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Home Sharing.

Wer zur Miete wohnt, sollte als erstes seinen Vermieter kontaktieren und sich – am besten schriftlich – die mehrfache kurzzeitige Untervermietung genehmigen lassen. Denn egal, ob es nur um die Couch im Arbeitszimmer geht oder gleich die gesamte Wohnung als Ferienwohnung dienen soll, hierzu muss der Vermieter immer sein Einverständnis geben – ohne dieses ist es schlichtweg verboten. Wer es also einfach vergisst oder sich darüber hinwegsetzt, spielt ein gefährliches Spiel. Denn in diesem Fall kann die Wohnung fristlos gekündigt werden. Daher: Erst Fragen und danach das Angebot online stellen!

Aber nicht nur der Vermieter hat beim Teilen des eigenen Wohnraums ein Mitspracherecht, sondern – je nach Ort – auch die jeweilige Gemeinde oder das Bundesland. Das Stichwort dazu lautet „Zweckentfremdung von Wohnraum“ und die betreffenden Vorschriften sind alles andere als einheitlich gefasst. Denn in vielen Ländern und besonders von Touristen begehrten Städten bestimmen lokale Vorschriften, was beim Home Sharing erlaubt ist und was nicht.

So kann es passieren, dass einzelne Städte hierzu Regelungen erlassen, während das restliche Bundesland davon nicht betroffen ist. In Berlin etwa ist es seit dem 1. Mai 2016 verboten, ganze Wohnungen an Touristen zu vermieten. Erlaubt ist nur noch die Teiluntervermietung, bei der man selbst in der Wohnung wohnen bleibt und die vermietete Fläche nicht mehr als 50% des gesamten Wohnraums ausmacht.

Wer seinen Wohnraum über eine Vermittlungsplattform häufiger für kürzere Zeiträume anbieten möchte, sollte sich daher vorab beim zuständigen Bezirksamt erkundigen, welche Vorschriften aktuell gelten. Diese sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen. In Berlin etwa drohen bei Verstößen Bußgelder von bis zu 100.000 Euro!

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Home Sharing

Gibt es keine Probleme mit dem Vermieter oder der Gemeinde, sollten Sie vorab einmal mit offenen Augen durch die Räume gehen, die Sie als Quartier anbieten wollen. Haben Sie wertvolle Sammlerstücke, besondere Kunstwerke oder teuren Schmuck? Spätestens jetzt lohnt sich das Gespräch mit der eigenen Hausrat- und Haftpflichtversicherung, damit diese Wertsachen auch entsprechend geschützt sind. Denn Schäden können immer auftreten, und sei es nur durch eine kleine Unachtsamkeit des Gastes oder ein simples Stolpern.

Hier greift zwar im Regelfall die Haftpflichtversicherung desjenigen, der einen Schaden anrichtet – doch eben nur, wenn er auch eine hat! Ist er ohne diesen Schutz, kann in manchen Fällen die Hausrastversicherung des Gastgebers dafür aufkommen – ein Gespräch vorab lohnt sich also auf jeden Fall!

Doch wirklich wertvolle Gegenstände sollten sicherheitshalber außer Reichweite geschafft werden. Wird nämlich doch einmal etwas gestohlen, so ist dieser Diebstahl nicht durch Ihre Hausratversicherung abgesichert. Diese greift nur, wenn es sich um einen Einbruchdiebstahl handelt. Ein Couchsurfer oder Airbnb-Gast wird jedoch von Ihnen selbst in die Wohnung gelassen und ist damit eben kein Einbrecher.

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Unser Tipp:

Wenn Sie sich für einen Anbieter entschieden haben, bei dem Sie Ihre eigenen vier Wände anbieten wollen, schauen Sie sich unbedingt dessen AGBs genau an. Airbnb etwa hat eine sogenannte Gastgeber-Garantie, die bis zu 700.000 Euro Schadenssumme abdeckt. Bei einem kleineren Malheur – zerbrochene Teller oder ähnliches – kann hier auch direkt die Kreditkarte des Gastes belastet werden. Andere Anbieter haben ähnliche Regelungen und Klauseln, daher lohnt sich ein Vergleich zwischen den verschiedenen Portalen.

Vermieten Sie Ihre ganze Wohnung und nicht nur ein oder zwei Zimmer, so sollten Sie auch ein Übergabeprotokoll anfertigen und es davor und danach vom Gast unterschreiben lassen. So sind Sie auf der rechtlich sicheren Seite, falls Streitigkeiten über beschädigte oder fehlende Gegenstände aufkommen.

Auch, wenn Sie nur ab und an Ihre Wohnung oder einzelne Zimmer vermieten: Die Einkünfte daraus müssen am Jahresende dem Finanzamt gemeldet werden und gehören somit bei Ihrer Steuererklärung in die sogenannte Anlage V. Allerdings gibt es eine wichtige Freigrenze: Nur wenn Sie mehr als 520 Euro Miete pro Kalenderjahr einnehmen, sind Sie verpflichtet, diese in der Steuererklärung anzugeben. Liegen Sie darunter, können Sie darauf verzichten. Wer jedoch sicher gehen möchte, gibt die Einkünfte aus kurzfristigen Untervermietungen in der Steuererklärung an und führt dabei nachvollziehbar Einnahmen und anteilige Kosten (eigene Miete, Reinigungskosten etc.) auf.

Wer auf all diese Punkte achtet und sie vorab entsprechend klärt, kann schon bald die ersten zahlenden Gäste gut abgesichert und entspannt willkommen heißen.

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