Braucht man sie wirklich oder ist sie nur teurer Luxus? Viele Experten empfehlen sie, doch nur wenige Arbeitnehmer schließen eine solche Versicherung ab - zu abwegig erscheint ihnen die Vorstellung, berufsunfähig zu werden. Wie groß ist die Gefahr, dass man eines Tages nicht mehr in seinem Beruf arbeiten kann? Vielleicht größer, als Sie denken. Wir nennen Pro und Contra für die Berufsunfähigkeitsversicherung.

Gründe für eine Berufsunfähigkeits­versicherung:

  • Berufsunfähigkeit (BU) kann jeden treffen.
  • Eine BU-Versicherung sichert Ihr Einkommen (bzw. den bei Abschluss definierten Teil Ihres Einkommens), wenn Sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten können.
  • Die BU-Versicherung passt sich flexibel an Ihre berufliche Situation an.
  • Eine gute BU-Versicherung steht Ihnen zuverlässig zur Seite, wenn Sie Ihrem Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr nachgehen können.

Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen - ja oder nein? Anders als bei einer Kranken- oder Autoversicherung hadern viele Menschen damit, sich gegen eine mögliche Berufsunfähigkeit finanziell abzusichern. Dabei spricht viel für den Schutz - und Gegenargumente treffen auf gute BU-Versicherungen häufig gar nicht zu.

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Vorteile einer Berufsunfähigkeitsversicherung:

  • Die BU-Versicherung sichert Ihr Einkommen ab.

    Haben Sie schon einmal überlegt, was passiert, wenn Sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten können? Wer bezahlt dann die Miete, die Versicherungen, das Benzin fürs Auto, das Essen? Für eine Weile reicht vielleicht noch Ihr Erspartes oder Ihr Partner springt ein. Aber wie lange geht das gut?

    Der Staat unterstützt Sie nicht besonders üppig. Die sogenannte Erwerbsminderungsrente würde bei einem Nettoeinkommen von 1.000 EUR nur ca. 300 EUR im Monat betragen. Der Staat unterscheidet zudem zwischen voller und teilweiser Erwerbsminderung. Erstere liegt vor, wenn Sie weniger als 3 Stunden pro Tag arbeiten können. Teilweise Erwerbsminderung bedeutet, dass Sie mindestens 3 und nicht mehr als 6 Stunden täglich arbeiten können. In welchem Beruf, ist unerheblich. Ein Beispiel: Wenn Sie angestellter Unternehmensberater sind und einen Unfall haben, danach aber noch 4 Stunden am Tag als Pförtner arbeiten könnten, gelten Sie als teilweise erwerbsgemindert. Sie bekommen dann nur eine sehr kleine Rente. Dass Sie Ihren Lebensstandard damit nicht halten können, spielt dabei keine Rolle.

    Selbst wenn Sie die Bedingungen für eine volle Erwerbsminderungsrente erfüllen, gibt es eine weitere Hürde. Um Anspruch auf die staatliche Rente zu haben, müssen Sie mindestens 5 Jahre lang in der Gesetzlichen Rentenversicherung versichert gewesen sein. Zusätzlich müssen Sie in den letzten 5 Jahren mindestens 3 Jahre lang Pflichtbeiträge eingezahlt haben. Für junge Leute ist das schwer zu schaffen.

    Auf die Erwerbsminderungsrente sollten Sie sich deshalb besser nicht verlassen. Die Vorteile einer Berufsunfähigkeitsversicherung sind zum einen, dass Sie die Höhe der Rente selbst bestimmen können. Zum anderen verzichten die meisten Versicherer darauf, Sie im Leistungsfall auf einen anderen Beruf zu verweisen, den Sie nur theoretisch machen könnten. Der angestellte Unternehmensberater muss sich also nicht auf eine hypothetische Tätigkeit als Pförtner verweisen lassen, sondern erhält seine Berufsunfähigkeitsrente.

  • Berufsunfähigkeit kann jeden treffen.

    "Berufsunfähig? Ich bin doch kerngesund!" - viele Menschen wiegen sich in Sicherheit. Doch Sie können heute nicht wissen, wie es Ihnen in Zukunft gesundheitlich gehen wird. Eine Krankheit oder ein (Arbeits-)Unfall kann schließlich jeden treffen. Fakt ist: Jeder 4. Erwerbstätige in Deutschland scheidet vor dem Erreichen des Rentenalters aus gesundheitlichen Gründen aus dem Berufsleben aus.

  • Die BU-Versicherung passt sich flexibel an.

    Eine BU-Versicherung schließen Sie über einen langen Zeitraum ab. Meist bis zum Eintritt in die gesetzliche Rente, also bis zum 67. Lebensjahr. Doch in dieser Zeit kann viel passieren:

    • Sie wechseln den Beruf.
    • Sie beginnen, selbstständig oder freiberuflich zu arbeiten.
    • Sie heiraten.
    • Sie kriegen ein oder mehrere Kinder.
    • Sie kaufen ein Haus oder eine Wohnung.

    Wenn Sie den Vertrag abschließen, legen Sie fest, wie hoch Ihre BU-Rente sein soll. Angenommen, Sie wählen als monatliche Rentenhöhe 1.500 EUR, weil Sie mit dieser Summe Ihre aktuelle Lebenshaltung bestreiten können. Sobald Sie aber einen Kredit für ein Haus aufnehmen oder Kinder bekommen, benötigen Sie dementsprechend mehr Geld zum Leben - die ursprüngliche Rechnung geht nicht mehr auf. Bei solchen persönlichen Ereignissen können Sie sich meist nachversichern und die Rente erhöhen. Damit steigt natürlich auch Ihr Beitrag.

    Leider gibt es im Leben nicht nur schöne Ereignisse wie die Geburt eines Kindes oder den Einzug in die eigenen 4 Wände. Sollten Sie arbeitslos werden, können Sie die Beiträge für eine gewisse Zeit stunden. Sie müssen in dieser Zeit nichts bezahlen und begleichen die ausstehenden Beiträge später.

  • Umfassender Schutz

    Welche Vorteile hat die Berufsunfähigkeitsversicherung, die andere Versicherungen nicht haben? Ganz einfach: Sie bietet den besten Schutz. Sie zahlt Ihnen eine monatliche Rente, wenn Ihre Arbeitskraft aufgrund eines Unfalls oder einer Krankheit zu mindestens 50 % eingeschränkt ist. Andere Versicherungen sind da weniger umfassend:

    • Unfallversicherung: zahlt nur bei dauerhafter Invalidität nach einem Unfall
    • Dread-Disease-Versicherung: zahlt nur bei Eintreten bestimmter schwerer Krankheiten
    • Grundfähigkeitsversicherung: zahlt, wenn Sie bestimmte Grundfähigkeiten wie Sprechen, Gehen oder Schreiben ganz oder teilweise verlieren
    • Risikolebensversicherung: zahlt eine vorher festgelegte Summe an Ihre Hinterbliebenen, wenn Sie sterben

    Um mit anderen Versicherungsarten einen ähnlichen Schutz wie bei der BU-Versicherung zu haben, müssen Sie mehrere Verträge kombinieren - und entsprechend mehr Beiträge zahlen.

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Argumente gegen eine Berufsunfähigkeitsversicherung:

  • "Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist teuer."

    Die monatlichen Beiträge zu einer BU-Versicherung wirken auf den ersten Blick teuer. Dabei dürfen Sie nicht vergessen, was Sie im Fall der Fälle erhalten. Ohne BU-Versicherung sind Sie in der Regel auf die staatliche Rente angewiesen (falls Sie überhaupt Anspruch darauf haben), und die ist alles andere als hoch.

    Es gibt einen einfachen Trick, um die Kosten für eine BU-Versicherung gering zu halten: Schließen Sie sie so früh wie möglich ab, am besten schon während der Ausbildung oder des Studiums. Die BU-Versicherung kann für junge Leute günstiger sein. Außerdem gilt, wenn Sie die Versicherung früh abschließen: Jüngere sind häufig gesünder - und je gesünder Sie sind, umso billiger ist die BU-Versicherung meist.

  • "Die Gesundheitsfragen sind schwierig zu beantworten."

    Bei Abschluss der BU-Versicherung spielt Ihr aktueller Gesundheitszustand eine wichtige Rolle. Im Antrag müssen Sie eine Reihe von Gesundheitsfragen beantworten. Dabei geben Sie an, ob und welche Krankheiten, Beschwerden, Operationen und Ähnliches Sie in einem bestimmten Zeitraum hatten. Meist beziehen sich die Fragen auf die letzten 5 bis 10 Jahre. Das wirkt auf viele Menschen einschüchternd. Ihr NÜRNBERGER Berater unterstützt Sie gerne beim Beantworten der Fragen.

    Noch einfacher ist es mit dem NÜRNBERGER GKV-Check für gesetzlich Krankenversicherte. Die NÜRNBERGER fordert mit Ihrem Einverständnis und Ihrer Vollmacht bei Ihrer gesetzlichen Krankenkasse Ihre Patientenakte für die letzten 5 Jahre an. Dadurch müssen Sie sich nicht so lange zurückerinnern und nur Gesundheitsfragen zu den letzten 12 Monaten vor Antragstellung beantworten. Das macht es einfacher, den Antrag auszufüllen und die ärztlichen Diagnosen sind bereits bei Antragstellung bekannt. Damit haben Sie mehr Rechtssicherheit, weil Ihr Risiko der vorvertraglichen Anzeigepflichtverletzung deutlich sinkt.

    Im Übrigen stimmt es nicht immer, dass Sie mit einer Vorerkrankung wie Rückenbeschwerden keine BU-Versicherung bekommen. Häufig ist ein Kompromiss möglich, zum Beispiel ein Risikozuschlag oder eine Ausschlussklausel. Eine Ausschlussklausel für Rückenbeschwerden bedeutet, dass Sie keine Rente erhalten, wenn Sie wegen Ihres Rückens berufsunfähig werden. Sie bleiben aber für die Fälle versichert, in denen Sie wegen einer anderen Erkrankung Ihren Beruf nicht mehr ausüben können.

  • "Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist rausgeschmissenes Geld."

    Natürlich kann es passieren, dass Sie die BU-Versicherung gar nicht in Anspruch nehmen müssen, weil Sie gesund bleiben - aber das können Sie vorher nicht wissen. Der Gedanke sollte Sie bei Ihrer Entscheidung, ob Berufsunfähigkeitsversicherung ja oder nein, also nicht beeinflussen. Damit Sie nicht vielleicht umsonst einzahlen, bietet die NÜRNBERGER die Investment BU-Versicherung (IBU) an. Überschüsse, die aus dem Sparanteil Ihrer Beiträge entstehen, werden in Investmentfonds angelegt. Müssen Sie die Rente nicht in Anspruch nehmen, erhalten Sie am Ende der Versicherungslaufzeit Überschüsse ausgezahlt.

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BU-Versicherung? Ganz klar: ja!

Lassen Sie sich ab sofort nicht mehr verunsichern: Eine BU-Versicherung ist weder eine übertriebene Vorsichtsmaßnahme noch Kundenabzocke. Vielmehr ist es ein alternativloser Schutz, der Sie im Bedarfsfall vor dem finanziellen Absturz bewahrt. Die Zahlen sprechen außerdem für sich: Jeder 4. Erwerbstätige ist von Berufsunfähigkeit betroffen. Gleichzeitig reichen die staatlichen Leistungen nicht aus - sofern Sie überhaupt Anspruch darauf haben. Als Selbstständiger bekommen Sie z. B. nichts vom Staat.

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