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Von Innenohrschwerhörigkeit betroffene Menschen können Geräusche schwerer oder kaum wahrnehmen. Eine entsprechende Schwer­hörigkeit, die bis zur Taubheit gehen kann, ist für Betroffene eine erhebliche Einschränkung ihrer Lebens­qualität. Doch Prothesen und Implantate erlauben es, das Gehör bis zu einem gewissen Grad zurück­zu­bringen. Wir widmen uns dem Thema Innenohrschwerhörigkeit und zeigen Ihnen, wie Implantate und Prothesen funktionieren.

Unter Innenohrschwerhörigkeit wird eine ganze Reihe von Einschrän­kungen des Gehörs zusammengefasst. Sie reicht von leichten Beeinträch­tigungen des Gehörs bis hin zur voll­kommenen Taubheit. Die Gründe für Innen­ohr­schwer­hörigkeit sind vielfältig. Häufige Ursachen sind:

  • Schwere Lärmbelastung mit hohen Dezibelzahlen
  • Stoffwechselerkrankungen
  • Hörsturz

  • Durchblutungsstörungen, die durch Diabetes mellitus hervor­gerufen werden
  • Arteriosklerose
  • Altersschwerhörigkeit (ab dem 50. Lebensjahr)

Sofern von Innenohrschwerhörigkeit Betroffene noch ein Restgehör besitzen, können Hörgeräte ihre Situation maßgeblich verbessern. Sie verfügen über ein integriertes Mikro­fon, das den Schall in elektrische Signale umwandelt und diese ver­stärkt. Dann wandelt das Hörgerät die verstärkten elektrischen Signale wieder in Schall um. Die Folge: Auch zuvor nicht wahrgenommene Schall­eindrücke können jetzt gehört werden. Für die Stromversorgung des Hörgeräts sorgt eine spezielle Hör­gerätebatterie.

Gut zu wissen.


Mit einem Cochlea-Implantat kann man sein Gehör bis zu einem gewissen Grad zurück­gewinnen. Die Kosten für das Implantat sind jedoch sehr hoch. Deshalb erstattet die NÜRNBERGER bis zu 800 EUR je Ohr, alle 36 Monate. Informieren Sie sich jetzt über die Zusatzversicherung "Sehen und Hören".

Gehörlosigkeit, die schwerste Form der Innen­ohr­schwer­hörigkeit, kann entweder angeboren oder erworben sein. Hauptursache der Gehörlosigkeit ist eine Schädigung der Haarzellen des Innenohrs. Aber auch eine Schädigung des Hörzentrums oder eine Nerven­schädigung können als Ursache infrage kommen.

Baby mit Hörgerät schaut auf Mutter

Ist die Innenohrschwerhörigkeit so stark, dass es sich um eine voll­kommene Gehör­losigkeit handelt, können auch Hörgeräte das Gehör nicht zurückbringen. Für Betroffene gibt es aber eine weitere Hoffnung: das Cochlea-Implantat. Falls die Ursache der Gehör­losigkeit in der Cochlea, also in der Hörschnecke, liegt, kann ein entsprechendes Im­plan­tat das Gehör wiederherstellen - zumindest bis zu einem gewissen Grad. Nur wenn der Gehörlosigkeit eine Schädigung des Hörnervs zugrunde liegt, ist auch ein Cochlea-Implantat wirkungslos.

Wichtiges rund um das Cochlea-Implantat.

  • Für wen eignet sich ein Cochlea-Implantat?

    Sind Hörnerv inklusive Hörzentrum und Hörbahn intakt, können taube Menschen durch ein Cochlea-Implantat ihr Gehör bis zu einem gewissen Grad zurückgewinnen. Ein Cochlea-Implantat kann bei Kindern wie auch bei Erwachsenen eingesetzt werden. Die meisten Erwachsenen, die das Implantat erhalten, sind erst im Laufe ihres Lebens taub geworden. Sprache konnten sie damit auf dem normalen Weg erlernen. Man spricht daher auch von der soge­nannten "post­lingualen Ertaubung". Als "prälinguale Ertaubung" bezeichnet man analog die Taubheit vor dem Spracherwerb.

    Gut zu wissen: Cochlea-Implantate schon bei Babys sinnvoll.
    Prinzipiell gilt: Cochlea-Implantate sollten so früh wie möglich eingesetzt werden. Gehörlose Babys sollten darum frühzeitig an beiden Ohren eine ent­sprechende Hörprothese implantiert bekommen. So können die Kinder von Grund auf lernen, wie ihre Alters­genossen mit funktio­nierendem Gehör zu sprechen.

  • Cochlea-Implantat: die Erfolgsaussichten.

    Durch die Anwendung eines Cochlea-Implantats können sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern erhebliche Erfolge erzielt werden. Den meisten Patienten gelingt es, nach der Trans­plan­tation menschliche Stimmen zu erkennen und Hintergrundgeräusche zu unter­scheiden. Eine Unterhaltung ohne den Einsatz von Lippenlesen - beispielsweise am Telefon - gelingt rund 90 Prozent der Betroffenen. Schätzungen zufolge leben alleine in Deutschland zwischen 30.000 und 40.000 Menschen mit einem Cochlea-Implantat.

    Gut zu wissen: Nach der OP ist Hörtraining unabdingbar.
    Nach dem Einsatz eines Cochlea-Implantats können die Patienten zwar wieder hören. Bei langer Taubheit ist dies jedoch eine gänzlich ungewohnte Erfahrung. Intensive Hörtrainings und Übungen zum Spracherwerb sowie zum Sprachverständnis leisten hier wertvolle Hilfe. Die Lerngeschwindig­keit variiert von Patient zu Patient. Wer erst im Laufe seines Lebens ertaubt ist, hat in der Regel geringere Probleme mit dem Sprechen und Verstehen.

  • So funktioniert ein Cochlea-Implantat.

    Ein Cochlea-Implantat besteht aus 2 Teilen. Der erste wird - wie ein Hörgerät - hinter dem Ohr angebracht. Der zweite Teil dagegen wird implantiert und reicht bis zur Hörschnecke, der Cochlea. Der hinter dem Ohr getragene Teil des Cochlea-Implantats verfügt über ein Mikrofon, das mit einem Sprach­prozessor verbunden ist. Die empfan­genen Signale werden an einen elektro­nischen Empfänger unter der Haut weitergeleitet. Dieser ist durch eine Sonde mit der Cochlea verbunden und reizt den Hörnerv, sodass dieser in der Lage ist, die Signale wahr­zu­nehmen. Zur Implantation eines Cochlea-Implantats ist eine Operation erforderlich. Diese erfolgt stationär und unter Vollnarkose.

Hörgeräte sorgen bei Innen­ohr­schwer­hörigkeit für eine maßgebliche Ver­besserung des Hörvermögens. Ein Cochlea-Implantat bringt mitunter sogar vollständig tauben Menschen ihr Gehör zurück. Doch die Geräte sind teuer. Einen Großteil der Kosten - sowohl für die Geräte selbst als auch für anschließende Reha-Maßnahmen und Hörtrainings - über­nehmen allerdings die Krankenkassen.

Gerne beantworten wir Ihnen sämt­liche Fragen, die im Zusammen­hang mit Innen­ohr­schwer­hörigkeit und Kostenübernahme von Prothesen und Implantaten auftauchen. Kontaktieren Sie uns direkt oder nutzen Sie unseren kostenlosen Rückrufservice. Ein Mitarbeiter wird sich zum vereinbar­ten Wunschtermin bei Ihnen melden.

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