Der Verzicht auf Nikotin bringt nur Vorteile für die Gesundheit mit sich, denn das Gift beeinträchtigt fast jedes Organ des Körpers. Mögliche Folgen sind beispielsweise Schäden an der Lunge, Krebserkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und chronische Bronchitis. Besonders die Folgen für die Lunge sind fatal: Bei Rauchern wird das Organ ständig vergiftet.

Doch die Gesundheit ist nicht der einzige Grund, um mit dem Rauchen aufzuhören.

Schon gewusst?

Nur 1 Zigarette kann die Lebens­zeit um 7 Minuten verkürzen. Bei 20 Zigaretten pro Tag verliert ein Raucher jedes Jahr also über 35 Tage Lebenszeit. Wer im Umkehr­schluss noch heute das Rauchen aufgibt, gewinnt wortwörtlich an Lebensqualität dazu.

Rauchfrei leben - aber wie?

"Mit dem Rauchen aufzuhören, ist kinderleicht. Ich habe es schon hundertmal geschafft" - wie dem berühmten Mark Twain geht es sicherlich vielen: Sie wollen mit dem Rauchen aufhören, werden aber immer wieder rückfällig. Der Wille ist da, oft fehlt nur der richtige Weg. Denn obwohl die meisten um die gesundheitlichen Gefahren und Nachteile des Rauchens wissen, schaffen sie es oft nicht, dauerhaft vom Glimmstängel loszukommen.

Ob es schließlich gelingt, Nichtraucher zu werden, hängt natürlich zum Großteil von der inneren Über­zeugung ab. Aber auch die Wahl der Methode ist ent­schei­dend. Während manche die Zigarette von heute auf morgen aus der Hand legen, versuchen andere, den Konsum über mehrere Wochen Schritt für Schritt zu reduzieren.

So können Sie mit dem Rauchen aufhören - wichtige Tipps

  • Wählen Sie eine günstige Zeit. So können ein Urlaub oder die Zeit nach einer Erkrankung, wenn Sie sowieso nicht geraucht haben, ideale Ausgangspunkte zum Abgewöhnen sein.
  • Verdeutlichen Sie sich, warum es so wichtig für Sie ist, jetzt aufzuhören. Schreiben Sie die Gründe auf eine Liste. Das kann Ihnen helfen, wenn die Motivation einmal sinken sollte.
  • Nehmen Sie sich in der Abgewöhnungs­phase viel vor. Vor allem viel Bewegung regt Ihren Kreislauf an und beruhigt die Nerven. Sie beugen damit auch Entzugs­erscheinungen wie Kopfschmerzen oder Schwindel vor.
  • Sie können schwimmen, Rad fahren oder einfach spazieren gehen. Betreiben Sie Ihre Lieblingssportart intensiver oder probieren Sie etwas Neues - zum Beispiel können Sie mit dem gesparten Zigaretten­geld ein Fitnessstudio besuchen.
  • Schlafen Sie viel. Wer schläft, kann nicht rauchen. Ein entspannendes Bad am Abend hilft gegen Unruhe und Nervosität.
  • Suchen Sie sich Verbündete und erzählen Sie von Ihrer Absicht, dass Sie mit dem Rauchen aufhören wollen. Im Team geht vieles leichter.
  • Auch bei Rückfällen sollte der Entschluss aufzuhören nicht revidiert werden. Analysieren Sie genau, wie es zu dem Ausrutscher kam, damit Sie ihn künftig vermeiden.
  • Überlegen Sie, ob ein Nichtraucher-Kurs für Sie sinnvoll ist. Vielleicht können Sie jemanden aus Ihrer Umgebung motivieren mitzumachen.

Mit dem Rauchen aufhören lohnt sich - nicht nur für die Gesundheit

Neben gesundheitlichen Verbesserun­gen können sich Nichtraucher auch über einen deutlich dickeren Geld­beutel und Vorteile beim Abschluss einer Risikolebensversicherung freuen. Denn da profitieren Nichtraucher von einem lohnenden Beitragsvorteil. So zahlen Nichtraucher aufgrund unterschied­licher Tarife nämlich deutlich weniger als Kunden, die regelmäßig zur Zigarette greifen.

Aber Vorsicht: Wer fälschlicherweise angibt, Nichtraucher zu sein, riskiert einen Verlust der Versichungsleistung.

Was tun gegen Entzugserscheinungen?

In den ersten Stunden des Entzugs haben die Betroffenen oft starken Hunger oder Durst. Daher sollten Sie unbedingt genügend Lebensmittel­vorräte zu Hause haben. Auch zucker­freie Kaugummis, Tee und Wasser helfen über die ersten Entzugser­scheinungen hinweg. Bevor Sie aufhören, sollten Sie sich überlegen, was Sie künftig anstelle des Rauchens tun wollen. Ein neues Hobby oder Sport lenken ab und helfen über die schwierige Anfangszeit hinweg. Meiden Sie während der ersten 2 Wochen Situationen, in denen Sie normaler­weise zur Zigarette greifen würden und die Sie leicht zum Rauchen verführen könnten.

Wie schwer der Entzug fällt, hängt oft vom Grad der körperlichen und psychischen Abhängigkeit ab. Aber auch bei Rückfällen sollten Ex-Raucher nicht aufgeben und es einfach noch einmal versuchen.

rauchfrei bleiben

Warum kommt es zu Entzugserscheinungen?

Der Grund, warum es vielen Rauchern so schwerfällt, von der Zigarette loszukommen, ist das darin enthaltene Nikotin. Kein Wunder, schließlich liegt das Suchtpotenzial des Nervengifts gleich auf Platz 2 hinter Heroin. Einmal im Körper aufgenommen, wird im Gehirn das Hormon Dopamin ausgeschüttet, das dem Körper Glück signalisiert. Mit jeder Zigarette denkt der Rauchende zunehmend, dass das Rauchen ihn glücklich und entspannt macht. Das körper­liche Verlangen nimmt dabei schnell zu und immer mehr Nikotin wird benötigt, um keine Entzugssymp­tome zu bekommen.

So erholt sich der Körper nach dem Rauchstopp

Körperreaktion
(Wenn Sie zuvor mehrere Jahre geraucht haben)
Nach 20 Minuten

Puls und Blutdruck normalisieren sich

Nach 8 Stunden

Verbesserung des Sauerstofftransports

Nach 24 Stunden

Leichter Rückgang des Herzinfarktrisikos

Nach 48 Stunden

Verbesserung des Geschmacks- und Geruchssinns

Nach 2 - 3 Wochen

Stabilisierung des Kreislaufs & Verbesserung der Lungenfunktion

Nach 1 - 9 Monaten

Raucherhusten verschwindet, Infektionsgefahr verringert sich & Leistungsfähigkeit steigt

Nach 1 Jahr

Halbierung des Risikos für koronare Herzkrankheiten

Nach 5 Jahren

Halbierung des Lungenkrebsrisikos & Halbierung des Krebsrisikos in Mund, Rachen und Speiseröhre

Nach 10 Jahren

Lungenkrebsrisiko sinkt auf Nichtraucherniveau

Nach 15 Jahren

Herzinfarktrisiko sinkt auf Nichtraucherniveau

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