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Schon wieder Starkregen! Kaum ein Monat vergeht, indem nicht irgendwo auf der Welt dieses Naturereignis zu Schäden führt. Deutschland ist ebenfalls häufig von dieser Folge­erscheinung des Klimawandels betroffen. Hausbesitzer fürchten bei Starkregen besonders ein Szenario: den Rückstau. Doch warum ist er so gefährlich und was genau steckt hinter dem Begriff?

Haben Sie schon einmal erlebt, wenn sich Straßen mit Wasser füllen und es mit dem Auto in der Unterführung kein Durchkommen mehr gibt? Ein Rückstau wegen Starkregens entsteht immer dann, wenn die Kanalisation dem Niederschlag nicht mehr gewachsen ist und das Wasser die Straßen­oberkante übersteigt.

Aber auch andere Gründe können für einen Rückstau verantwortlich sein - beispielsweise Verstopfungen des Kanals durch Laub und Co.; ebenso Kanal­schäden oder Rohrbrüche.

Je nach Schwere des Rückstaus können die Folgen erheblich sein. Der gewaltige Druck führt das Wasser zu offenen Abwasserstellen.

Was bei unzureichenden Schutzmaßnahmen folgt, ist die typische Überflutung des Kellers. Das Wasser quillt aus im Keller oder Souterrain gelegenen Waschbecken, Duschen, Toiletten oder anderen innenliegenden Abfluss­schächten. Die Schäden an Immobilie und Mobiliar können immens sein - vom Ärger und dem Schmutz ganz abgesehen.

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Rückstausicherung

Jedes Wohngebiet in Deutschland kann von Starkregen getroffen werden. Umso erstaunlicher ist es, wie wenig präsent die Gefahr solcher Unwetter ist. Erst 2016 wies eine Veröffentlichung des Deutschen Wetterdiensts (DWD) auf die unterschätzte Naturgefahr durch Starkregen hin. Durch den Klimawandel werden Starkregenfälle in Deutschland in den nächsten Jahren voraussichtlich noch weiter zunehmen. Hausbesitzer tun daher gut daran, sich rechtzeitig gegen Rückstau-Szenarien durch Starkregen zu wappnen.

Gut zu wissen: Öffentliche Kanäle müssen nicht für jede Starkregenphase gewappnet sein.


Zwar sind Städte und Gemeinden verpflichtet, Kanäle so anzulegen, dass sie einen gewissen Schutz vor Rückstau bieten. Doch außergewöhnlich starke Regenfälle gelten als "höhere Gewalt". Städte und Gemeinden können dann nicht für entstehende Rückstauschäden verantwortlich gemacht werden. Hausbesitzer sind also selbst verantwortlich - das gilt für die Installation von Rückstausicherungen wie auch für den Abschluss einer geeigneten Versicherung.

Rückstau durch Starkregen vorbeugen: So geht's.

  • 1. Rückstauverschlüsse

    Rückstauverschlüsse verschließen bei Bedarf die Rohrleitungen - und wirken damit einem Rückstau entgegen. Das funktioniert, wenn die Abwasserleitungen ein freies Gefälle zur Kanalisation haben. Installiert werden Rückstauverschlüsse typischerweise in Kellerräumen, Waschküchen und niedrig gelegenen Hobbyräumen.

  • 2. Hebeanlagen

    Der Einsatz von Hebeanlagen bietet sich immer dann an, wenn die Ablaufstelle niedriger als der öffentliche Kanal liegt. Hebeanlagen pumpen eindringendes Abwasser nach oben und zurück in die Kanalisation.

Sowohl Rückstauverschlüsse als auch Hebeanlagen sollten ausschließlich von einem Sanitärfachbetrieb installiert werden. Informieren Sie sich dabei stets im Vorfeld bei der Stadtentwässerung, wo genau der entsprechende Rückstauschutz montiert werden muss. Bei Neubauten sollte dies der jeweilige Architekt wissen.

Um die ordnungsgemäße Funktion von Hebeanlagen und Rückstau­verschlüssen sicherzustellen, ist eine regelmäßige Wartung und Reinigung unerlässlich. Lassen Sie entsprechende Maßnahmen zunächst vom Fachmann durchführen. Nach einer ausführlichen Unterweisung können Sie die Wartungs- und Reinigungs­arbeiten dann selbst in die Hand nehmen.

Wichtige Sofort­maßnahmen bei einem Rückstau.

  • Bringen Sie wertvolle Einrichtungs­gegenstände vor dem eindringenden Wasser in Sicherheit.
  • Denken Sie auch daran, im Keller gelagerte Gegenstände mit materiellem Wert umgehend in höhere Stockwerke zu bringen.
  • Bitten Sie Freunde und Familie beim Kampf gegen die Wassermassen um Unterstützung - natürlich nur, wenn sie nicht gerade selbst von einem Rückstau betroffen sind.
  • Informieren Sie die Feuerwehr, wenn Sie der eindringenden Flut alleine nicht Herr werden können.

Schäden durch einen Rückstau infolge von Starkregen zählen zur Gruppe der "Elementar­schäden". Im Ernstfall übernimmt die Wohngebäu­deversicherung durch Rückstau am Gebäude entstandene Schäden. Voraussetzung: Die abgeschlossene Wohngebäude­versicherung verfügt über einen Elementarschutz. Diesen können Sie auch nachträglich noch zu Ihrer Wohngebäude­versicherung hinzufügen.

Für Schäden am Inventar kommt dagegen die Hausratversicherung auf. Auch hier gilt: Wählen Sie eine Hausratversicherung mit Elementarschaden-Option.

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