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Ob Modellflug oder Filmaufnahmen - immer häufiger werden Drohnen auch privat genutzt. Allerdings kann das unbemannte Flugobjekt auch jede Menge Schaden verur­sachen, gegen den Sie sich lieber versichern sollten.

Eine Drohne ist ein sogenanntes unbe­manntes Flugobjekt, das ohne Pilot in der Luft unterwegs ist. Drohnen können dabei entweder komplett autonom fliegen oder per Fern­be­dienung gesteuert werden. Je nach Anzahl der Propeller gibt es Drohnen - auch Multicopter genannt - als Quadro­copter (4 Rotoren), Hexa­copter (6 Roto­ren) oder Octo­copter (8 Rotoren). Drohnen sind extrem wendig und lassen sich dadurch auch in kleinste Gassen und Winkel steuern. Einige von ihnen sind zusätzlich mit Kameras aus­ge­stattet, mit denen sie die Welt von oben filmen oder foto­grafieren können.

Aktuelle Modelle können nach einer kurzen Übungsphase bereits von Anfängern relativ schnell gesteuert werden, was die Beliebt­heit der Drohne im privaten Bereich stark ansteigen lässt. Und gleichzeitig auch die Zahl der Abstürze und Unfälle. Weil dabei schnell mal etwas kaputt gehen oder jemand verletzt werden kann, sollten Sie sich lieber umfassend absichern.

Drohnenversicherung für den privaten Gebrauch.

Drohnenversicherung für Privatleute

Ob Anfänger oder Experte - passieren kann immer etwas. Mit Ihrer privaten Haft­pflicht­versicherung sind Sie bei jedem Drohnen-Ausflug auf der sicheren Seite.


Was, wenn Sie die Drohne versehent­lich in den Wintergarten Ihres Nachbarn steuern und dadurch die Glasfront zerstört wird? Oder Ihr Flug­objekt auf die Straße stürzt und einen Unfall auslöst, bei dem Personen verletzt werden? Als Pilot haften Sie für alle Schäden, die durch Ihre Drohne verursacht werden. Bei Personenschäden können im schlimmsten Fall Kosten in Millionen­höhe entstehen, beispielsweise wenn Sie für Schmerzensgeld, Behandlungs­kosten und Verdienst­ausfälle auf­kommen müssen. In der Neuauflage der Drohnen­verordnung ist eine private Haft­pflicht­versicherung für unbemannte Flug­geräte seit 1. April 2017 sogar Pflicht.

Vor dem 1. Flug sollten Sie daher unbedingt prüfen, ob Drohnen in Ihrer Haftpflicht mitversichert sind. Entscheidend hierfür ist, dass die Drohne privat genutzt wird, wie viel sie wiegt und wie sie angetrieben wird. Oft ist nämlich eine spezielle Halterhaftplicht notwendig, die in der Regel zusätzlich abgeschlossen werden muss. Anders bei der NÜRNBERGER: Hier sind Drohnen bis 1 kg Flug­gewicht sowie Modell­flug­zeuge und Modell­helikopter bis 500 g Flug­gewicht in der Privat­haft­pflicht­versicherung Komfort ein­ge­schlossen. Erst Drohnen, die schwerer sind, brauchen einen Extra-Schutz.

Folgende Klassifizierungen können helfen, Drohnen in Bezug auf die benötigte Versicherung besser einordnen zu können.

Klassifizierung von Drohnen gemäß TÜV.

  • Spielzeug

    Als Spielzeug gelten Drohnen, die ausschließlich privat genutzt werden, maximal 200 g wiegen und höchstens 500 mm Durch­messer haben. Mit diesen Modellen kann man weder filmen und fotografieren noch komplexe Flug­manöver durchführen. Geräte dieser Klasse werden haupt­sächlich in Innenräumen eingesetzt und dürfen bereits von Kindern unter 14 Jahren gesteuert werden. Spielzeug-Drohnen sind in der Regel in der privaten Haft­pflicht­versicherung abgedeckt.

  • Sport- und Freizeit-Modelle

    Auch diese Modelle, die nicht schwerer als 5 kg sein dürfen, werden aus­schließ­lich privat genutzt. Allerdings darf man damit Bild- und Ton­auf­nahmen erstellen und diese sogar live übertragen. Sport- und Freizeit-Drohnen sind außerdem in der Lage, komplexere Flugmanöver zu vollziehen und dürfen daher nur von Personen über 14 Jahren gesteuert werden. Hier sollten Sie abklären, ob Sie eine zusätzliche Halter­haftpflicht abschließen müssen.

  • Unbemannte Luftfahrsysteme

    Diese Fluggeräte können zu gewerb­lichen und wissenschaftlichen Zwecken eingesetzt werden. Das Gewicht ist auf 25 kg beschränkt und sie dürfen ausschließlich von Erwachsenen gesteuert werden. Für diese Luft­fahrt­systeme brauchen Sie eine spezielle Haft­pflicht­versicherung und müssen beim Fliegen gewisse Regeln beachten. Mehr dazu finden Sie in unserem Ratgeber "Gesetzliche Regelungen für Drohnen".

    Wichtig: Ab einem Gewicht von 5 kg benötigen Sie eine Aufstiegs­genehmigung von der betreffenden Landesluftfahrt-Behörde.

Grundsätzlich gilt Flugverbot über Menschenmengen, Militärobjekten, Kraftwerken und Krankenhäusern. Auch bei Flughäfen gilt es einiges zu beachten: Im Umfeld der 16 inter­nationalen Flughäfen in Deutschland liegen sogenannte Kontrollzonen, in denen Ihre Drohne zwar fliegen darf, allerdings nur bis zu einer Höhe von 30 Metern (Drohnen bis 5 kg) bzw. 50 Metern (Drohnen bis 25 kg). Wo sich diese Kontrollzonen befinden, können Sie auf der Website der Deutschen Flugsicherung nachsehen.

Aber auch Privatpersonen dürfen Sie nicht einfach so überfliegen und aufzeichnen. Denn wenn Sie z. B. Ihren Nachbarn über die Hecke hinweg fotografieren oder filmen, verletzen Sie dessen Persönlich­keits­rechte. Dafür drohen Geld- und Gefängnisstrafen bis zu 2 Jahren.

Vorsicht ist auch bei Gebäuden geboten. Zwar ist es erlaubt, ein Haus zu fotografieren, wenn Sie direkt davor stehen; Aufnahmen aus der Luft könnten allerdings die Urheber­rechte des Architekten verletzen. Sollten Sie Ihre Drohne also auf fremdem Grund starten oder landen lassen, sollten Sie sich lieber immer die Einwilligung des Eigentümers einholen.

Auf der sicheren Seite sind Sie, wenn Sie Ihre Drohne nur auf Ihrem Grund­stück oder auf ausgewiesenen Modell­flug­plätzen fliegen lassen.

Wissenswertes rund um die Drohne.

  • Brauche ich einen Führerschein?

    Einen sogenannten Kenntnisnachweis brauchen nur Piloten von Drohnen, die mehr als 2 kg wiegen. Hobbypiloten benötigen daher in den seltensten Fällen einen Führerschein.

  • Wer darf Hobby-Drohnen steuern?

    Im Grunde darf jeder eine Drohne unter 5 kg steuern, auch Kinder und Jugend­liche. Voraus­setzung ist, dass die Drohne nicht für gewerbliche Zwecke eingesetzt wird. Sollten Kinder die Drohne lenken, sollte allerdings immer eine erwachsene Aufsichtsperson dabei sein. Ab einem Drohnengewicht von 2 kg ist zudem ein sogenannter Kenntnisnachweis erforderlich.

  • Wie hoch dürfen Drohnen fliegen?

    In Deutschland dürfen Drohnen ausschließlich über Sichtkontakt gesteuert werden. Damit liegt die maximal mögliche Entfernung bei ca. 200 bis 300 Metern. Es sind dabei keinerlei Hilfsmittel wie Ferngläser und Nachtsichtgeräte erlaubt - auch die Steuerung der Drohne über eine Bord­kamera mit Livestream-Funktion ist nicht zulässig. Am besten sollten Piloten ihre Drohne deshalb nicht höher als 100 Meter fliegen lassen.

  • Kann ich meine Drohne auch Vollkasko versichern?

    Mit der Haftpflichtversicherung ist die Drohne nur bei Schäden gegenüber Dritten abgesichert. Doch was, wenn das empfindliche Gerät bei einem Crash oder Sturz selbst kaputt geht? Gerade bei teuren Drohnen über 1000 EUR kann eine zusätzliche Vollkasko-Versicherung durchaus sinn­voll sein.

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Zur privaten Haftpflichtversicherung

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