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"Oh!" - "Aaaaah!" Das Silvester­feuer­werk gehört für viele einfach zur Neu­jahrs­nacht dazu. Doch ab wann darf eigent­lich geknallt werden und was soll­ten Sie sonst noch beachten? Diese Fragen be­ant­worten wir Ihnen in unse­rem Ratge­ber.

Woran erkennen Sie ge­fährliches Feuer­werk?

Illegale Böller und Feuerwerks­ra­ke­ten, die nicht in Deutschland zuge­las­sen oder geprüft wurden, können sehr ge­fährlich sein! Was auf flie­gen­den Märk­ten oder 'unter dem Laden­tisch' ver­kauft wird, explodiert oft­mals deutlich schneller und gewal­tiger - etwa durch unerlaubt ver­wen­detes Metallpulver anstelle des han­dels­üb­li­chen Schwarz­pul­vers. Auch die Zünd­schnüre sind oft kürzer oder bren­nen schneller und lö­sen damit deutlich früher als ge­wohnt aus. Da­her sollten Sie schon beim Ein­kauf der Sil­ves­ter-Kracher einen Blick darauf haben, ob Sie wirklich zuge­las­sene Böl­ler erwer­ben.

Geprüfte und erlaubte Knallkörper sind sofort an der Kennzeich­nung "BAM PI" oder "PII" plus einer 4-stel­li­gen Zahlen­reihe zu er­kennen. Die­se wird vom Bun­­desamt für Material­forschung und -prüfung (BAM) ver­ge­ben. Europäi­sche Ware wiederum trägt das CE-Zeichen mit Prüfnummer. Bei solchen Feuer­werks­artikeln kön­nen Sie guten Gewis­sens davon ausgehen, dass sie unge­fähr­lich sind - wenn Sie sich an die ent­spre­chenden Sicherheitstipps hal­ten!

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böllern an silvester
Bei der Auswahl des Feuerwerks sollte die eigene Sicherheit immer an 1. Stelle stehen.

Ab wann dürfen Sie an Silvester böllern?

Offiziell darf in Deutschland vom 31. Dezember um 0 Uhr bis zum 1. Januar um 0 Uhr geknallt werden. Je nach Woh­nort kann es jedoch leichte Ab­wei­chungen ge­ben, da Städte und Ge­mein­den selbst über die genauen Zei­ten ent­scheiden. Wer außer­halb dieses Zeit­fens­ters Feuerwerk zündet, muss sich beim zu­stän­­­­digen Ord­nungs­amt eine Sonder­genehmigung holen, an­dern­falls drohen Bußgelder bis zu 50.000 EUR.

Altersbeschränkung beachten.

Auch wenn sie eine große Faszination ausüben: Chinaböller und Feuerwerks­raketen gehören nicht in Kin­der­hände! Kinder und Jugendliche unter 18 dür­fen nur Kleinst­feuerwerk (Spring­teu­fel, Wun­­der­kerzen etc.) kaufen und abbren­nen - leicht zu er­kennen an der Kenn­zeich­nung "P I".

Mit "P II" wird das 'Erwachsenen-Feuer­­werk' gekennzeichnet, also Chinaböller und mächtige Silvester­ra­keten. Diese entwickeln eine massive Sprengkraft und können gefährliche Verletzungen nach sich zieh­en, wenn sie nicht richtig gehandhabt wer­den.

Sicherheitstipps.

  • Feuerwerkskörper richtig lagern

    Feuerwerkskörper sind in der Regel bereits 2 Tage vor Silvester in den Geschäf­ten erhältlich. Bis zum Neu­jahrsabend sollte das Feuerwerk in der Originalver­packung an einem trockenen Ort gela­gert werden, der für Kinder unzugänglich ist.

  • Feuerwerksraketen richtig sichern

    Feuerwerksraketen sollten immer aus einem standsicheren Rohr oder einer Fla­sche heraus ab­ge­feuert, die Lenk­stäbe und Zündschnüre nicht eigen­mäch­tig ver­kürzt oder verän­dert wer­den. Bei einem versuchten Start aus der Hand kann näm­lich die nach un­ten aus der Rakete schie­ßende Treib­ladung schwerste Ver­bren­nun­gen ver­ursachen.

  • Raketen richtig anzünden

    Beim Anzünden immer auf einen ent­­sprechend großen Sicherheits­ab­stand zu um­steh­enden Personen und Tieren achten - und die Feuer­werks­körper niemals mit bren­nen­der Lun­te in der Hand behalten!

  • Keine Raketen oder Böller ein­sam­meln, die scheinbar nicht ge­zün­det haben

    Solche vermeintlichen Blindgänger können als Spätzünder nochmals losgehen und schwere Ver­let­zungen verursachen - auch, wenn versucht wird, sie erneut anzu­zün­den. Denn dann ist oft keine ausreichend lange Zündschnur mehr vorhan­den und so fehlt die Zeit, sich in Sicher­heit zu bringen. Auch sollten Sie auf keinen Fall ver­suchen, feucht gewordene Blindgänger anzuwärmen oder zu trocknen - hier be­steht höchste Ex­plosionsgefahr!

  • Im Notfall durchdacht handeln

    Sollte es trotz Einhaltung aller Si­cher­heitshinweise zu einem Unfall kom­men, gilt es Ruhe zu bewahren. Wäh­len Sie unverzüglich die 112 und leis­ten Sie wenn erfor­der­lich Erste Hilfe.

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Böllerverbote in Deutschland.

Verboten ist das Knallen und Raketen-Starten in der unmittelbaren Nähe von Kir­chen, Krankenhäusern sowie Kinder- und Altenheimen. In einigen Städten herrscht sogar aufgrund der Brand­ge­fahr ein gene­relles Böllerverbot. Hier sollten Sie sich rechtzeitig informieren.

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