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Tinnitus, das ist ein ununterbrochen auftretendes Ohrgeräusch. Manche Menschen haben sich daran gewöhnt und gelernt, gut damit umzugehen. Für andere wird das ständige Piepsen und Pfeifen auf Dauer zu einer ernst­haften Belastung und Einschränkung der Lebens­qualität.

Der Tinnitus selbst ist keine Krankheit, sondern ein Symptom. Eine Durch­blu­tungs­stö­rung im Innen­ohr löst es aus - die Ursachen können dabei höchst un­ter­schied­lich sein. Deshalb ist es wichtig, früh­zeitig den Arzt auf­zu­suchen, wenn die Vermutung besteht, dass sich ein plötzlich auftretendes inneres Ohr­ge­räusch zu einem dauer­haften Tinnitus entwickeln könnte.

Gut zu wissen.


Ein Tinnitus stört im Alltag und ist bei einer späten Diagnose nur schwer zu behandeln. Doch das richtige Hörgerät kann einen Tinnitus komplett "übertönen". Die NÜRNBERGER Versicherung er­stat­tet Ihnen im Rahmen der Zusatzversicherung "Sehen und Hören" alle drei Jahre bis zu 100 % der Kosten für Ihr Hörgerät bei Kosten bis zu 800 EUR pro Ohr.

Ein zwischenzeitliches Ohrensausen, ein anhaltender Ton, der sich anhört, als würde man hochfrequente Funk­signale empfangen - das haben viele Menschen schon einmal erlebt. Meis­tens verschwinden diese Störungen ebenso schnell, wie sie gekommen sind. Sobald sich das Geräusch jedoch über mehrere Stunden hält und am nächsten Tag immer noch vorhanden ist, sollten Sie unverzüglich zum Arzt gehen.

Im Anfangsstadium sind die Chancen groß, dass Sie das Geräusch nach einer ärztlichen Untersuchung und Behandlung wieder loswerden. Bei auftretenden Ohrgeräuschen ist somit Eile geboten.

Mögliche Ursachen für die Entstehung von Ohrgeräuschen.

  • Stress, Angstzustände, Depressionen
  • Verspannungen, zum Beispiel im Rücken- oder Nacken­bereich
  • Beschwerden im Zahn- und Kiefer­bereich
  • Beschwerden, Erkrankungen oder Entzündungen in den Gehör­gängen oder Nasen­neben­höhlen
  • Andere Entzündungen im Körper
  • Störungen des Immunsystems
  • Hörsturz
  • Seltene gut- und bösartige Tumorerkrankungen
  • Knalltrauma
  • Nebenwirkungen von Medikamenten
  • Verstopfung des äußeren Gehörgangs
  • Trommelfell-Verletzungen

Auftretende Symptome einer Er­kran­kung sind Anzeichen dafür, dass das körpereigene Immunsystem aktiv ist, sich also zum Beispiel gegen Ein­dring­linge wie Bakterien oder Viren wehrt. Ist der Feind besiegt, bilden sich auch die Symptome zurück. Ein HNO-Arzt wird bei einem Ohr­ge­räusch zunächst ausschließen wollen, dass sich in der Nähe der Hörorgane tatsächlich eine echte Schallquelle gebildet hat. Mit entsprechenden Messgeräten werden mögliche reale Störfaktoren in der Nähe des Hör­organs aufgespürt. Dieser sogenannte objektive Tinnitus, ausgelöst durch eindeutig identifi­zierbare Ur­sa­chen, tritt gegenüber dem subjektiven allerdings höchst selten auf. Beim subjektiven, typischen Tinnitus ist die Sachlage deutlich kom­pli­zierter. Oft bleibt er als Symptom, obwohl es dafür keinen Grund mehr gibt. Wenn sich ein Symptom hart­näckig hält, also selbst nach einer erfolgreichen Behandlung der mög­lichen Ursachen nicht von selbst wieder verschwindet, werden die Beschwerden chronisch.

Daneben leiden rund 1 Million Menschen in Deutschland unter einem Tinnitus, dem gar keine mög­­lichen Ursachen zugeordnet werden können. Mediziner sprechen hier von einem idiopathischen Tinnitus. Dann geht es in der Tinnitus-Behandlung nicht mehr darum, weitere Ursachen­for­schung zu betreiben, sondern die Symptome zu lindern - um die Lebens­qualität schnellst­möglich wieder her­zu­stellen.

Mediziner gehen davon aus, dass es sich bei Tinnitus um die Störung einer Gehirnfunktion im Bereich der In­for­ma­ti­ons­ver­ar­bei­tung handelt. Das dauerhaft brummende oder pfei­fende, manchmal auch rhyth­misch klopfende Geräusch müsste eigentlich aus allen anderen akus­tisch­en Sig­nalen herausgefiltert werden.

Bei seinem allerersten Auftreten hatte das körpereigene Geräusch vielleicht noch einen tieferen Sinn, nämlich als eine Art Alarmsignal, das vor etwas warnen oder schützen sollte. So wie uns Herzklopfen, Zittern und Schweiß­­bildung als Symptome der Angst vor Gefahren warnen, so kann sich der Körper auch mit "inneren Stimmen" bemerkbar machen, wenn eine Bedrohung vorliegt. Im Fall des Tinnitus hat das Gehirn aber seine Fähigkeit verloren, unwichtige aus den wichtigen Geräuschen heraus­zufiltern.

Die positive Kehrseite der Medaille: Jeder Mensch hat bis zu einem gewissen Grad die Fähig­keit, akus­tische Signale gar nicht wahr­zu­nehmen, sie regel­recht aus­zu­blenden. Hier setzt die Be­handlung von Tinnitus mit einem Hörgerät an.

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Dank neuer Technologien gibt es erfolgversprechende Wege, das Leben mit Tinnitus deutlich angenehmer zu gestalten. Um zu ver­ste­hen, wo solche modernen Therapien ansetzen, ist es wichtig, den Charakter eines Tinnitus etwas gründlicher zu beleuchten: Den kleinen subjektiven Geist im Ohr hören nur die Betroffenen selbst, sonst niemand. Daher kann ein Arzt das Geräusch, das keine echte akustische Quelle hat, auch nicht abschaffen. Es geht, vereinfacht gesagt, eher darum, den Störenfried zu überlisten.

Das subjektive Geräusch selbst kann also nicht gelöscht werden. Aber die Bedeutung, die das Gehirn diesem Ohrgeräusch beimisst, lässt sich beeinflussen. Das Wirkprinzip ist ver­gleich­bar mit einem Ablenkungs­manöver. Der Mensch ist in vielen Situationen fähig, be­stimmte Reize von außen auszublenden, wenn sie gerade nicht zur Situation passen. Wir sind in der Lage, bis zu einem ge­wis­sen Grad zu regeln und zu steuern, was wir an uns heranlassen. Ähnliche Ziele, nämlich die Wahr­neh­mung des störenden Tinnitus zu be­ru­hi­gen, hat die Therapie mit einem Hörgerät, das einen zusätzlichen "Noiser" enthält.

Tinnitus-Noiser

Wie funktioniert ein Tinnitus-Noiser?


Noiser (nach dem englischen Wort "Noise" für Lärm oder Geräusch) senden einen dauer­haften leisen Grundton ins Ohr, der vom Träger eines solchen Geräts als angenehm empfun­den wird. Dieser neue, künstlich erzeugte "echte" Ton übernimmt nun praktisch das Ruder im feinen Zu­sam­men­spiel der Ohren als Sinnesorgane mit dem Gehirn als signal­ve­rar­bei­tende Instanz.


Es tritt eine Art Beruhigungseffekt ein: Das Gehirn nimmt die neue Geräusch­quelle zu­neh­mend als wichtiger wahr. Das ur­sprüng­liche Tinnitus-Geräusch tritt hingegen allmählich in den Hinter­grund. Somit ist das Tragen eines Hör­geräts mit dieser Zusatz­funktion auch für Tinnitus-Patienten sinnvoll, die gar nicht schwerhörig sind.

Fazit: Selbst wenn Sie ansonsten keine eingeschränkte Hörfähigkeit haben, sollten Sie sich über die modernen Möglichkeiten der Tinnitus-Be­hand­lung durch Hörgerät beraten lassen. Ansprechpartner für diese Form der Therapie oder Wege der Selbsthilfe sind der HNO-Arzt oder das Fach­geschäft für Hörgeräte-Akustik in Ihrer Nähe.

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