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Frau steht in ihrem Wohnzimmer und blickt aus dem Fenster

Was kostet eine Hausratversicherung?

Kosten und Beiträge einfach erklärt.

zuletzt aktualisiert am 15.10.2026

Das Wichtigste in Kürze:

  • Kosten: Wie viel eine Hausratversicherung kostet, hängt unter anderem von Wohnfläche, Wohnort, Leistungsumfang und Selbstbeteiligung ab.
  • Preisbeispiel: In einer Finanztip-Abfrage von 2025 kosteten ausgewählte Tarife für 100 m² je nach Wohnort zwischen 29 und 73 EUR pro Jahr - ohne Elementarschutz.
  • Versicherungssumme: Sie sollte so bemessen sein, dass der gesamte Hausrat im Schadenfall möglichst vollständig ersetzt werden kann.
  • Leistungen: Je nach Vertrag schützt die Hausratversicherung beispielsweise bei Feuer, Leitungswasser, Einbruchdiebstahl, Raub, Vandalismus nach einem Einbruch sowie Sturm und Hagel.

Was kostet eine Hausratversicherung?

Die Kosten einer Hausratversicherung lassen sich nicht pauschal beziffern. Der Beitrag richtet sich vor allem nach Ihrer Wohnsituation und dem gewählten Versicherungsschutz. Selbst bei gleicher Wohnfläche können sich die Beiträge je nach Wohnort deutlich unterscheiden.

Zusätzliche Leistungen wie ein Elementarschadenschutz können den Beitrag erhöhen. Eine Selbstbeteiligung kann ihn dagegen senken. Vergleichen Sie deshalb neben dem Preis auch die versicherten Leistungen, Entschädigungsgrenzen und Ausschlüsse.

Welche Faktoren beeinflussen die Kosten einer Hausratversicherung?

Wie viel eine Hausratversicherung kostet, hängt von mehreren Faktoren ab. Besonders wichtig sind:

  • Wohnfläche: Bei vielen Tarifen dient die Wohnfläche als Grundlage für die Beitragsberechnung. Eine größere Wohnfläche kann deshalb zu einem höheren Versicherungsbeitrag führen.
  • Wohnort: Je nach Region können bestimmte Risiken unterschiedlich bewertet werden und sich auf den Beitrag auswirken.
  • Versicherungsschutz: Umfang und Höhe der vereinbarten Leistungen beeinflussen die Kosten.
  • Zusatzbausteine: Erweiterungen des Versicherungsschutzes - beispielsweise für Fahrräder, Glas oder Elementarschäden - können den Beitrag erhöhen. Welche davon sinnvoll sind, hängt vom persönlichen Bedarf und Risiko ab.
  • Selbstbeteiligung: Wird eine Selbstbeteiligung vereinbart, kann sich dies auf die Höhe des Versicherungsbeitrags auswirken.

Ein genauer Preis lässt sich deshalb erst ermitteln, wenn die persönlichen Angaben und der gewünschte Versicherungsschutz berücksichtigt werden.

Was kostet eine Hausratversicherung für 100 Quadratmeter?

Für eine 100 Quadratmeter große Wohnung gibt es keinen festen Versicherungsbeitrag. Wie unterschiedlich die Kosten ausfallen können, zeigen beispielhafte Berechnungen von Finanztip: Für 100 Quadratmeter wurden Jahresbeiträge ab 29 EUR auf Wangerooge, ab 62 EUR in Berlin-Pankow und ab 73 EUR in Köln-Ehrenfeld ermittelt. Die Werte stammen aus einer Abfrage von März 2025 und sind daher lediglich Orientierungswerte.

Auch die Versicherungssumme kann anhand der Wohnfläche ermittelt werden. Dafür legen Versicherer je nach Tarif einen bestimmten Wert pro Quadratmeter zugrunde. Die Verbraucherzentrale nennt 650 EUR pro Quadratmeter als einen häufig verwendeten Orientierungswert. Bei 100 Quadratmetern ergäbe sich damit rechnerisch eine Versicherungssumme von 65.000 EUR. Der tatsächlich angesetzte Wert kann je nach Versicherer und Tarif abweichen.

Wie wird die Versicherungssumme der Hausratversicherung berechnet?

Die Versicherungssumme sollte dem Wert des gesamten Hausrats entsprechen. Dazu zählen beispielsweise Möbel, Kleidung, Elektrogeräte und andere persönliche Gegenstände. Entscheidend ist grundsätzlich, welcher Betrag notwendig wäre, um die versicherten Sachen im Schadenfall in vergleichbarer Art und Qualität neu zu beschaffen.

Wichtig ist, die Versicherungssumme ausreichend hoch anzusetzen. Ist der Hausrat mehr wert als die vereinbarte Versicherungssumme, kann eine Unterversicherung vorliegen und die Entschädigung im Schadenfall geringer ausfallen.

Frau sitzt auf Sessel mit verschränkten Armen hinter dem Kopf

Was zahlt die Hausratversicherung?

Eine Hausratversicherung schützt den versicherten Hausrat vor den finanziellen Folgen bestimmter Schäden. Je nach Vertrag kann sie beispielsweise leisten, wenn Möbel, Elektrogeräte, Kleidung oder andere versicherte Gegenstände durch Feuer, Leitungswasser, Einbruchdiebstahl, Raub, Vandalismus nach einem Einbruch sowie Sturm oder Hagel beschädigt, zerstört oder entwendet werden.

Bei beschädigten Sachen können Reparaturkosten erstattet werden; bei zerstörten oder gestohlenen Sachen ist grundsätzlich der Wiederbeschaffungspreis maßgeblich. Wie viel die Hausratversicherung im konkreten Schadenfall zahlt, hängt jedoch vom vereinbarten Versicherungsschutz und den Umständen des Schadens ab.

Für wen ist eine Hausratversicherung sinnvoll?

Eine Hausratversicherung ist besonders sinnvoll, wenn Sie Ihren Hausrat nach einem größeren Schaden nicht ohne Weiteres aus eigenen Mitteln ersetzen könnten oder möchten. Das gilt nicht nur für Haushalte mit teuren Möbeln: Auch Kleidung, Elektrogeräte, Fahrräder, Geschirr und andere Alltagsgegenstände können zusammengenommen einen erheblichen Wert erreichen.

Eine einfache Orientierung bietet deshalb die Frage: Könnten Sie es finanziell verkraften, einen Großteil Ihres Hausrats auf einmal neu kaufen zu müssen? Ist die Antwort nein, kann eine Hausratversicherung sinnvoll sein. Das gilt beispielsweise für Familien und Haushalte mit umfangreicher Einrichtung, aber auch für Singles.

Studierende und Auszubildende sollten zunächst prüfen, ob ihr Hausrat noch über die Hausratversicherung der Eltern mitversichert ist. Das kann je nach Vertrag beispielsweise während der Ausbildung oder des Studiums gelten, wenn der Hauptwohnsitz weiterhin bei den Eltern liegt.

Ist eine Hausratversicherung für Mieter sinnvoll?

Auch für Mieter kann eine Hausratversicherung sinnvoll sein, denn der Hausrat des Mieters ist nicht automatisch über den Vermieter versichert. Zur eigenen Einrichtung zählen dabei weit mehr als Möbel: beispielsweise Kleidung, Fernseher, Laptop, Haushaltsgeräte, Geschirr oder Fahrräder.

Wie relevant der Schutz sein kann, zeigt ein einfaches Gedankenexperiment: Stellen Sie sich vor, Ihre Wohnung wäre nach einem Brand unbewohnbar und ein großer Teil Ihres Besitzes müsste ersetzt werden. Entscheidend ist dann nicht der Wert eines einzelnen Gegenstands, sondern was die Wiederbeschaffung des gesamten Hausrats kosten würde.

Die Hausratversicherung ist von der Wohngebäudeversicherung zu unterscheiden: Vereinfacht gesagt schützt die Hausratversicherung die beweglichen Gegenstände im Haushalt, während die Wohngebäudeversicherung Schäden am versicherten Gebäude abdeckt. Ob sich der Schutz lohnt, hängt deshalb vor allem davon ab, ob Sie einen größeren Verlust Ihres Hausrats finanziell selbst auffangen könnten.

Wie lassen sich die Kosten der Hausratversicherung senken?

Beim Beitrag einer Hausratversicherung gibt es einige Stellschrauben. Sparen sollte allerdings nicht bedeuten, wichtige Leistungen zu streichen. Sinnvoller ist es, den Schutz regelmäßig an die eigene Lebenssituation anzupassen:

  • Selbstbeteiligung prüfen: Wer einen Teil kleinerer Schäden selbst übernimmt, kann je nach Tarif einen niedrigeren Beitrag zahlen. Wichtig ist, dass die vereinbarte Summe im Schadenfall problemlos finanzierbar bleibt.
  • Zusatzbausteine gezielt auswählen: Nicht jede Erweiterung ist für jeden Haushalt gleichermaßen relevant. Beispielsweise sollte zusätzlicher Schutz gegen Naturgefahren oder für bestimmte Wertsachen zum tatsächlichen Risiko und Bedarf passen.
  • Vertrag aktuell halten: Nach einem Umzug, einer Veränderung der Wohnfläche oder größeren Anschaffungen lohnt sich ein Blick auf den bestehenden Schutz. So lässt sich vermeiden, für unpassende Leistungen zu zahlen - oder im entscheidenden Moment nicht ausreichend abgesichert zu sein.
  • Preis und Leistung gemeinsam vergleichen: Eine günstige Hausratversicherung ist nicht automatisch die beste Wahl. Entscheidend ist, welche Schäden bis zu welcher Höhe versichert sind und welche Ausschlüsse oder Selbstbeteiligungen gelten.

Tipp: Wer Beiträge vergleicht, sollte möglichst Tarife mit vergleichbarem Leistungsumfang gegenüberstellen. Ein niedrigerer Preis ist wenig aussagekräftig, wenn dafür entscheidende Leistungen fehlen.

Hausrat schützen - passend zur eigenen Wohnsituation

Ein Leitungswasserschaden, ein Einbruch oder ein Brand kann schnell einen großen Teil des eigenen Besitzes betreffen. Eine Hausratversicherung schützt vor den finanziellen Folgen versicherter Schäden und lässt sich an die persönliche Wohn- und Lebenssituation anpassen.

Bei der Wahl des Versicherungsschutzes sollte deshalb nicht allein der Beitrag entscheiden. Wichtig ist, dass Leistungen, Versicherungssumme und mögliche Zusatzbausteine zum eigenen Hausrat und Absicherungsbedarf passen.

Häufige Fragen zu den Kosten einer Hausratversicherung

Nicht jeder Schaden am eigenen Besitz ist automatisch versichert. Die Hausratversicherung leistet grundsätzlich nur bei den Gefahren, die im Vertrag vereinbart sind. In der Regel nicht versichert sind beispielsweise normaler Verschleiß oder das einfache Verlieren von Gegenständen. Schäden durch Naturgefahren wie Überschwemmung oder Starkregen sind nicht automatisch mitversichert und erfordern je nach Vertrag einen entsprechenden Elementarschutz. Entscheidend sind die Bedingungen des jeweiligen Tarifs.

Eine Hausratversicherung ist in Deutschland grundsätzlich nicht gesetzlich vorgeschrieben. Ohne Versicherung müssen Sie Schäden an Ihrem Hausrat jedoch selbst tragen, sofern kein anderer dafür haftet. Besonders teuer kann das werden, wenn nach einem Brand oder einem anderen großen Schaden ein erheblicher Teil des Hausrats ersetzt werden muss. Ob Sie dieses finanzielle Risiko selbst tragen können und möchten, ist daher ein wichtiges Entscheidungskriterium.

Das kann der Fall sein. Ist die Wohnung nach einem versicherten Schaden vorübergehend unbewohnbar, können Hotel- oder andere Unterbringungskosten je nach Tarif mitversichert sein. Dabei können Höchstbeträge oder eine maximale Leistungsdauer gelten. Ein Blick in die Versicherungsbedingungen zeigt, in welchem Umfang solche Kosten übernommen werden.

Für einen rein privat genutzten Haushalt lässt sich der Beitrag zur Hausratversicherung grundsätzlich nicht als private Sachversicherung von der Einkommensteuer absetzen. Besonderheiten können beispielsweise bei einem steuerlich anerkannten häuslichen Arbeitszimmer beziehungsweise betrieblich oder beruflich genutzten Räumen eine Rolle spielen. Im Zweifel empfiehlt sich eine individuelle steuerliche Beratung.

Das hängt davon ab, wie der Schaden entstanden ist. Bei einfacher Fahrlässigkeit besteht grundsätzlich Versicherungsschutz. Bei grober Fahrlässigkeit kann der Versicherer seine Leistung dagegen kürzen. Achten Sie deshalb darauf, ob und in welchem Umfang Ihr Tarif auf den Einwand der groben Fahrlässigkeit verzichtet. Vorsätzlich herbeigeführte Schäden sind vom Versicherungsschutz ausgeschlossen.