Ein Hirnaneurysma (auch Aneurysma im Kopf oder Gehirnaneurysma genannt) ist eine Ausbuchtung oder Erweiterung einer Hirnarterie. Dabei wölbt sich die Gefäßwand ballonartig nach außen, was zu einer erheblichen Schwächung führt. Das Gefäß wird an dieser Stelle instabil und kann im schlimmsten Fall reißen. Mediziner sprechen dann von einer Ruptur, die eine lebensbedrohliche Hirnblutung auslösen kann.
Das Tückische daran: Viele Aneurysmen verursachen keine Beschwerden und bleiben deshalb lange unentdeckt. Sie werden oft zufällig bei bildgebenden Untersuchungen wie einem MRT oder CT entdeckt. Umso wichtiger ist es, die Risiken zu kennen und im Verdachtsfall schnell zu handeln.
Ursachen sind unter anderem angeborene Gefäßveränderungen, Bluthochdruck, Rauchen, Alkoholkonsum, hohes Alter sowie chronischer Stress. Auch genetische Faktoren können eine Rolle spielen. Aneurysmen treten besonders häufig an den Hirnbasisarterien auf, also an den Stellen, an denen sich Gefäße verzweigen.
Nicht jedes entdeckte Aneurysma muss sofort behandelt werden. Die Entscheidung hängt von verschiedenen Faktoren ab: etwa der Größe, Form, Lokalisation sowie dem individuellen Rupturrisiko.