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Egal, ob Sie mit oder ohne Schmuck in den Urlaub fahren - er sollte immer sicher unter­gebracht sein. Wir zeigen Ihnen, welche Vorkehrungen gegen Einbruch und Diebstahl zu Hause helfen, wenn Sie nicht da sind. Und wie Sie Ihren Schmuck im Urlaub sicher aufbewahren.

Ferienzeit: Hochsaison für Einbrecher und Diebe in Ihrem Zuhause.

Urlaubszeit ist Reisezeit: Je nach Urlaubsziel packen Sie Ihren Koffer und nehmen mit, was Sie benötigen. Alles andere bleibt zurück. Viele Wohnungen und Häuser stehen dann oft über Wochen leer. Damit beginnt auch für Einbrecher eine Art Hochsaison. 2017 wurden laut Kriminalstatistik 116.540 Wohnungseinbrüche angezeigt. Routiniert scannen Einbrecher Wohngebäude nach typischen Anzeichen dafür, dass die Bewohner verreist sind.

Überlegen Sie gut, ob Sie Ihre Wertsachen in der Wohnung belassen. Experten der polizeilichen Kriminal­prävention raten davon ab, sein Bargeld originell zu verstecken. Auch Diebe und Einbrecher informieren sich, tauschen sich aus und sind Ihnen meist um Längen voraus. Die beliebten "Geheim­­verstecke" wie Keksdose, Matratze, Kleidung, Buchrücken, unter Schmutz­wäsche, hinter falschen Kacheln und Leisten oder im Blumentopf etc. - all diese Verstecke sind jedem halbwegs ambitionierten Einbrecher längst bekannt. Einbrecher brauchen 3 Minuten für eine Wohnung und 10 Minuten für ein Haus. Sie suchen systematisch und zielstrebig, gehen dabei aber häufig brachial vor und zerstören auf der Suche nach versteckten Wertsachen Ihren Hausrat. Der Schaden ist oft immens.

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So bewahren Sie Schmuck und andere Wertsachen sicher zu Hause auf.

Sorgen Sie dafür, dass Ihr Haus oder Ihre Wohnung nicht verlassen wirkt: Bestellen Sie die Zeitung ab, sonst quillt der Briefkasten über. Leiten Sie den Paketdienst für Ihre Urlaubs­zeit um, dann kleben keine Benachrich­tigungen an Ihrer Wohnung. Installieren Sie Zeitschaltuhren mit Zufallsgenerator für einzelne Leuchten in der Wohnung sowie für den Rollladen. Es gibt auch Fernsehlicht-Attrappen, die für das TV-typische Flackern im Wohnzimmer sorgen.

Überprüfen Sie Ihr Zuhause mit dem Blick eines Einbrechers. Sorgen Sie für helle Außen­beleuchtung mit Bewegungs­sensor. Investieren Sie in eine wertige Haustür mit Sicher­heitsschließanlage und Türspion. Statten Sie alle ebenerdigen Fenster mit abschließbaren Griffen aus. Stabile Rollläden oder Gitter im Erdgeschoss sind ernste Hürden für Einbrecher.

Technisch bieten sich viele Möglich­keiten, je nach Ihrem Budget. Eine moderne Alarmanlage schreckt Einbrecher zumindest ab. Preisgünstiger sind Webcams als Überwachungs­kameras, die versteckt in der Wohnung installiert werden und via WLAN und einer App mit Ihrem Smartphone verbunden sind. Wann immer ein Bewegungs­sensor die Webcam auslöst, erhalten Sie eine Nachricht oder einen Livestream aufs Handy.

Apropos Internet: Es ist verlockend, aber verzichten Sie auf Urlaubs­bilder in den sozialen Medien während Ihres Urlaubs. Auch Diebe und Einbrecher nutzen Facebook, Instagram und Co. Niemand schützt Ihr Hab und Gut besser als informierte und aufmerksame Nachbarn. Diese können regelmäßig kontrollieren gehen, ob alles in Ordnung ist, und notfalls die Polizei alarmieren.

Nutzen Sie öffentliche Fördergelder für mehr Schutz vor Einbrüchen zu Hause.


Bauliche und technische Maßnahmen stellen ein wirksames Hindernis gegen Einbrecher dar - wenn sie professionell geplant und eingebaut werden. Das Förderprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau mit dem Namen Kriminalprävention durch Einbruchsicherung bietet Zuschüsse für private Eigentümer und Mieter, wenn sie bestehende Häuser oder Wohnungen gegen Einbruch schützen lassen. Sie erhalten auf Antrag zwischen 100 und maximal 1.600 EUR.

Ein Tresor. Die ganz sichere Sache.

Wer auf Nummer sicher gehen will, baut sich einen Minitresor oder einen Wandtresor ein. Zwar weckt solch ein Safe ggf. das Interesse des Einbrechers, der Wertvolles darin vermutet. Aber sofern es sich um einen schweren (mindestens 200 kg) oder fest verbauten Tresor handelt und um keinen transportablen aus dem Baumarkt, steigen Ihre Chancen auf sichere Verwahrung. Einbrecher verschwenden keine Zeit, sie möchten schnellstmöglich Ihr Haus wieder verlassen. Tresore gibt es in den Sicherheits­stufen "A" bis "E", wobei "A" einem kleinen Hotelsafe und "E" einem Banktresor entspricht. Achten Sie auf den Bau nach EU-Normen wie "VdS" und "ECB-S". Auch ein Schließfach bei der Bank ist eine Option, wobei Sie dann nur zu den Öffnungszeiten Zugriff auf Ihre deponierten Wertsachen haben. Achten Sie darauf, dass der Inhalt über die Bank entsprechend versichert ist.

Wie sichern Sie Ihren Schmuck richtig ab?

Generell sind Wertsachen auch in der Hausratversicherung abgedeckt. Allerdings gibt es bei dieser eine Deckelung im Leistungsfall, die bei 20 % der Versicherungssumme liegt. Wer hochwertige Gegenstände wie zum Beispiel Schmuck, Pelze oder Gemälde besitzt, der kommt bei einer gewöhnlichen Hausratversicherung schnell an die finanziellen Grenzen der Leistung im Schadenfall. Deshalb lohnt es sich in diesem Fall, neben der Hausratversicherung zusätzlich auch die Wertsachen angemessen abzusichern - mit einer Wertsachen­versicherung ist das in vollem Umfang und bedarfsgerecht möglich.

Schmuck sicher aufbewahren - Tipps für unterwegs.

Grundsätzlich sollten Sie sich vor dem Start in den Urlaub immer die Frage stellen: Welche wertvollen Gegen­stände müssen wirklich mit auf die Reise? Sollten Sie dennoch teuren Schmuck oder andere Wertgegen­stände mitnehmen wollen, haben wir hier einige Hinweise für Sie.

6 Tipps gegen Diebstahl auf Reisen.

1. Überlegen Sie genau, welche Wertsachen Sie tatsächlich mitnehmen und ggf. dem Risiko aussetzen, gestohlen zu werden. Nehmen Sie besser nur das Nötigste mit - eine schwere Entscheidung, wenn man die neue Digitalkamera, das Tablet oder die Taucheruhr einsetzen möchte. Im Notfall ersetzen Reisegepäckversicherungen den materiellen Schaden.

2. Die meisten Hotels verfügen entweder über einen kleinen Hotelsafe im Zimmer oder einen großen Hotelsafe an der Rezeption. Nutzen Sie diese für Reisedokumente sowie Wertsachen und entscheiden Sie täglich, was dort besser aufbewahrt ist. Tipp: Scannen Sie alle Unterlagen zu Hause ein und schicken Sie diese an Ihre E-Mail-Anschrift oder in die Cloud.

3. Manche Geldbörsen gleichen Mini-Büros. Aber Sie brauchen wirklich nicht alle Karten und Mitglieds­ausweise im Urlaub. Nehmen Sie nur Wichtiges mit, wie Geld- und Kreditkarten und die Kranken­versicherungskarte.

4. Am Strand und unterwegs haben Sie 3 Optionen: Sie passen ständig auf Ihre Sachen auf, Sie verstecken diese oder Sie bitten andere, darauf aufzupassen. Es gilt: Wertvolles wie Geld nur in wertlosen Gegenständen verstecken. Probieren Sie auch moderne Brustbeutel und Gürtel mit Geldfach aus.

5. Gegen Taschendiebstahl gibt es eine einfache Regel: Behalten Sie Ihre Wertsachen dicht am Körper und nicht in den Außentaschen vom Rucksack oder in einer offenen Handtasche.

6. Wenn Sie sich gar nicht vom Autoschlüssel oder Smartphone trennen können, kaufen Sie wasserdichte Schutzhüllen im Outdoorladen.

Diebstahl im Urlaubsort: Was tun, damit der Schaden ersetzt wird?

  • Was unternehme ich, wenn aus dem Hotelzimmer etwas gestohlen wurde?

    Informieren Sie zuerst die Hotelleitung und fordern Sie, dass die lokale Polizei hinzugerufen wird. Oder gehen Sie selbst auf die Wache, um eine Anzeige zu erstatten. Sie brauchen zu Hause unbedingt diese schriftliche Bestätigung der Polizei.

  • Was muss ich nach meiner Rückkehr regeln?

    Ihre Versicherung möchte eine Kopie der Anzeige, zusammen mit einer Liste der gestohlenen Sachen. Wenn Sie vorher eine Liste Ihrer Wertsachen und des Gepäcks gemacht haben, sind Sie klar im Vorteil. Gerade bei neueren Dingen sollten Sie auch Rechnungen oder Belege beifügen.

  • Welche Entschädigung kann ich erwarten?

    Rechtsgrundlage für eine Entschädigung ist, dass für die Gegenstände Versicherungsschutz im Rahmen der Außenversicherung besteht. Sie werden in der Regel immer den Wieder­beschaffungs­wert der abhandengekommenen Sachen erhalten. Dieser entspricht dem Aufwand bei Neukauf gleichwertiger Artikel. Es gibt je nach Versicherung Entschädigungs­obergrenzen für Bargeld, Sparbücher und Schmuck, Münzen, Briefmarken etc.

  • Wann greift die Hausrat­versicherung nicht?

    Bei grober Fahrlässigkeit wie bei geöffneten Fenstern und Türen oder wenn Sie Ihre Wertsachen offen und unbewacht liegen gelassen haben, sind die Schäden nicht gedeckt. Auch nicht bei Trickdiebstählen am Urlaubsort.

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