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Heizungsausfall.

Deutsche Gerichte sagen klipp und klar: Der Mieter kann eine Wohnungstemperatur von 20 Grad Celsius verlangen. Wird diese Temperatur über längere Zeit deutlich unterschritten oder fällt die Heizung ganz aus, darf er die Miete mindern – bei Totalausfall während der Frostperiode sogar bis zu 100 Prozent. Wenn es länger kalt bleibt, kann der Mieter außerdem Schadenersatz verlangen – etwa wenn er, um die Räume bewohnbar zu halten, Elektroöfen einsetzen muss. Den Stromverbrauch dafür muss er allerdings konkret nachweisen.

Ist die Heizung nicht in Ordnung, sollten Sie Ihren Vermieter umgehend telefonisch informieren. Geschieht nichts, hilft nur ein schriftliches Mahnen mit Fristsetzung – 24 Stunden sollten ausreichen, um die Heizung wieder in Gang zu setzen. Kommt der Vermieter trotz Mahnung seiner Heizpflicht nicht nach, können Sie sogar zur Selbsthilfe greifen und eine Reparatur in Auftrag geben. Haben Sie im Mahnschreiben eine Mietminderung angekündigt, dürfen Sie den Mietzins dann auch kürzen.

Heizkosten sparen:

  • Heizkörper nicht durch Vorhänge oder Möbel abdecken.
  • Heizungsnischen gut isolieren.
  • Abends Rollläden schließen – Wärmeverluste durch die Fenster werden so verringert.
  • Kurz, aber kräftig lüften, dann die Fenster wieder schließen: Gekippte Fenster in beheizten Räumen sind wahre Energieverschwender.