Grundlagen Kosten allgemein Kosten Kinderosteopathie Kostenübernahme Häufige Fragen

Der Klassiker alternativer Therapiearten ist die Osteopathie. Als Ergänzung zur Schulmedizin hat sie einen festen Platz im Behandlungsprogramm vieler Menschen. Gerade bei Kopf- und Rückenschmerzen greifen immer mehr Deutsche auf die Hilfe eines Osteopathen zurück. Da die Krankenkassen die Behandlungen meist aber nur anteilig übernehmen, lohnt ein genauerer Blick auf die Therapiekosten.

Grundlagen verstehen: Was ist Osteopathie?

In der Osteopathie geht man davon aus, dass Schmerz nicht zwangsläufig ein punktuelles Leiden sein muss. Rückenschmerzen beispielsweise können ihre Ursache zwar in einem Rückenleiden haben, müssen es aber nicht. Eine ganzheitliche Betrachtung des Bewegungsapparats gibt dem Osteopathen Aufschluss, wo Blockaden liegen können. Diese werden anschließend gezielt gelöst: Er stimuliert Knochen, Sehnen, Muskeln, Faszien und Gewebe so, dass der Körper sich selbst um die Heilung kümmert. Kurz gesagt: Die "Hilfe zur Selbsthilfe" ist ein zentraler Ansatz in einer professionellen osteopathischen Therapie.

Was kostet Osteopathie allgemein?

Ob Kosten als hoch oder niedrig wahrgenommen werden, liegt oft am Verhältnis: Was bekomme ich für mein Geld? Und von wem wird die Behandlung durchgeführt? Hinter den Kosten für eine gute osteopathische Behandlung stecken vor allem 3 Faktoren:

Was kostet Osteopathie allgemein?

Kostenfaktor #1: Behandlung durch Fachleute

In Deutschland ist Osteopathie eine Heilbehandlung. Das heißt, dass sie grundsätzlich nur von 2 Berufsgruppen durchgeführt werden darf: einem Arzt (mit passender Zusatzausbildung) oder einem Heilpraktiker. Somit ist eine professionelle osteopathische Behandlung eben auch eine Behandlung von Fachleuten.

Gut zu wissen

Fachleute mit Erfahrung finden: Orientierung bietet die Therapeutenliste des Verbands der Osteopathen Deutschland (VOD). Alle gelisteten Anbieter verfügen über mehrjährige Erfahrung und bilden sich ständig weiter.

Kostenfaktor #2: Kosten pro Sitzung

Sowohl Ärzte als auch Heilpraktiker haben feste Gebührenordnungen, nach denen sie die Therapien abrechnen. Die Gebührenordnung für Ärzte ist die "GOÄ", für Heilpraktiker sind es die "GebüH" bzw. das Hufelandverzeichnis. Abhängig von der Behandlungstechnik bewegen sich die Kosten für eine osteopathische Behandlung zwischen 60 und 150 EUR pro Sitzung.

Gut zu wissen

Die Dauer ist von Behandlung zu Behandlung unterschiedlich. Als Faustregel gilt: 45 bis 60 Minuten pro Sitzung.

Kostenfaktor #3: Anzahl der Sitzungen

Eine genaue Ermittlung der Krankengeschichte (Anamnese), die Untersuchung durch Berühren bzw. Abtasten (Palpation) und die Behandlung (Mobilisieren) brauchen Zeit. Eine professionelle osteopathische Behandlung kann durchaus 4 bis 5 Sitzungen dauern. Die Kosten einer kompletten Therapie können daher zwischen 300 und 750 EUR liegen.

Gut zu wissen

Osteopathie ist ein ganzheitlicher Ansatz: Der Schlüssel zum Erfolg liegt im Therapeuten. Nur wenn er alles über Vorgeschichte und Gesundheitszustand des Patienten weiß, kann er gezielt vorgehen.

Was kostet Kinderosteopathie für Babys und Säuglinge?

Osteopathie für die Kleinsten: Auch für Babys und Säuglinge gibt es osteopathische Therapien. Verspannungen, die beispielsweise durch die Geburt entstanden sind, können behandelt und gelöst werden.

Im grundsätzlichen Ablauf unterscheidet sich Osteopathie für Babys bzw. Säuglinge nicht von osteopathischen Behandlungen für Erwachsene. Die ganzheitliche Betrachtungsweise steht auch hier im Vordergrund, die Sitzungen bestehen aus Anamnese, Palpation und Mobilisieren.

Der große Unterschied zur Behandlung von Erwachsenen ist die Ausbildung des Bewegungsapparats. Bei Babys, Säuglingen und Kleinkindern sind diese Körperstrukturen nicht final entwickelt. Knochen, Muskeln, Nerven und Organe befinden sich noch im Wachstum. Oft ist das ein Vorteil: Beschwerden können leichter und schneller behandelt werden als bei Erwachsenen.

Verringert sich die Anzahl der Behandlungen, sinken auch die Gesamtkosten: Kinderosteopathische Sitzungen kosten zwar nicht zwangsläufig weniger, aber die Anzahl der Sitzungen ist unter Umständen geringer.

In diesen Fällen kann Kinderosteopathie hilfreich sein:

  • Schreibabys
  • Kinder mit KISS-Syndrom
  • Babys nach komplizierter Geburt
  • Mehrlingsschwangerschaft

Wer übernimmt die Kosten bei Osteopathie?

Grundsätzlich muss Osteopathie vom Patienten selbst bezahlt werden, da es sich um eine komplementärmedizinische Behandlungsweise handelt. Wer regelmäßig zum Osteopathen geht, kann auf 2 Arten Geld sparen: bei der Wahl der Krankenkasse und mithilfe einer praktischen Zusatzversicherung.

Osteopathie Kostenübernahme

Kostenübernahme durch Krankenkassen

Die Kostenübernahme ist von Krankenkasse zu Krankenkasse individuell geregelt. An sich sind die Kassen nicht dazu verpflichtet, osteopathische Behandlungen zu übernehmen. Alternativmedizinische Therapieformen sind keine klassischen Formen der Schulmedizin. Und gehören somit nicht zum normalen Leistungsspektrum.

Allerdings gibt es immer mehr Krankenkassen, die osteopathische Behandlungen bezuschussen. Durch die (anteilige) Kostenübernahme entlasten zahlreiche Kassen ihre Beitragszahler.

Zuschüsse durch Zusatzversicherungen

Zusatzversicherungen sind in der Regel kleine Versicherungen, die man zusätzlich zur Grundversorgung abschließt. Als Ergänzung richten sich solche Zusatzpolicen stark nach dem Patienten. Kosten für Heilpraktiker & Co senken Sie mit unserer Heilpraktiker-Zusatzversicherung. Durch klare Regelungen für Zuschüsse und Kostenübernahmen können Sie frei aus dem gesamten Hufelandverzeichnis wählen.

Weitere Beispiele praktischer Zusatzversicherungen sind:

Gut zu wissen: Was ist das Hufelandverzeichnis?

Im "Hufeland-Leistungsverzeichnis der besonderen Therapierichtungen" stehen naturheilkundliche Therapie- und Diagnostikverfahren. Es dient als Abrechnungshilfe für naturheilkundlich tätige Ärzte.

Häufige Fragen zu Osteopathie und Kosten

  • Wer übernimmt die Kosten für Osteopathie?

    Grundsätzlich der Patient und nicht die Krankenkasse, da es sich um keine klassische Schulmedizin handelt. Bei den meisten Kassen gibt es aber Zuschüsse. Außerdem können private Zusatzversicherungen abgeschlossen werden, die Kosten anteilig oder sogar ganz übernehmen.

  • Wird Osteopathie von der Krankenkasse bezahlt?

    Grundsätzlich nicht, da es keine schulmedizinische Therapieform ist. Allerdings bieten immer mehr Kassen eine anteilige Kostenübernahme an. Das heißt, dass pro Jahr eine gewisse Summe bzw. Prozentsatz übernommen wird.

  • Was kosten osteopathische Behandlungen?

    Hier muss man unterscheiden zwischen den Kosten pro Sitzung und den Kosten für die gesamte Behandlung. Pro Sitzung belaufen sich die Kosten auf 60 bis 150 EUR, eine Behandlung umfasst oft 4 bis 5 Sitzungen. Im Schnitt kostet eine osteopathische Behandlung also zwischen 300 und 750 EUR.

  • Wie viel kostet eine Osteopathie-Sitzung?

    Abhängig von Art und Dauer kostet eine Osteopathie-Sitzung zwischen 60 und 150 EUR.

  • Was kostet eine Stunde beim Osteopathen?

    Der Stundensatz ist nicht einheitlich geregelt und abhängig von der Therapie. Statistisch betrachtet kostet 1 Stunde beim Osteopathen zwischen 60 und 150 EUR.

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  • Keine Wartezeit
  • Zahlt für alle Leistungen aus dem Hufelandverzeichnis
  • Zusätzlich Leistungen für Vorsorge, Impfungen & Zuzahlungen

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