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Wenn im Sommer die Temperaturen in die Höhe klettern, steigt auch die Gefahr eines Gewitters. Das kann für Hausbesitzer richtig teuer werden. Denn durch Blitzeinschlag entstehen jedes Jahr Schäden in Millionenhöhe.

Jedes Jahr schlagen in Deutschland rund 2,5 Millionen Blitze ein - hauptsächlich im Sommer. Durch das rasche Aufsteigen von feuchtwarmen Luftmassen bilden sich Gewitterwolken, die aus positiv geladenen Eiskristallen und negativ geladenen Wassertropfen bestehen. Im Laufe des Gewitters wird der Ladungsunterschied innerhalb der Wolke so groß, dass er sich in Form eines Blitzes schlagartig entlädt.

Schäden Blitzschlag
In einem Blitzschlag können Spannungen bis zu 100 Mio. Volt herrschen.

Was wir als spannendes Naturschauspiel am Himmel beobachten können, birgt auch einige Gefahren. Zwar werden Personen eher selten verletzt, allerdings richten Blitze und die damit verbundenen elektronischen Impulse regelmäßig hohe Sachschäden an. So wurden in den vergangenen 10 Jahren Schäden in Höhe von über 2 Milliarden EUR verursacht.

Schlägt ein Blitz direkt in ein Gebäude ein, hinterlässt er dort deutlich sichtbare Spuren. Die hohe Energie lässt Metalle schmelzen und Holzverkleidungen, Putz oder Dachziegel regelrecht explodieren. Ein Blitzeinschlag kann aber auch zu einer Überspannung in den Leitungen führen und so elektrische Geräte wie Fernseher, PC oder Telefon zerstören. Dazu muss er übrigens nicht unbedingt das eigene Haus treffen, auch ein Einschlag in 3 km Entfernung kann noch zu solchen Schäden führen.

So schützen Sie Ihr Haus vor einem Blitzeinschlag:

  • Blitzableiter und spezielle Blitzschutzanlagen schützen Ihr Gebäude zuverlässig.
  • Die Stecker von elektrischen Geräten immer aus der Steckdose ziehen - insbesondere wenn Sie für längere Zeit in den Urlaub fahren.
  • Überspannungsschutzgeräte im Verteilerkasten schützen vor Kurzschlüssen bei Blitzeinschlag.
  • Wichtige Geräte wie Computer, Fernseher oder Telefon können zusätzlich mit einem speziellen Spannungsschutz vor Überspannungsschäden geschützt werden.

Schlägt ein Blitz bei Ihnen Zuhause ein, stellt sich nach dem 1. Schreck schnell die Frage, wer für den entstandenen Schaden aufkommt. Dabei unterscheiden Versicherungsunternehmen zwischen Blitz- und Überspannungsschäden:

  • Was sind Blitzschäden?

    Schlägt ein Blitz direkt in Ihr Haus ein und beschädigt es dadurch, liegt ein Blitzschaden vor.

  • Was sind Überspannungsschäden?

    Von Überspannungsschäden spricht man, wenn ein Blitz in der Nähe Ihres Gebäudes einschlägt und durch die sich entladende Spannung Stromleitungen und elektrische Geräte zerstört.

  • Welche Versicherung zahlt?

    Schäden am Gebäude deckt die Wohngebäudeversicherung ab, um die Kosten für Reparaturen am Dach, Mauerwerk oder festinstallierten Anlagen zu übernehmen. Wenn durch einen Blitzeinschlag und dessen Folgen Schäden an elektronischen Geräten oder Einrichtungsgegenständen auftreten, greift hingegen die Hausratversicherung.

Wie weit ist ein Gewitter entfernt?


Gewitter lassen sich zwar oft nicht genau vorhersagen, ihre Entfernung lässt sich aber mithilfe einer einfachen Formel berechnen: Nehmen Sie die Sekundenanzahl zwischen Blitz und Donner und teilen diese durch 3, um die Distanz in Kilometern zu erhalten. Ist das Gewitter weniger als 1,5 km entfernt, sollten Sie dringend Schutz suchen. Was Sie dabei unbedingt beachten sollten, erfahren Sie hier: "Richtig verhalten bei Gewitter"

Wohngebäudeversicherung