Das Wichtigste in Kürze:
- Psychische Erkrankungen sind die häufigste BU-Ursache.
- Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) sichert Ihre Tätigkeit als Apotheker gezielt ab.
- Früh abschließen spart Beiträge und erleichtert die Gesundheitsprüfung.
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Das Wichtigste in Kürze:
Als Apotheker tragen Sie jeden Tag Verantwortung: für Ihre Kunden, Ihre Mitarbeiter, Ihre Apotheke. Ob angestellt oder selbstständig: Ihr Beruf erfordert höchste Konzentration, Fachwissen und körperliche wie psychische Belastbarkeit. Doch was passiert, wenn die Gesundheit plötzlich nicht mehr mitspielt?
Berufsunfähigkeit ist keine Ausnahmeerscheinung. Rund jeder 4. Erwerbstätige in Deutschland wird im Laufe seines Lebens zumindest zeitweise berufsunfähig. Häufige Gründe sind psychische Erkrankungen, chronische Beschwerden oder Unfälle.
Der Beruf des Apothekers gilt oft als krisensicher. Doch gesundheitlich ist er alles andere als risikofrei. Denn hinter dem Verkaufs- und Beratungstresen verbirgt sich ein Arbeitsalltag mit hoher Verantwortung, oft stehend, in engem Kundenkontakt und unter wirtschaftlichem Druck. Die Realität: Auch Apotheker werden berufsunfähig.
Häufige Ursachen für Berufsunfähigkeit:
Laut einer Analyse der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) beträgt die durchschnittliche Dauer einer Berufsunfähigkeit mehrere Jahre. Ohne geeigneten Schutz bedeutet das: massive finanzielle Einbußen.
Die Kosten für eine BU hängen ab von Faktoren wie Alter, Gesundheitszustand, gewünschte Rentenhöhe, Laufzeit und beruflicher Status (angestellt oder selbstständig).
Apotheker gelten abhängig von der konkreten Tätigkeit in der Risikobewertung vieler Versicherer als akademischer Beruf mit mittlerem Risiko. Dementsprechend sind die Beiträge moderat, vor allem dann, wenn der Vertrag frühzeitig abgeschlossen wird.
Die Kosten für eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Apotheker hängen von mehreren Faktoren ab:
Je früher Sie eine BU abschließen, desto günstiger ist der monatliche Beitrag und desto höher die Chance, ohne Risikozuschläge oder Ausschlüsse angenommen zu werden. Vorerkrankungen, z. B. Rückenleiden oder Depressionen, können die Annahme des Antrags erschweren, verteuern oder schlimmstenfalls zur Ablehnung führen.
Hinweis: Eine individuelle Beitragsberechnung ist sinnvoll, da jede Lebenssituation unterschiedlich ist. Nutzen Sie dafür am besten eine persönliche Beratung.
Viele Apotheker verlassen sich auf ihr berufsständisches Versorgungswerk, wenn es um die Absicherung bei Krankheit oder Berufsunfähigkeit geht. Doch diese Sicherheit ist trügerisch, denn die Leistungen des Versorgungswerks sind begrenzt und greifen nur im Extremfall.
Fazit: Die gesetzliche oder standesrechtliche Absicherung ist gut gemeint, aber bei Weitem nicht ausreichend. Ohne private Vorsorge riskieren Sie im Ernstfall eine massive Versorgungslücke.
Ob angestellt oder selbstständig: Als Apotheker hängt Ihre wirtschaftliche Existenz direkt an Ihrer Arbeitskraft. Wenn Sie aus gesundheitlichen Gründen Ihren Beruf nicht mehr ausüben können, fällt nicht nur Ihr Einkommen weg. Für Inhaber kommt oft noch der mögliche Verlust der Apotheke selbst hinzu.
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung sichert dieses Risiko ab. Sie sorgt dafür, dass Sie im Ernstfall eine monatliche Rente erhalten und so Ihren Verdienstausfall mildern können. Und das unabhängig von staatlichen Leistungen oder dem Versorgungswerk.
Nicht jede Berufsunfähigkeitsversicherung passt automatisch zum Beruf des Apothekers. Viele Tarife unterscheiden sich erheblich in ihren Bedingungen und kleine Klauseln können im Ernstfall große Auswirkungen haben. Deshalb sollten Sie beim Abschluss Ihrer BU auf einige entscheidende Leistungsmerkmale achten.
Die wichtigsten Kriterien für Apotheker:
Die NÜRNBERGER Versicherung bietet speziell auf akademische Heilberufe wie Apotheker zugeschnittene Berufsunfähigkeitsversicherungen.
Dabei profitieren Sie von:
Die Entscheidung für eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist der erste Schritt. Damit es im Leistungsfall nicht zu Problemen kommt, ist es besonders wichtig, den Antrag sorgfältig vorzubereiten. Das gilt vor allem für die Gesundheitsprüfung, die zentraler Bestandteil jeder BU ist.
Gesundheitsangaben: Ehrlichkeit ist entscheidend
Bei der Antragstellung müssen Sie detaillierte Angaben zu Ihrem Gesundheitszustand machen - meist über einen Zeitraum der letzten fünf Jahre. Dazu gehören z. B.:
Ärztliche Unterlagen vorbereiten
Sinnvoll ist es, vorab alle relevanten medizinischen Unterlagen anzufordern - etwa bei Ihrem Hausarzt. So haben Sie einen Überblick über vorhandene Diagnosen und vermeiden unvollständige Angaben.
Eine Absicherung bis zum gesetzlichen Rentenalter - also bis 67 Jahre - ist grundsätzlich empfehlenswert. Auch wenn viele Apotheker früher in den Ruhestand gehen möchten, bietet eine lange Laufzeit Schutz vor Versorgungslücken. Eine kürzere Laufzeit (z. B. bis 60 oder 63) kann die Beiträge zwar senken, erhöht aber das Risiko, im Ernstfall ungeschützt dazustehen.
Ja. Im Leistungsfall verlangt der Versicherer eine Dokumentation Ihres Berufsbilds zum Zeitpunkt des Eintritts der Berufsunfähigkeit. Dazu gehören z. B. Tätigkeitsbeschreibungen, Arbeitszeiten, Verantwortlichkeiten oder betriebliche Abläufe. Diese Nachweise helfen dabei, den Grad der Berufsunfähigkeit zu beurteilen.
Das ist bei guten Tarifen problemlos möglich. Viele Versicherer bieten sogenannte Nachversicherungsgarantien oder Änderungsmöglichkeiten bei Lebensereignissen wie Heirat, Apothekenübernahme oder Gehaltssteigerungen. Auch eine Dynamisierung der Rentenhöhe (jährliche Erhöhung ohne erneute Gesundheitsprüfung) ist in vielen Verträgen vorgesehen.
Wenn Sie nach einer Berufsunfähigkeit wieder teilweise oder vollständig berufstätig werden, kann die BU-Rente angepasst oder eingestellt werden (je nach vertraglicher Regelung). Einige Tarife bieten auch eine Wiedereingliederungshilfe oder verlängerte Leistungszeiträume zur beruflichen Umstellung. Wichtig ist, dass Änderungen frühzeitig dem Versicherer mitgeteilt werden.
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