Wahrnehmung

    Das Ohr ist ein Sinnesorgan, das auch für die räumliche Orientierung und den Gleichgewichtssinn verantwortlich ist. Eine akustische Quelle im Raum zu orten, ist für Träger von Hörgeräten also kein Luxus. Sondern eine Grund­bedingung, um in Berufsleben und Alltag trotz Schwer­hörigkeit unein­geschränkt leistungsfähig zu sein.

Fazit: Viele moderne Hörgeräte leisten deutlich mehr, als eingehende Signale digital zu verstärken und für den Träger besser wahrnehmbar zu machen. Aber diese Modelle liegen preislich meistens deutlich über dem, was die Krankenkassen bezahlen. Eine Alternative für gesetzlich Versicherte besteht darin, eine Zusatz­ver­siche­rung für medizinische Hilfs­leistungen abzuschließen - für größere Freiheiten und mehr Lebens­qualität im Bereich Sehen und Hören.

  • Senkung Ihrer Zuzahlung bei Hörgeräten
  • 100 % Erstattung bis 800 EUR pro Ohr - alle 3 Jahre
  • Günstiger monatlicher Beitrag: ab 9,12 EUR


Zur Hörgeräteversicherung

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